Im Gegensatz zur Midlifecrisis oder auch Lebensmittekrise, bei denen betroffene Personen im Alter von 40-50 oft ihr bisheriges Leben hinterfragen, handelt es sich bei der Quarterlifecrisis oder auch Lebensviertelkrise, wie es der Name schon vermuten lässt, um eine Sinnkrise in den Mittzwanzigern.

Ein "sich nicht gut genug" Fühlen ist häufig die Folge von Zukunftsängsten oder Stress bei der Arbeitssuche in diesem Alter. Geldsorgen, Unzufriedenheit, Hinterfragen von Studien- oder Berufswahl, und der steigende Leistungsdruck in der Gesellschaft können dieses Gefühl auslösen. Weil es sich bei diesem Lebensabschnitt um die Übergangsphase zwischen Schule, Studium und Berufswelt handelt, fühlen sich viele Mittzwanziger überfordert, und können mit den neuen Anforderungen zunächst nicht umgehen. Begriffe wie Work-Life Balance, Burn-out und Depressionen kommen dabei auch in den Sinn.

Was kann man dagegen tun?

1. Akzeptieren Sie die Situation Krise und verstehen, dass eine solche Krise auch zur Selbstfindung beitragen kann. Die Fragen die Sie sich stellen, eröffnen vielleicht neue Möglichkeiten und Perspektiven. Nicht von der Angst und Stress lähmen lassen.

2. Am besten ist es, sich nicht immer mit anderen zu vergleichen und sich auf die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu fokussieren. Oft trügt der Anschein, dass es bei Freunden besser klappt, denn diese hatten vermutlich auch schon eine kleine Sinnkrise.

3. Um der Spirale aus Selbstzweifel und Stress zu entkommen, muss man aktiv werden und sich nicht dem ewigen Grübeln hingeben. Nur wer etwas tut, kann auch etwas verändern. Dabei in kleinen Schritten die Probleme angehen, und nicht alles auf einmal bewältigen wollen.

4. Es kann auch hilfreich sein, mit einem Freund oder einem Therapeuten über die eigenen Ängste zu sprechen. Wer über seine Probleme spricht, macht diese besser begreifbar und die Angst bleibt nicht einfach nur ein undefinierbares Gespenst.

Kopf hoch, es geht weiter!

Forscher haben festgestellt, dass die meisten Sinnkrisen nicht länger als ein Jahr dauern. Viele Menschen werden von dem Phänomen heimgesucht, und man muss sich also nicht schämen, weil man denkt, der Einzige mit solchen Problemen zu sein. Die Welt des 21.Jahrhundert wird nun mal immer schneller und vielschichtiger, und verlangt den Mittzwanzigern einiges ab. Jedoch ist die Devise, nicht zu verzweifeln und zu versuchen die Quarterlifecrisis irgendwann mit einem Lächeln hinter sich zu lassen.

Weitere Informationen zum Thema Depressionen finden Sie auch unter: Raus aus der inneren Leere.