Wer eine Photovoltaikanlage (PV) installiert, verfolgt meist das Ziel, Stromkosten zu senken und unabhängiger vom Energiemarkt zu werden. Gerade angesichts schwankender Strompreise zahlt sich eine eigene Solaranlage immer mehr aus: Je größer der Unterschied zwischen selbst erzeugtem Solarstrom und teurem Netzstrom, desto höher die Ersparnis. Trotz Strompreisbremse liegen die Kosten für Haushaltsstrom weiterhin deutlich über dem Niveau vergangener Jahre.
Bevor du investierst, solltest du prüfen, ob dein Dach für eine PV-Anlage geeignet ist und welches Potenzial an Solarertrag besteht. Dabei spielen Ausrichtung und Neigung eine zentrale Rolle – egal, ob Südausrichtung oder Ost-West-Kombination. Wir zeigen, worauf es bei der Planung ankommt und in welcher Konstellation deine Solaranlage am effektivsten arbeitet.
Photovoltaikanlage: Tabelle zeigt, wie viel Ertrag mit welchem Neigungswinkeln drin ist
Grundsätzlich gilt: PV-Anlagen erzeugen die höchsten Erträge, wenn das Sonnenlicht senkrecht (im Winkel von 90 Grad) auf die Solarmodule trifft. Das heißt dein Dach sollte im optimalen Fall eine Neigung von 90 Grad zur Sonne aufweisen. Die Sonne verändert im Tages- bzw. Jahresverlauf jedoch ihren Stand und die PV-Module sind fest montiert. Daher wird in der Regel der Neigungswinkel gewählt, der im Jahresdurchschnitt der optimalen Dachneigung am nächsten kommt.
In Deutschland ist dies eine Dachneigung zwischen 30 und 35 Grad – so erzielst du die besten Solarerträge. Sprich: Schrägdächer sind am besten für PV geeignet. Das heißt aber nicht, dass nicht auch auf einem Flachdach eine gute Solarernte möglich ist – mithilfe von Aufständerung der Paneele etwa. Keine Angst: Die Abweichung von der optimalen Neigung verursacht oft nur geringe Ertragseinbußen. Eine Anlage, die nach Süden ausgerichtet ist, erzielt auch bei einer Neigung von 10 bzw. 60 Grad noch über 90 Prozent des maximal möglichen Ertrags.
Die Neigungswinkeltabelle für PV zeigt, welche Dachneigung und Ausrichtung die besten Erträge erzielen – sie ist wichtig bei der Planung und der Schlüssel zur Ertragsmaximierung. Die bloße Tabelle ist weniger ansprechend, weshalb uns die Profis von Solaranlagen-Portal.com das folgende Schaubild zur Verfügung gestellt haben. Liegt die Neigung deines Dachs und die Ausrichtung im grünen Bereich, so kannst du dich über besonders hohe Solarerträge freuen – die Tabelle zeigt, was dein Dach abwirft:
Unterschiedliche Neigungen im Winter und Sommer: Faustformel für effektive Zone
Ferner gibt es Unterschiede zwischen Winter und Sommer. Da die Sonne im Winter tiefer am Himmel steht, sorgt hier ein höherer Neigungswinkel für bessere Erträge. Im Sommer hingegen steht sie höher, weshalb sich ein geringere Neigung positiv auswirkt. Als Faustformel für die Berechnung des optimalen Winkels – sozusagen die ideale Zone für den Betrieb – gilt: Addiere 15 Grad zu deinem Breitengrad (Winter) bzw. ziehe 15 Grad von deinem Breitengrad ab (Sommer).
Am Beispiel Nürnberg, das auf dem 49. Breitengrad liegt, beträgt der optimale Neigungswinkel im Winter 49 + 15 = 64 Grad und im Sommer 49 - 15 = 34 Grad. In dieser Zone arbeitet die PV-Anlage am effektivsten.
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Montage der Solarmodule – aber ohne Verschattungen
Wenn Schatten auf PV-Module fällt, ist nur noch diffuses Licht verfügbar – mit deutlich reduzierter Intensität. Das verringert die Chance, den maximalen Ertrag zu generieren, deutlich. Hinsichtlich der Verschattung einer PV-Anlage, die sich stark ertragsmindernd auswirkt, sollte schon während der Planungsphase optimiert werden. Bäume, Hügel oder angrenzende Gebäude werfen ebenso Schatten aufs Dach wie Gauben, Schornstein oder Satellitenschüsseln.
Solaranlage betreiben: Drei Tipps zur Optimierung der Solarerträge
Du bist bereits Besitzer einer PV-Anlage oder planst die Anschaffung – diese Tipps solltest du neben Ausrichtung, Verschattung & Co. beherzigen:
Tipp #1: Eigenverbrauch mit Stromspeicher erhöhen
Insbesondere bei hohen Strompreisen kann sich die Anschaffung eines Speichers lohnen. Maßgeblich für die Rendite deiner PV-Anlage ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch. Im Januar 2024 kostet eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz laut dem Verbraucherportal Verivox rund 33 Cent. Dagegen sind die Gestehungskosten für eine Kilowattstunde selbst erzeugten Stroms mit rund 8 Cent sehr gering. Je höher die Differenz, desto mehr lohnt sich eine PV.
