Das amerikanische Teleshopping-Unternehmen QVC Group hat ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts eingeleitet. Der Schritt markiert einen dramatischen Wendepunkt für einen der Wegbereiter des TV-Shopping-Geschäfts weltweit, der 1986 live ging. Das berichtet das Medienmagazin DWDL.de.
Das Ziel des Verfahrens ist eine radikale Entschuldung: Die Verbindlichkeiten sollen von derzeit 6,6 Milliarden auf lediglich 1,3 Milliarden US-Dollar reduziert werden, so der Bericht. Zur QVC Group zählen neben dem gleichnamigen Sender auch Home Shopping Network (HSN) - beide gelten als Vorreiter im globalen Teleshopping-Markt.
Experten sehen klaren Grund für QVC-Pleite - Unternehmen gibt sich zuversichtlich
Die Gründe für die finanzielle Schieflage liegen nach Einschätzung von Branchenbeobachtern auf der Hand: Der kontinuierliche Rückgang des linearen Fernsehkonsums traf die Sender ebenso wie der Aufstieg des Online-Handels. Viele Teleshopping-Anbieter hätten es versäumt, ihr Geschäftsmodell rechtzeitig anzupassen, so DWDL.de. Die jüngsten Pleiten von Mediashop und Channel 21 im deutschsprachigen Raum unterstreichen diese Entwicklung.
Das Insolvenzverfahren beschränke sich auf die USA, so das Fachmagazin. Alle internationalen Tochtergesellschaften bleiben nach Unternehmensangaben außen vor - mit Ausnahme einer nicht operativen luxemburgischen Gesellschaft ohne Mitarbeiter oder Geschäftspartner. Auch in den Vereinigten Staaten soll der Betrieb demnach ohne Unterbrechungen weiterlaufen. Man verfüge über "reichlich Liquidität", Lieferanten würden bezahlt und Entlassungen seien nicht geplant, wird QVC zitiert.
Die Unternehmensführung gibt sich kämpferisch. "Die QVC Group ist einzigartig positioniert, um im Bereich Live-Social-Shopping zu bestehen und erfolgreich zu sein, und wir sehen erste positive Impulse bei unserer Wachstumsstrategie", zitiert DWDL.de David Rawlinson, Präsident und CEO der QVC Group. Man habe sich zum Top-Verkäufer im TikTok Shop entwickelt und expandiere auf Streamingplattformen. Das Verfahren soll laut Plan bereits im Sommer abgeschlossen sein. Auch in Deutschland stehen viele TV-Sender vor entscheidenden Änderungen - gleich mehreren Programmen droht die komplette Streichung.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
Erfahre hier mehr über unsere KI-Richtlinien.