Wer im Supermarkt oder Discounter einkauft, greift immer häufiger zu Eigenmarken. Die günstigen Alternativen zu bekannten Markenprodukten erfreuen sich wachsender Beliebtheit - und das nicht nur bei preisbewussten Kunden.

Doch was viele nicht wissen: Hinter zahlreichen Eigenmarken stecken dieselben Hersteller wie bei den teuren Originalen. Ein Test des Magazins Finanztip zeigt, welche Lidl-Produkte von Markenherstellern stammen - und wie viel Geld sich damit sparen lässt.

Eigenmarken boomen: Über die Hälfte der Deutschen kauft bevorzugt No-Name-Produkte

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 52 Prozent der Deutschen kaufen überwiegend oder ausschließlich Eigenmarken, wie Finanztip berichtet. Das seien neun Prozent mehr als im Vorjahr. Auch Menschen mit höherem Einkommen würden immer häufiger zu den günstigen Alternativen greifen - nicht nur wegen des Preises, sondern auch wegen Qualität und Nachhaltigkeit.

Bio-Eigenmarken seien laut dem Bericht etwa 30 bis 50 Prozent günstiger als entsprechende Markenprodukte. Laut der GfK machten Eigenmarken mittlerweile 45 Prozent des Umsatzes bei Lebensmitteln aus. Es sei absehbar, dass sie bald genauso oft gekauft würden wie Markenprodukte. Doch sind Discounter wirklich billiger als Supermärkte? Eine Analyse kam zu überraschenden Ergebnissen.

Finanztip hat fünf Lidl-Eigenmarken unter die Lupe genommen und mit den entsprechenden Markenprodukten verglichen. Das Ergebnis: Bei allen fünf Produkten steckt derselbe Hersteller dahinter.

Ültje, Prinzenrolle & Co: Diese Produkte schmecken beim Discounter fast gleich 

Die größte Ersparnis bieten demnach die Alesto-Erdnüsse. 200 Gramm kosten nur 0,99 Euro - während 180 Gramm Ültje-Erdnüsse 2,49 Euro kosten. Beide stammen vom Hersteller Intersnack. Die Ersparnis betrage 64 Prozent bei nahezu identischen Inhaltsstoffen. Auch bei Snack-Day-Chips mit Paprikageschmack (Hersteller: Lorenz Bahlsen wie Crunchips), Milbona-Butterkäse (Hersteller: Molkerei Ammerland wie bei Buttjer von Milram), Solevita-Apfelsaft (Hersteller: Pfanner) und Sunday Biscuits (Hersteller: Griesson de Beukelaer wie bei Prinzenrolle) würden Kunden kräftig sparen - bei vergleichbarer Qualität.

Im Blindtest von Finanztip schnitten die Eigenmarken erstaunlich gut ab. Bei den Schokokeksen hatte der Tester keinen Unterschied zwischen Prinzenrolle und Sunday Biscuits geschmeckt. Bei den Paprika-Chips hätten ihm sogar die Lidl-Chips besser geschmeckt als das Markenprodukt von Lorenz. Lediglich bei Apfelsaft und Erdnüssen hatte der Tester eine leichte Präferenz für die Markenprodukte - der Unterschied sei aber minimal.

Experten schätzen demnach, dass eine Familie durch den Umstieg auf Eigenmarken mehrere hundert Euro im Jahr sparen könne. Unterdessen sorgen die gestiegenen Preise auch für Konflikte zwischen Händlern und Markenherstellern - etwa beim Thema Schokolade.

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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