Ein Dönerimbiss in Neuss (Nordrhein-Westfalen) hat Anfang Januar den Preis für einen Döner von 8,50 Euro auf zehn Euro angehoben. Wie die Grevenbroicher Zeitung berichtet, sieht Betreiber Akif Ayar von Oğuz Döner in den massiv gestiegenen Beschaffungskosten keinen anderen Ausweg. Laut dem Imbissbetreiber haben sich die Kosten für sämtliche Zutaten erheblich erhöht.
"Es ist unnormal, wie die Kosten nach oben gehen", zitiert ihn die Zeitung. Besonders gravierend sei die Entwicklung bei Fleisch: Während Ayar vor zwei Jahren noch 6,50 Euro pro Kilogramm zahlte, werden mittlerweile 14,90 Euro fällig – eine Steigerung um mehr als 129 Prozent. Bereits vor einem Jahr hatten Branchenexperten diese Entwicklung prophezeit - die Erzeugerpreise für Kuh- und Jungbullenfleisch waren jeweils um etwa 15 bis 20 Prozent gestiegen.
"Hätte Qualität nicht halten können": Döner-Chef erklärt Preiserhöhung auf zehn Euro
Der Unterschied zu industriell gefertigten Produkten sei dabei beträchtlich. Fertig bezogene Drehspieße sind der Zeitung zufolge deutlich günstiger und kosten zwischen 4,50 und sieben Euro pro Kilogramm. Ayar verzichtet dennoch bewusst auf diese kostensparende Alternative. Die Entscheidung für die Preiserhöhung begründet der Imbissinhaber mit seinem Qualitätsanspruch. "Ich hätte meine Qualität nicht halten können, wenn ich den Preis nicht erhöht hätte", wird er von der Grevenbroicher Zeitung zitiert. Die eigene Herstellung des Drehspießes sei ihm wichtig.
Während ein vegetarischer Salattasche bei Oğuz Döner sechs Euro kostet und die Variante mit Falafel sieben Euro, schlägt der Fleischdöner mit zehn Euro zu Buche. Obwohl seit Jahresbeginn der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf alle Speisen in der Gastronomie gilt, reicht diese Maßnahme nicht aus, um die Kostensteigerungen aufzufangen. Wie Ayar gegenüber der Grevenbroicher Zeitung erklärt, seien neben den Lebensmitteln auch die Energiekosten und Personalausgaben gestiegen: "Es ist alles teurer geworden – vom Gas über Strom bis hin zum Personal."
Die Resonanz auf die Preiserhöhung fiel unterschiedlich aus. Vereinzelt hätten Kunden mit Unverständnis reagiert, berichtet die Grevenbroicher Zeitung. "Sie sagten, der Preis ist 'frech'", so Ayar. Solche negativen Reaktionen seien jedoch Ausnahmen geblieben. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte bereits im Sommer 2024 mit Augenzwinkern eine Dönerpreisbremse gefordert. Seitdem sind die Preise allerdings weiter in die Höhe geschossen.
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