Ein weiteres Traditionsunternehmen hat es nicht durch die Krise geschafft: Die Bäckereikette Kayser aus Neuenrade im Märkischen Kreis hat zum zweiten Mal binnen zwei Jahren Insolvenz angemeldet. Wie der WDR berichtet, mussten jetzt zum 1. März 2026 sämtliche 14 Filialen ihre Türen schließen. 120 Beschäftigte verloren dadurch ihre Arbeitsplätze.
Der Pressesprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Feldmann, erklärte gegenüber dem Rundfunk die Hintergründe der Geschäftsaufgabe. "Wider Erwarten hat sich trotz intensiver Suche leider kein Investor gefunden, der bereit gewesen wäre, den Geschäftsbetrieb zu übernehmen", wird er zitiert. "Alle Bemühungen, für das Unternehmen und die Arbeitsplätze eine dauerhaft wirtschaftlich tragfähige Struktur zu schaffen, haben damit nicht zum Erfolg geführt."
1890 gegründet: Bäckerei Kayser ist insolvent - so sind die Perspektiven der Mitarbeiter
Der Geschäftsbetrieb wurde demnach eingestellt, die Mitarbeiter freigestellt. Das Unternehmen blickte auf eine lange Geschichte zurück. Laut eigenen Angaben auf der Homepage versorgte die Bäckerei Kayser seit 1890 die Region mit Backwaren. Bereits vor etwa zwei Jahren war das Traditionsunternehmen erstmals zahlungsunfähig geworden. Ein Neuanfang unter dem Namen "Kayser 3" sollte die Fortführung ermöglichen, scheiterte jedoch nun endgültig, so der WDR.
Eine Vertreterin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten kritisierte nach Angaben des Senders die verpasste Gelegenheit und verwies auf veraltete Betriebsausstattung als mögliche Ursache. Für die 120 Angestellten sieht die Gewerkschaft dem Bericht zufolge optimistische Perspektiven: Andere Bäckereiunternehmen, der Einzelhandel sowie die Gastronomiebranche suchen aktuell dringend Personal.
Eine ungewöhnliche Randnotiz der Abwicklung: In Lüdenscheid bleiben laut Bild zwei Standorte im März vorübergehend geöffnet, um noch vorhandene Lagerbestände abzuverkaufen. Auch in Oberfranken muss aktuell eine geschichtsträchtige Bäckerei um ihre Zukunft bangen.
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