Viele Menschen greifen täglich zu Nahrungsergänzungsmitteln. Besonders Omega-3-Fettsäuren gelten als sinnvoll für Herz, Gehirn und Sehkraft. Häufig stammen sie aber aus einem Rohstoff, der zunehmend unter Druck steht. Der Drogerie-Riese dm reagiert nun - und nimmt entsprechende Produkte aus dem Sortiment.

Krill ist winzig, aber für das Ökosystem der Meere unverzichtbar. Die kleinen Krebstiere ernähren Wale, Pinguine und Robben - und binden dabei jedes Jahr Millionen Tonnen Kohlenstoff. Doch die massenhafte Befischung für Nahrungsergänzungsmittel gefährdet dieses Gleichgewicht. Greenpeace warnt seit Jahren vor einem Kollaps des antarktischen Ökosystems, sollte der Rückgang nicht gestoppt werden.

Kein Krillöl mehr bei dm - Drogerie-Kette zieht Reißleine

Die Drogerie-Kette dm hat Konsequenzen gezogen. Gegenüber der Umweltorganisation Sea Shepherd teilte das Unternehmen schriftlich mit, dass bereits im vergangenen Jahr beschlossen worden sei, Krillöl aus Eigenmarkenprodukten zu streichen. Auch Produkte anderer Hersteller würden aus dem Sortiment genommen und derzeit abverkauft. 

Öffentlich machte dm diesen Schritt nicht. Eine Pressemitteilung oder Kampagne blieb aus - obwohl dm in der Vergangenheit immer wieder laut für seine Positionen eintrat. Stattdessen begründete das Unternehmen die Entscheidung auf Nachfrage vor allem wirtschaftlich: Produkte müssten sich auf begrenzter Regalfläche behaupten. Pflanzliche Alternativen seien gefragter, daher sei die Auslistung eine "logische Schlussfolgerung". Ergänzend hieß es, auch ökologisch ergebe der Schritt Sinn. Bei Deutschlands umsatzstärkster Drogerie-Kette findet sich Krillöl im beliebten Nahrungsergänzungsmittel "Mivolis Premium Omega-3 Krillöl".

Ist Algenöl genauso gut?

Omega-3-Fettsäuren sind für den Körper wichtig. Sie unterstützen unter anderem die normale Herzfunktion, wirken entzündungshemmend und spielen eine Rolle für die Gehirnentwicklung, weist unter anderem die Verbraucherzentrale hin. Besonders relevant seien die Fettsäuren EPA und DHA, die klassisch in Fisch- und Krillöl vorkommen.

Krillöl wird oft als hochwertiger beworben, weil die Fettsäuren hier in einer speziellen Form vorliegen, die der Körper gut aufnehmen kann. Zudem enthält es Antioxidantien - diese unterstützen die langfristige Zellgesundheit. Laut Verbraucherzentrale gelten pflanzliche Alternativen wie Algenöl als geeigneter Ersatz, insbesondere wenn Fisch oder Fischöl nicht konsumiert werden. Sie liefern DHA und APA - also genau die Fettsäuren, auf die es ankommt. 

Leinöl, Chia oder Walnüsse enthalten hingegen vor allem die Fettsäure ALA, das der Körper erst umwandeln muss. Diese Umwandlung ist begrenzt, weshalb Algenöl als die effektivste pflanzliche Option gilt. Unterm Strich gilt: Für die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sind Krillölkapseln nicht notwendig. Fischöl oder Algenöl können den Bedarf ebenso decken. Das bestätigen Analysen im Auftrag von Greenpeace, die keine gesundheitliche Notwendigkeit für Krill sehen.

Seit Kurzem testet dm in ausgewählten Filialen Gesundheitsangebote wie Haut- und Blutanalysen sowie Augenscreenings, was bei Arztverbänden auf Kritik stieß.

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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