• April-Lyriden: Meteorschauer, der jedes Jahr im Frühling auftritt
  • Den Höhepunkt erreicht der Lyriden-Schauer in der Nacht vom 22. auf 23. April
  • Schon seit 14. April: Einzelne Kometenbruchstücke am Nachthimmel
  • Sind die Sternschnuppen sichtbar? So wird das Wetter in Franken

Nachtaktive und alle, die ein paar Wünsche offen haben, sollten die kommenden Nächte auf dem Balkon oder der Terrasse verbringen: Denn Sternschnuppen verzaubern unsere Nächte im April. Der jeden Frühling auftretende Meteorstrom der Lyriden zieht schon bald wieder über den Himmel. In der Nacht vom 22. auf den 23. April erreicht das Phänomen seinen Höhepunkt - macht uns das Wetter beim Beobachten einen Strich durch die Rechnung?

Lyriden-Maximum: Wann sieht man die Sternschnuppen am besten?

Unter sternenklarem Himmel hat man eine besonders gute Sicht auf die Sternschnuppen der Lyriden. "Alle zwei Minuten könnte man eine Sternschnuppe sehen", erklärte Astronom Ulrich Köhler vom "Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)".

Dieses Jahr könnte es schwierig werden, die Sternschnuppen von Franken aus zu beobachten. Grund ist das Wetter: In Bayern wird es nachts trüb und so wird es auch in weiten Teilen der Region wolkig und bedeckt. Dennoch lohnt sich ein Blick in den Himmel. Vor allem in der Nacht vom 22. auf den 23. April sind so viele Lyriden zu beobachten, dass es dennoch möglich ist, einen Blick auf das schöne Himmelsphänomen zu erhaschen. 

In dieser Nacht erreicht der Lyriden-Schauer nämlich seinen jährlichen Höhepunkt. Wer gezielt Ausschau nach den Sternschnuppen halten möchte, sollte sich am besten den Wecker stellen, oder muss ziemlich lange wach bleiben. Denn am allerbesten sind die Lyriden zwischen 0 und 2 Uhr zu bestaunen – auch die frühen Morgenstunden sind eine gute Zeit, um den Meteorschauer zu sehen. Experten geben einen guten Tipp: Raus auf ein freies Feld fahren, das am besten leicht erhöht liegt. Hier sind zwar immer noch Wolken am Himmel, aber es herrscht wesentlich geringere Lichtverschmutzung als im Ort. 

Lyriden: So schnell fliegen die Sternschnuppen

Bei den Lyriden handelt es sich um besonders schnelle Sternschnuppen. Die Meteore fliegen mit einer Geschwindigkeit um die 50 Kilometer pro Sekunde über den Nachthimmel. Das sind 180.000 Kilometer pro Stunde. Umgerechnet auf die Entfernung vom Mond zur Erde, würde eine Reise bei der Geschwindigkeit lediglich zwei Stunden dauern.

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Wenn die Meteore in die Erdatmosphäre eindringen verglühen sie und bringen so die Luft zum Leuchten, was von der Erde aus als ein schneller Lichtschweif am Himmel zu sehen ist.

Lyriden wurden erstmals im 7. Jahrhundert v. Chr. von einem chinesischen Beobachter entdeckt. Dieser glaubte beim Anblick des Feuerwerks am Himmel, dass die Sterne vom Himmel fallen würden.

Schwaches Mondlicht erhöht Chancen auf Sternschnuppen

Der Neumond und damit schwächeres Licht, lassen eine gute Sicht auf die Leuchtstreifen zu. Die Erde durchquere um diese Zeit den Schweif eines Kometen. Dieser sei 1861 im Sonnensystem entdeckt worden. "Jedes Jahr so am 21., 22., 23. durchquert die Erde den Rest dieses Kometenschweifs", erklärt Experte Ulrich Köhler. Dabei kämen Staubpartikel in die Erdatmosphäre. Durch das Auftreffen verglühen laut dem Astronom die Partikel und Sternschnuppen seien sichtbar.

Auch der Astronom empfiehlt das Beobachten von erhöhten Punkten außerhalb der Stadt, da dort weniger Streulicht von Stadtlichtern die Sicht auf die Sternschnuppen erschwere. Ein dunkler Beobachtungspunkt ein Blick in den nördlichen Sternenhimmel sind also die besten Voraussetzungen.

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