Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kommt in einem aktuellen Bericht zu dem Schluss, dass von Getränkeflaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) keine nachweisbaren Gesundheitsrisiken ausgehen.
Ein häufiges Anliegen von Verbrauchern ist demnach die Frage, ob hormonähnliche Substanzen aus PET-Flaschen in Getränke übergehen. Das BfR verweist hierzu auf Studien mit Schnecken und Zellkulturen, bei denen in einigen Fällen eine östrogene Aktivität in Mineralwasser nachgewiesen wurde.
Östrogene Wirkung im Flaschenwasser? Bundesinstitut klärt auf
Diese sei jedoch laut BfR "circa 10.000-fach geringer als die natürliche östrogene Aktivität von Getränken wie Milch, Bier oder Rotwein". Zudem zeige der Vergleich zwischen Wasser aus PET- und Glasflaschen keinen Unterschied. Chemische Analysen hätten bislang keine Substanzen nachgewiesen, die eine östrogene Aktivität erklären könnten. Bei der Herstellung von PET können laut BfR Antimonverbindungen als Katalysator eingesetzt werden.
In Mineralwasser wurden Konzentrationen von bis zu zwei Mikrogramm pro Liter nachgewiesen - dies liege aber weit unterhalb des gesetzlichen EU-Grenzwerts von 40 Mikrogramm pro Kilogramm Lebensmittel. Weichmacher aus der Gruppe der Orthophthalate würden zur Herstellung von PET-Flaschen nicht eingesetzt, stellt das BfR klar. Der ähnlich klingende Kunststoffname führe in der öffentlichen Wahrnehmung häufig zu Verwechslungen.
Auch Bisphenol A - eine Substanz mit östrogenähnlicher Wirkung - werde für die Herstellung von PET-Flaschen nicht verwendet. In recycelten PET-Flaschen seien zwar in einigen Fällen geringe Mengen als Verunreinigung nachgewiesen worden, die abgegebenen Mengen "unterschreiten jedoch die vom BfR abgeleitete tolerierbare tägliche Aufnahmemenge für Bisphenol A sehr deutlich."
Wasser schmeckt in Plastikflaschen anders - der Grund ist simpel
Bei der Herstellung und Lagerung von PET-Flaschen entsteht demnach der Stoff Acetaldehyd, der bereits in sehr kleinen Mengen als süßlich-fruchtiger Geschmack wahrnehmbar ist - vor allem in Mineralwasser. Der EU-Grenzwert liegt bei 6 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel. Das BfR hält fest, dass "bis zu diesem Grenzwert keine Anhaltspunkte für gesundheitliche Beeinträchtigungen" bestehen – auch wenn der Stoff sensorisch schon bei einem Hundertstel dieser Menge wahrnehmbar sei.
Einen unangenehmen Acetaldehydgeschmack müssen Verbraucherinnen und Verbraucher laut BfR jedoch nicht akzeptieren: Er gehe "in der Regel an technischen Mängeln bei der Herstellung der Flaschen" zurück, stelle einen Qualitätsmangel dar und sei nach geltenden Vorschriften nicht erlaubt. Betroffene Getränke könnten zurückgegeben werden.
2021 hatte eine erschreckende Studie der Universität Bayreuth gezeigt, dass Weichmacher wichtige Hirnfunktionen des Menschen beeinträchtigen. Ganze 83 Prozent der Deutschen sind mit dem Hormongift BPA belastet, woran aber offensichtlich nicht PET‑Flaschen schuld sind. Eine Studie legt allerdings nahe, dass das Trinken aus Plastikflaschen einen negativen Effekt auf den Blutdruck haben könnte - möglicherweise liegt dies am Mikroplastik.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
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