Das Bundesfinanzministerium arbeitet derzeit an einem Gesetz, welches schon Ende Juli 2020 verabschiedet werden soll.  Dabei geht es um die geplante Erhöhung des Kindergeldes für 2021.

Außerdem ist eine Steuersenkung in Planung, welche die Steuerzahler bis Ende 2024 um fast 43 Milliarden Euro entlasten soll, so Finanzminister Olaf Scholz.

Steuersenkungen ab 2021: Das ändert sich

Zum 1. Januar 2021 erhöht die Bundesregierung den steuerlichen Grundfreibetrag von 9408 auf 9696 Euro, berichtet das  Handelsblatt. Wer also im kommenden Jahr weniger als 9696 Euro verdient, ist von jeglicher Einkommensteuerpflicht befreit, da der Grundfreibetrag dem steuerfreien Existenzminimum entspricht. 

Außerdem steigt die Grenze für den Spitzensteuersatz. Bisher mussten Verdiener ab einem Einkommen von 57.052 Euro jährlich 42 Prozent ihres Gehalts versteuern. Diese Grenze wird nun auf 57.919 Euro angehoben.

Die Schwelle für den Reichensteuersatz von 45 Prozent wird ebenfalls angehoben. Bisher lag die Grenze bei 270.501 Euro. Ab 2021 ist die Reichensteuer bei einem Verdienst von 274.613 Euro fällig.

Mit den Steuersenkungen möchte die Bundesregierung der sogenannten "kalten Progression" entgegenwirken. Unter dem Begriff versteht man das Phänomen, dass einem Arbeitnehmer aufgrund von höheren Steuertarifs und Inflation kaum etwas von seinem Gehaltsplus übrig bleibt. Die Steuersenkungen sollen am 29. Juli vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Mehr Kindergeld: So steigen die Auszahlungen

Neben den Steuersenkungen widmete sich das Bundesfinanzministerium auch dem Thema Kindergeld. Dort sollen ab 2021 ebenfalls finanzielle Änderungen stattfinden. So wird ab dem 1. Januar des nächsten Jahres der Kindergeldsatz um 15 Euro pro Kind erhöht. 

  • Ein Kind: 219 Euro statt 204 Euro
  • Zwei Kinder: 438 Euro statt 430 Euro
  • Drei Kinder: 663 Euro statt 618 Euro
  • Vier Kinder: 913 Euro statt 853 Euro

"Gleichzeitig steigt der steuerliche Kinderfreibetrag entsprechend", heißt es im Gesetzesentwurf.

Ab 2021 sollen sich außerdem die Auszahlungen für Hartz-IV-Empfänger erhöhen. Hier erfahren Sie, was sich ab dem nächsten Jahr ändert.

aa