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Vebrauchertest

Senf-Test mit erschreckenden Ergebnisse: Glyphosat in vielen Sorten

Öko-Test hat in seiner Juni-Ausgabe verschiedene Senf-Sorten der Kategorie mittelscharf getestet. Das Fazit fällt gemischt aus: Zwar überzeugten alle 20 untersuchten Produkte im Geschmackstest. Allerdings fanden sich in mehr als der Hälfte von ihnen auch Spuren des potenziell krebserregenden Pflanzenschutzmittels Glyphosat.
Erschreckende Ergebnisse im Senf-Test: Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat in mehreren untersuchten Senf-Sorten Spuren von Glyphosat entdeckt. Das Pflanzenschutzmittel steht im Verdacht krebserregend zu sein. Shutterbug75/pixabay.com
  • Öko-Test hat 20 verschiedene, mittelscharfe Senf-Sorten getestet
  • Erschreckend: Viele der Sorten wiesen Spuren von Glyphosat auf
  • 9 Produkte erhalten die Note "sehr gut"

Die Grillsaison ist offiziell eröffnet. Damit Ihr Grillabend sicher zum Erfolg wird, sollten Sie diese Fehler unbedingt kennen - und vermeiden. Und was passt besser zu den leckeren Würstchen, Steaks und Salaten als Senf? Aus diesem Grund hat das Verbraucherportal Öko-Test 20 verschiedene mittelscharfe Senf-Sorten auf Herz und Nieren getestet. Die Ergebnisse sind überraschend! Lesen Sie bei uns, welche Produkte die Testsieger sind und welche nur die Note "befriedigend" erhalten haben. Saftiges Fleisch und knackiges Gemüse: Diese grundlegenden Fehler machen viele Grillfans.

Senf im Öko-Test: Spuren von Glyphosat in vielen Produkten

Die gute Nachricht gleich vorweg: Geschmacklich haben alle Senf-Sorten überzeugt und auch in der Gesamtwertung ist kein Produkt durchgefallen. 

Doch leider wiesen mehr als der Hälfte der getesteten Sorten Spuren von Glyphosat auf. Glyphosat ist ein Mittel, das in der Landwirtschaft zur Unkrautbekämpfung eingesetzt wird und immer wieder in der Kritik steht.

Es wird von der Internationalen Krebsforschungsagentur seit 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft wird und auch die Verbraucherzentrale schreibt, dass "der Wirkstoff (…) das Erbgut schädigen“ kann. Lediglich die Bio-Sorten waren frei von Glyphosat. 

Problemstoff, Aromen, geringer Senfanteil: Drei Produkte erhielten die Note "befriedigend"

Neben Glyphosat wurde in allen getesteten Senf-Sorten der noch „wenig bekannte Problemstoff (…) Bisphenol F" nachgewiesen. „Erste Hinweise deuten darauf hin, dass auch Bisphenol F auf das Hormonsystem wirkt.“ Doch hier können wir Sie gleich beruhigen: Die Menge des Stoffes war in den meisten Sorten so gering, dass der Öko-Test sie als "unproblematisch" eingestuft hat. Einzig der Kania Delikatess Senf von Lidl wies einen erhöhten Wert auf und wurde deshalb nur als "befriedigend" bewertet. 

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Das Schlusslicht bildet dieser Senf mit den beiden mittelscharfen Sorten der Firmen Bautz'ner und K-Classic. Der Senf von Bautz'ner wurde schlecht bewertet, da er seinen Geschmack nicht nur durch herkömmliche Gewürze, sondern durch sogenannte natürliche Aromen bekommt: "Diese dürfen zum Beispiel mithilfe von Mikroorganismen erzeugt werden. Das ist gesundheitlich nicht bedenklich. (...) Ein guter Senf sollte seinen Geschmack unserer Meinung nach aber vor allem aus Senfkörnern und Gewürzen erhalten," sagt Meike Rix, Mitarbeiterin des Öko-Tests.

Der Senf von K-Classic, der Eigenmarke von Kaufland, wurde hingegen schlechter als seine Mitstreiter bewertet, da in dem Produkt ein zu geringer Senfanteil nachgewiesen wurde. Hierfür gibt es eine Branchenrichtlinie, die nicht eingehalten wurde. 

"Sehr gute" Senf-Sorten: Das sind die Testsieger

Neun der insgesamt 20 getesteten Sorten erhielten die Note "sehr gut." Hier können Sie also problemlos zugreifen!

Das komplette Testergebnis finden Sie auf der offiziellen Website von Öko-Test.

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