Im Durchschnitt stößt jeder Bürger in Deutschland knapp zwölf Tonnen CO2 pro Jahr aus. Wer seine eigene CO2-Bilanz überprüfen will, sollte das Verbraucherprinzip bedenken.

Dabei werden nicht nur die Emissionen betrachtet, die jeder Mensch unmittelbar in Deutschland verursacht, sondern auch die, die durch sein Verhalten im Ausland entstehen. Wenn beispielsweise das CO2 bei der Produktion eines Computers in China entsteht und nicht in Deutschland, sollte es zur Energiebilanz des Käufers zählen.

1. Kleidung in Second-Hand-Läden kaufen: Einsparung: 4,1 kg CO2 pro kg Textil

In Deutschland geben wir pro Kopf und Jahr 888 Euro für Kleidung aus. Das ist im Vergleich zu anderen Ländern ziemlich viel. Um eine Tonne Textilien zu produzieren, wird das 10-fache an Energie wie bei einer Tonne Glas verbraucht.

Ein Kilogramm eingesammelte Kleidung spart 4,1 Kilogramm CO2, wenn sie beispielsweise von Humana sortiert und auf den Weg gebracht wird, so eine Studie der Universität Kopenhagen aus dem Jahr 2008. Wer Second Hand kauft*, spart also nicht nur Geld, sondern tut auch Gutes für die Umwelt. Von Basics bis zu Vintage-Teilen lässt sich alles in den Läden von Humana finden, von denen es circa 30 Stück in Deutschland gibt.

Second Hand Mode für Designer- und Markenkleidung gibt es im Online-Shop von Ubup* mit vielen verschiedenen Marken wie beispielsweise Hugo Boss, Tommy Hilfiger und Liebeskind Berlin zu kaufen.

Tipp:Auch in Franken gibt es viele Secondhand-Läden, in denen man Schnäppchen ergattern kann.

2. Kleidung tauschen: 11 kg CO2 pro T-Shirt

Laut einer Sudie des Versandhändlers Otto verursacht die Produktion eines T-Shirts elf Kilogramm CO2. Kleidung zu tauschen bietet daher eine gute Alternative zum Second Hand-Einkauf. Auf Portalen wie beispielsweise Kleiderkreisel kann kostenlos ein Nutzerkonto erstellt werden, um sich mit anderen Nutzern zu verbinden und Kleidung zu tauschen.

3. Handy reparieren statt wegwerfen: 24 kg CO2 pro Reparatur

In sogenannten Repair-Cafés richten versierte Hobbybastler zu festgelegten Zeiten kaputte Kaffeemaschinen, Fernseher, Nähmaschinen und andere Elektrogeräte wieder her. Einige Läden kümmern sich auch um Textilien, Kleinmöbel oder Fahrräder. Pro Reparatur spart das bis zu 24 Kilogramm CO2, die bei der Herstellung neuer Produkte entstehen würden. In vielen MediaMarkt-Filialen gibt es einen Reparatur-Sofortservice*, bei dem Ihr Handy innerhalb von 1-2 Stunden von Fachpersonal repariert wird und Sie es anschließend gleich wieder mitnehmen können.

4. Zu Ökostrom wechseln

Laut dem Umweltbundesamt stammen etwa 15 Prozent des deutschen CO2-Ausstoßes aus privaten Haushalten - sie liegen damit in der Emissionsstatistik des Umweltbundesamtes nach dem Kraftwerkssektor und dem Verkehr auf Platz 3. Mit Ökostrom kann der CO2-Ausstoß deutlich verringert werden. Polarstern* ist einer der wenigen wirklich unabhängigen Ökoenergieversorger in Deutschland. Mit "Wirklich Ökostrom"* und "Wirklich Ökogas"* gibt es Energie, die zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen stammt. Außerdem unterstützt man als Polarstern-Kunde Familien in Kambodscha und Mali beim Bau einer Mikrobiogasanlage, ohne selbst Mehrkosten zu haben.

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5. Carsharing: 120 kg CO2 pro Jahr

Wer in einer größeren Stadt lebt und durchschnittlich nur rund 100 Kilometer pro Monat fährt, ist mit Carsharing gut bedient. Die Fahrzeuge sind häufig jünger und niedriger motorisiert als die Durchschnittsflotte der Deutschen. Der Kraftstoffverbrauch ist dementsprechend geringer. Bei einem Benziner liegen die Durchschnittsemissionen auf 100 Kilometer bei rund 17 Kilogramm CO2. Bei einem Elektroauto ohne Ökostrom sind es schon zehn Kilogramm weniger. Wer konsequent Elektromodelle nutzt, spart so rund 100 Kilogramm CO2 pro Jahr.

