In den Medien ist immer wieder von Asteroiden, Meteoriten und Kometen die Rede, welche der Erde gefährlich nahe kommen. Dass es dabei wirklich zu einer Katastrophe kommen könnte, ist den meisten Menschen nicht bewusst. Um das öffentliche Bewusstsein für Asteroiden und deren Rolle in unserem Sonnensystem zu schärfen, hat die UN den 30. Juni zum offiziellen "Asteroid Day" ernannt.

Im Zuge des Feiertags kommen jedes Jahr Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Technologie, Raumfahrtagenturen und Öffentlichkeit zusammen und informieren über Asteroiden und die von ihnen potenziell ausgehenden Gefahren. Dieses Jahr wurde unter anderem ein Asteroidenabwehrsystem der NASA vorgestellt.

Asteroideneinschläge: Selten aber gefährlich

Etwa 1000 neue Asteroiden gelangen jedes Jahr in unser Planetensystem, mehr als 900 potenziell gefährliche sogenannte Near Earth Objects (NEOs) werden überwacht.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kommt es statistisch gesehen aber nur alle paar Jahrhunderte zu einem Einschlag eines größeren Asteroiden, der enorme Schäden auf der Erde verursachen kann.

Wichtig ist trotzdem, mehr über diese Himmelskörper zu lernen - das fängt bei ihrer Entdeckung und Identifizierung an, geht über Kenntnisse bezüglich ihrer Flugbahnen bis hin zu ihrer Zusammensetzung.

Abwehrsystem Hera soll Flugbahn der Asteroiden beeinflussen

"Die Mission Hera ist Europas Beitrag zu einer gemeinsamen, zeitlich versetzten 'planetary defense'-Mission mit der NASA zur Verteidigung unseres Planeten und damit ein sehr spezifischer Beitrag zur Abwehr von Asteroideneinschlägen", sagt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Technologiegruppe OHB. "Ich bin stolz, dass OHB hier dabei ist und einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten vor den Gefahren aus dem Weltraum leisten kann", heißt es in einer Pressemitteilung zum "Asteroid Day". 

Mit der amerikanisch-deutschen Doppelmission DART/Hera, wird eine konkrete Mission vorbereitet und umgesetzt, mit der erstmalig demonstriert werden soll, wie Asteroiden von ihrer Flugbahn abgelenkt werden können. Das Abwehrsystem ist Teil der internationalen AIDA-Mission (Asteroid Impact and Deflection Assessment). Schon 2022 soll die Raumsonde zum Einsatz kommen und die Umlaufbahn des Doppel-Asteroid "Didymos" verändern.

Erst vor Kurzem ist ein Asteroid in Größe des Eiffelturms mit unglaublicher Geschwindigkeit an unserer Erde vorbeigerast. Wissenschaftler gehen davon aus, dass er in zwei Jahren erneut Richtung Erde fliegen wird.