Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli vollzieht eine bemerkenswerte Kehrtwende am deutschen Markt. Als erstes großes Markenunternehmen der Branche reduziert der Konzern nun seine Verkaufspreise, wie die Lebensmittelzeitung (LZ) berichtet. Bereits Anfang Februar hatten Aldi und Lidl die Preise für die süße Sünde gesenkt.

Die unverbindliche Preisempfehlung für die 100-Gramm-Tafel der Classics-Reihe fällt von 2,69 Euro auf 2,19 Euro. Laut LZ-Informationen plant das Unternehmen weitere Preisanpassungen im Jahresverlauf. Auch das Weihnachtssortiment soll davon betroffen sein – der 200-Gramm-Weihnachtsmann wird voraussichtlich von 8,99 Euro auf 7,99 Euro verbilligt, so die LZ. Erst jetzt zu Ostern hatte ein Supermarkt den Lindt-Osterhasen aus Protest gegen die hohen Preise komplett verbannt.

Absatz bei Lindt laut Bericht stark eingebrochen - jetzt reagiert der Schoko-Gigant 

 "Wir sind für 2026 komplett mit Kakao eingedeckt und erwägen daher, Preisanpassungen in 2027 vorzunehmen. In Deutschland werden wir punktuell dieses Jahr schon Preisanpassungen vornehmen", erklärt das Unternehmen gegenüber der Fachzeitung. Der Kurswechsel folgt auf erhebliche Mengenverluste, heißt es. Nachdem der Konzern seine Produkte in den vergangenen vier Jahren um insgesamt 40 Prozent verteuert hatte – allein 2025 um 19 Prozent –, brach der Absatz weltweit um 6,6 Prozent ein, berichtet die LZ.

In Deutschland fiel der Rückgang mit über 15 Prozent nach Marktforschungsdaten besonders heftig aus. Mit einem Umsatz von umgerechnet 937 Millionen Euro im Jahr 2025 ist Deutschland demzufolge für Lindt der zweitgrößte Markt nach den USA. Der Konzern stehe im rund 9 Milliarden Euro schweren deutschen Schokoladenmarkt im Wettbewerb mit Ferrero, Mondelez (Milka), Mars, Storck und Ritter.

Die nun verbilligten Classics-Tafeln wurden laut LZ vor über zwei Jahren als Einstiegsprodukt für preisbewusstere Käufer eingeführt. Wie die LZ berichtet, bot der Hersteller Händlern bereits vor Ostern an, Rabatte teilweise zu übernehmen. Von der LZ  befragte Kaufleute von Edeka und Rewe gaben an, trotz Preisnachlässen hohe Abschriften verzeichnet zu haben. Marktkenner sehen die bevorstehenden Verhandlungen für das Weihnachtsgeschäft als kritisch an. Das Jahr 2026 startete für Lindt mit guten und schlechten Nachrichten: Einerseits konnte das Unternehmen 2025 deutlich mehr Gewinn verbuchen, andererseits fuhr der Konzern in Frankreich kürzlich eine Gerichtsniederlage ein. 

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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