• Rätsel um Bermudadreieck beschäftigt Forschende seit Jahren
  • Theorie von britischen Forschenden: Könnten Monsterwellen die Ursache sein?
  • Bermudadreieck - auch Teufelsdreieck genannt - ist ein Seegebiet im Atlantik
  • Forscher erklärt: So entstehen Monsterwellen
  • Erste Beweise gefunden, dass Kompasse nicht nach Norden zeigen im Bermudadreieck

Das Bermudadreieck ist eines der faszinierendsten Rätsel unserer Zeit. Die Erklärungen für das Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen gehen dabei jedoch weit auseinander. Was passierte mit Schiffen, zum Beispiel der "USS Cyclops", die auf hoher See verloren gingen? Eine Theorie, die bisher kaum wissenschaftlich untersucht wurde, ist die der Monsterwellen. Sie werden auch Rogue-Waves genannt und können selbst große Schiffe in die Tiefe reißen.

Bermudadreieck: Sind Monsterwellen die Ursache für verschwundene Schiffe und Flugzeuge?

Monsterwellen galten lange Zeit nur als Aberglaube von Seeleuten, da sie durch ihre enorme Größe nur wenige Minuten existieren können, bevor sie brechen. Erst seit dem Jahr 1995 sind sie dank Satellitenaufnahmen ein anerkanntes Phänomen.

Wie die riesigen, bis zu 40 Meter hohen Wellen jedoch genau entstehen, ist immer noch nicht in Gänze erforscht. Grundsätzlich bildet sich eine Monsterwelle durch die Überlagerung von mehreren normalen Wellen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die Welle verläuft dabei nicht linear zum normalen Seegang und saugt Energie aus umliegenden Wellen ab. Dadurch wird sie sehr steil und nimmt eine hohe Geschwindigkeit auf. In bestimmten Regionen der Welt ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die seltenen Monsterwellen bilden können, um einiges höher. Dazu gehören zum Beispiel das berühmte Kap Horn an der südamerikanischen Küste, das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung und das Bermudadreieck.

Wissenschaftler*innen der britischen Universität Southampton um den Ozeanographen Simon Boxall gehen aktuell davon aus, dass einige Schiffe im Bermudadreieck von Monsterwellen erfasst wurden. In einem Beitrag des britischen TV-Senders Channel 5 erklärt der Forscher, wie die Welle ein Schiff in zwei Teile reißen kann und innerhalb weniger Minuten zum Sinken bringt. Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) hat ebenfalls bestätigt, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass Schiffe und Flugzeuge im Bermudadreieck aufgrund der schweren Stürme und der Monsterwellen verschwunden seien. Sogar die Gerüchte, dass Kompasse im Bermurdadreieck nicht immer funktionieren würden, weist die NOAA nicht völlig von sich. "Es gibt Beweise dafür, dass ein Kompass im Bermudadreieck nicht immer zum magnetischen Norden zeigt."