Das Kurioseste zuerst: Beim Streamingdienst Pornhub ist 2019 ein Begriff stolze 15 mal häufiger gesucht worden als in den Jahren zuvor, den wohl kaum jemand mit Sex verbindet: „Deutsche Bahn“. Tatsächlich gibt es aber nicht nur abstruse Suchtrends, sondern auch einen größeren gesellschaftlichen Wandel zu verzeichnen.

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Zunehmend mehr weibliche Nutzer

Trendberichten der beiden großen Anbieter von Pornos xHamster und Stripchat zufolge nimmt der Anteil weiblicher Kunden stark zu. Sie machten inzwischen bis zu einem Drittel aller User aus. In der Darstellung werde zum Beispiel „Hotwifing“ populärer, beschrieben als „stolze Präsentation offener Beziehungen, bei der der Mann durch das Vergnügen seiner Frau erregt wird.“ Immer beliebter seien in Anbetracht des steigenden Interesses an Amateurpornos außerdem Natürlichkeit und körperliche Vielfalt.

Achtsamkeit und Pornos

Dass ausgerechnet das boomende Thema Achtsamkeit auch die Sexualität erreicht hat, überrascht in den aktuellen Studien ebenso, wie das Ergebnis einer Umfrage des Datingportals secret.de, wonach Männer vor allem Kuschelsex mögen. Von einem Bewusstseinswandel ist dort die Rede: „Die Menschen haben keine Lust mehr, immer zu performen, zu funktionieren, und das gilt auch für den Sex. Denn mit einem erfüllenden, erotischen Erleben haben Turnübungen und Höchstleistung nichts zu tun.“

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Beliebtester Suchbegriff der Deutschen

Im starken Kontrast dazu stehen die nach wie vor vielgesehenen Filme aus Kategorien wie „Blackmail“ (Erpressung) oder auch „Fisting“. Alljährlich veröffentlicht auch Pornhub seine Statistiken und bietet regelmäßig kuriose Einblicke in die sexuellen Vorlieben der Gesellschaft. Das meistgesuchte Stichwort der deutschen Nutzer ist demnach „Deutsch“.

Pornos und sexueller Wandel der Gesellschaft

Mittlerweile ist die erste Generation erwachsen, die mit der Allverfügbarkeit von Pornos groß geworden ist. Wie Ulrich Köhler vom Trendbüro in München sagt, ist „gerade die jüngere Generation damit aufgewachsen, dass Vielfalt selbstverständlich ist.» Eine größeren Auswahl an sexuellen Spielarten ist für diese Generation ganz selbstverständlich. Es könne mehr ausprobiert werden. Das sehe man bei offener Partnerschaft ebenso wie beim Sexleben.

Die Branche reagiere auf die sich ändernde Zielgruppe, erläutert der Sprecher der Erotikmesse Venus, Walter Hasenclever. Dort sei der Anteil weiblicher Besucher 2019 auf 40 Prozent gestiegen. Es kämen auch mehr Paare, um gemeinsam für ihr Liebesleben einzukaufen. Die Aussteller hätten sich gewandelt: mehr erotische Produkte wie Wäsche und Spielzeug - weniger Pornografie, so Hasenclever.

Warnsignale oder Befreiung?

Gerade viele junge Menschen seien mit dem Angebot vollständig überfordert, sagt die Münchner Sexual- und Paartherapeutin Heike Melzer. Sie sehen in der Pornoindustrie schon vor oder spätestens während der Pubertät „alles, was es auf diesem Planeten gibt oder in den Vorstellungen von findigen Produzenten existiert“. Dabei würden reale und virtuelle Welten vermischt. „Die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die Pornos täglich schauen, ist beachtlich», sagt Melzer. Vor jeder Bewertung der Zahlen steht aber ein großer Befund: Pornos verändern tatsächlich die Gesellschaft.

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