6. Mitfahrgelegenheit/Fahrgemeinschaft: 900 kg CO2 pro Jahr

Deutsche pendeln im Schnitt rund 17 Kilometer zur Arbeit. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,8 Liter auf 100 Kilometer entstehen so 24 Kilogramm CO2 pro Woche. Wer nicht allein, sondern zu zweit oder gar zu viert fährt, kann seine CO2-Emissionen aus der privaten Mobilität halbieren oder sogar vierteln und so bis zu 900 Kilogramm CO2 pro Jahr einsparen.

Bei Blablacar beispielsweise kann jeder mit einem Nutzerkonto entweder selbst Fahrten anbieten und somit Geld einsparen oder nach Mitfahrgelegenheiten suchen.

7. Zug statt Flugzeug : 200 bis 6000 kg CO2 pro Flug

Zum Skifahren in die Schweiz reisen, weil die Flüge gerade so billig sind? Oder für die Lieblingsband nach London jetten, weil es gerade eine Gelegenheit gibt, sie live zu sehen? Wer sich um das Klima der Erde sorgt, muss das Fliegen nicht komplett einstellen, sollte aber abwägen, wie wichtig ihm seine Trips sind. Wen das Gewissen drückt, der kann den CO2-Abdruck des Fluges kompensieren. Dienstreisen mit dem Flugzeug sind für viele Angestellten Alltag. Innerhalb Deutschlands bietet sich jedoch oft die Fahrt mit der Bahn* an. Auf der Strecke von München nach Berlin spart man dabei rund 250 Kilogramm CO2 und benötigt nur unwesentlich mehr Zeit. Wer fliegt, ist von Innenstadt zu Innenstadt rund 3,5 Stunden unterwegs, ein Bahnfahrer etwa vier Stunden. Das Anstehen am Check-in-Schalter und bei der Sicherheitskontrolle entfällt dafür.

8. Bio und Regional einkaufen: 30 bis 100 kg CO2 pro Jahr

Konventionelle Landwirte setzen oft Dünge- und Pflanzenschutzmittel ein, bei deren Herstellung und Gebrauch Treibhausgase frei werden, unter anderem Lachgas. Dessen Treibhauseffekt ist 300-mal so stark wie der von CO2. Das ist ein Grund, warum Bioware klimafreundlicher produziert wird. Konsequente Biokost-Kunden können ihren Ernährungsfußabdruck um etwa sechs Prozent verringern, laut CO2-Rechner um bis zu 100 Kilogramm pro Jahr.

Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch kommen oft aus Ländern wie Brasilien oder Ägypten. Jeder Transport verschlechtert die CO2-Bilanz des Lebensmittels. Besonders problematisch sind Transporte per Flugzeug. Sie verursachen 170-mal mehr Treibhausgase. 30 Kilogramm CO2 pro Jahr vermeidet laut Umweltbundesamt, wer vorwiegend regional einkauft. Allerdings müssen heimisches Gemüse und Obst außerhalb der Saison oft unter großem Energieaufwand produziert und gelagert werden. Unter Umständen haben mit dem Schiff transportierte Waren so trotzdem eine bessere Bilanz.

9. Recyclingpapier benutzen: 0,9 kg CO2 pro 1000 Seiten

Wer viel und häufig druckt, kann leicht von Frischfaser- auf Recyclingpapier umsteigen und so beinahe ein Kilogramm CO2 pro 1000 ausgedruckten Seiten einsparen.

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10. Aufs Fahrrad umsteigen: 138 g CO2 pro km

Etwa zwei Drittel der Autofahrten sind kürzer als zehn Kilometer, etwa die Hälfte kürzer als fünf und knapp ein Drittel sogar kürzer als drei. Direkt nach dem Start benötigt ein kalter Motor jedoch eine Kraftstoffmenge, die 30 bis 40 Liter, bei manchen Modellen sogar mehr als 50 Liter pro 100 Kilometer entspricht. Erst nach vier gefahrenen Kilometern normalisiert sich der Verbrauch.

Deshalb lohnt es sich besonders bei kurzen Wegen, auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder zu Fuß zu gehen. Laut Umweltbundesamt können Sie per Rad oder zu Fuß 138 Gramm CO2 pro Kilometer einsparen. Ein Berufspendler, der je fünf Kilometer mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit hin- und zurückfährt, reduziert seine CO2-Emissionen im Jahr um rund 350 Kilogramm.

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Tipp: Auf der Seite des WWF können Sie den eigenen ökologischen Fußabdruck mit dem CO2-Rechnerselbst ausrechnen und mit dem deutschen Durchschnitt vergleichen.


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