Deine Solaranlage erzeugt in den Mittagstunden deutlich mehr Energie, als du benötigst. Daher lohnt es sich, diese überschüssige Energie zu speichern, um sie dann am Abend nutzen zu können. So lässt sich mit einem korrekt ausgelegten Speicher der Eigenverbrauch – im Vergleich zum Betrieb ohne Speicher – um etwa 60 bis 80 Prozent steigern und du sparst umso kräftiger, da du weniger teuren Strom aus dem Netz dazukaufen musst. PV-Betriebe aus deiner Nähe beraten dich gerne individuell – finde schnell & einfach passende Ansprechpartner über Solaranlagen-Portal.com*.
Tipp #2: Einsatz von Leistungsoptimierer zur Ertragsmaximierung
Ein PV-Leistungsoptimierer überwacht und optimiert die Leistung deiner Solaranlage. Er sorgt dafür, dass die einzelnen Solarmodule jeweils ihren Maximum Power Point (MPP) erreichen – den Punkt, an dem sie ihre maximale Leistung erzielen. Da jedes Modul aufgrund verschiedener Positionen auf dem Dach einen anderen MPP hat und dieser sich mit dem Lauf der Sonne ständig verändert, ist seine Überwachung sehr sinnvoll.
Besonders lohnt sich ein Leistungsoptimierer, wenn die Installationsbedingungen deiner Solaranlage weniger optimal sind. Gibt es stärkere Verschattungen, unterscheiden sich die Modultypen oder sind die Module unterschiedlich stark geneigt, hilft er, die maximale Leistung aus jedem einzelnen Modul herauszuholen. Auf diese Weise lässt sich der Ertrag deiner PV um bis zu 25 Prozent steigern.
Hier bis zu 5 Angebote für dein PV-Projekt anfragenTipp #3: Regelmäßige Reinigung der PV-Module
Verschmutzungen auf der Oberfläche von PV-Modulen mindern grundsätzlich den Stromertrag. Daher ist bei bestimmten Neigungswinkeln eine regelmäßige Reinigung notwendig. Das gilt vor allem, wenn der Neigungswinkel sehr gering ist oder wenn das Modul parallel zum Boden montiert wurde. Dann bleiben Verschmutzungen auf der Modulfläche liegen und haben keine Möglichkeit, mit Niederschlägen abgespült zu werden. Hier gilt: Kleiner Aufwand, große Wirkung.EEG-Vergütung 2025: Das gilt für neue PV-Anlagen
Ab August 2025 gelten für neue Photovoltaikanlagen gestaffelte Vergütungssätze, die bis Januar 2026 festgeschrieben sind und für 20 Jahre gezahlt werden. Für Anlagen bis 10 kWp gibt es 7,86 Cent/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,47 Cent/kWh (Volleinspeisung). Größere Anlagen erhalten geringere Sätze: Bis 40 kWp 6,80 bzw. 10,45 Cent/kWh, bis 100 kWp 5,56 bzw. 10,45 Cent/kWh.
Neu 2025: Die Direktvermarktungspflicht gilt ab 25 kW. Bei negativen Börsenstrompreisen entfällt die Vergütung temporär, die Förderdauer verlängert sich entsprechend. Erträge aus der Einspeisung bleiben steuerfrei.
Solaranlage anschaffen: So findest du Fachbetriebe mit freien Kapazitäten
Die DAA unterstützt dich dabei, geeignete Fachbetriebe aus deiner Region zu finden, die dich individuell beraten und dir konkrete Angebote für deine eigene Solaranlage machen.
So funktioniert der Service von DAA – Schritt für Schritt:
- Fülle als erstes kostenfrei das Kontaktformular* aus, das dauert nur wenige Minuten. Damit liegen DAA die Eckdaten vor, um passende Betriebe zu finden, die freie Kapazitäten haben.
- Um offene Fragen zu klären, wirst du ggf. nach der Abgabe deiner Anfrage von einem DAA-Mitarbeiter angerufen. Auf Basis deiner Informationen und nach deiner ausdrücklichen Einwilligung startet DAA daraufhin sofort eine Abfrage bei den passenden Betrieben mit freien Kapazitäten, die bei dir in der Region aktiv sind.
- Hat DAA passende Fachbetriebe mit freien Kapazitäten gefunden, melden diese sich bei dir direkt, um z. B. einen Beratungs- oder Vororttermin für die Angebotserstellung zu vereinbaren.
Mit Solaranlagen-Portal.com zur eigenen PV-Anlage – diese Erfahrungen haben Google-Nutzer gemacht:
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