• Öko-Test: 50 reichhaltige Gesichtscremes im Test
  • Nur elf Cremes sind "sehr gut"
  • 7 Cremes fallen durch: unter anderem wegen kritischen Konservierungs- und Duftstoffen
  • Anti-Falten-Cremes: Wirkung nicht belegbar

Der Winter ist die Zeit der Gesichtscremes, da unsere Haut sowohl mit trockener Heizungsluft als auch mit den niedrigen Temperaturen draußen zurechtkommen muss. Öko-Test nimmt in der Februar-Ausgabe 50 Gesichtscremes unter die Lupe und ist nur mit wenigen sehr zufrieden: lediglich elf der Cremes erhalten die Bestnote "sehr gut", sieben der Cremes sind nicht zu empfehlen.

Gesichtscremes bei Öko-Test: Nur 11 von 50 sind "sehr gut" 

Viele der Cremes im Test überzeugen - einige solltest du allerdings besser nicht an deine Haut lassen. Unterteilt wurden die Cremes im Test in Gesichtscremes mit Wirkversprechen, sowie in zertifizierte Naturkosmetik und in ganz gewöhnliche Gesichtscremes. Die schlechte Bewertung bei vielen der Cremes liegt nicht nur an deren Inhaltsstoffen, sondern auch an einer Wirksamkeit, die von den Herstellern zwar versprochen wird, laut den Testern aber einen Beleg schuldig bleibt.

Als absolutes Schlusslicht der getesteten reichhaltigen Gesichtcremes beschreibt Öko-Test die Creme von Mouson. Insgesamt erhält diese Creme 16 Notenabzüge und bekommt somit die Note "ungenügend". Ebenfalls ungenügend sind die Cremes von Hormocenta, Böttger, Eucerin, Neutrogena und Olay. Diese enthalten kritische Inhaltsstoffe, unter anderem konnte Formaldehyd nachgewiesen werden, was die Schleimhäute reizen und Allergien auslösen kann. 

Lese-Empfehlung: Welche Lippenpflege von Öko-Test empfohlen wird, erfährst du in unserem Artikel.

Kritische Inhaltsstoffe in vielen Gesichtscremes - zudem falsche Wirkversprechen

Sowohl in der Creme von Mouson als auch in der von Böttger stecken zudem die kritischen Konservierungsstoffe Butyl- bzw. Propylparaben, die möglicherweise wie Hormone auf den Körper wirken. Die Mouson-Creme enthält außerdem Galaxolid, einen künstlichen Moschusduft. Dieser kann über die Haut in den Körper diffundieren und sich dort im Fettgewebe anlagern.

Ebenfalls kritische Duftstoffe sind in den Cremes von Böttger und Hormocenta zu finden: Das enthaltene Lilial bewies sich in Tierversuchen bereits als fortpflanzungsschädigend - ab März dieses Jahres ist dieser Stoff in der kompletten EU verboten. Auch krebserregende Stoffe konnten im Test entdeckt werden: Die Cremes von Böttger, Hormocenta und Mouson enthalten Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die als potenziell krebserregend gelten.

Hinzu kommt, dass viele der Cremes mit Versprechen werben, deren Wahrheitsgehalt sich von den Herstellern nicht belegen lässt. Unter den Cremes im Test befanden sich viele, die als "Anti-Falten" oder "Anti-Age" deklariert sind - laut den Testern haben diese speziellen "Faltencremes" gegenüber den Cremes ohne Wirkversprechen jedoch keine Vorteile. Auch bezüglich der teilweise kritischen UV-Filter, die in einigen Cremes verwendet werden, hat Öko-Test einen Rat: Besser auf solche Cremes verzichten und stattdessen eine normale Sonnencreme über die Tagespflege auftragen.

Gesichtscremes bei Öko-Test: Das sind die besten Cremes

Immerhin elf der reichhaltigen Gesichtscremes im Test konnten Öko-Test  komplett überzeugen und bekamen die Bestnote "sehr gut" - darunter keine der Cremes mit einem Wirkversprechen.

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Besonders zertifizierte Naturkosemtik konnte im Test überzeugen: Alverde Tagescreme Bio-Wildrose Trockene Haut*, Blütezeit Intensivcreme Bio-Olivenöl und Bio-Jojobaöl, Dr. Hauschka Rosen-Tagescreme*, Dr. Scheller Distel und Chia Reichhaltige Pflege Tag*, Hej Organic Sensitive 24h Creme*, I+M Protect Nährende Creme reichhaltig*, Logona Age Protection festigende Tagescreme extra pflegend* und Martina Gebhardt Ginseng Cream Gesichtscreme* sind allesamt Naturkosmetik-Cremes, die Öko-Test für "sehr gut" hält.

Aber auch unter den "normalen" Gesichtscremes finden sich exzellente Produkte: die CV Cadea Vera Hydro 24H Intensiv Feuchtigkeitscreme sowie die Daytox Hyaluron Cream  LSF 20* und die Jean & Len reichhaltige 24H Gesichtscreme Mandel & Sheabutter* sind ebenfalls "sehr gut". Diese Cremes zeigen: Es müssen keine künstlichen Stoffe sein, um eine Creme "reichhaltig" und damit besonders pflegend zu machen - natürliche Öle tun es auch. Lese-Tipp: Wie du deine Haut im Winter richtig pflegst, erfährst du in unserem Artikel.

Fazit: Diese Cremes empfiehlt Öko-Test 

Öko-Test vergibt an lediglich elf von 50 getesteten reichhaltigen Cremes die Bestnote - hierbei überzeugt vor allem zertifizierte Naturkosmetik. Aber auch einige der "normalen" Gesichtscremes können voll überzeugen. Wer Cremes kauft, die eine "Anti-Aging"-Wirkung versprechen, kann genauso gut auf günstigere Cremes ohne Wirkversprechen umsteigen - denn die Hersteller der "Anti-Falten"-Cremes im Test bleiben einen Beweis für deren Wirksamkeit schuldig.

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Sechs der Cremes im Test sind nur "ungenügend", da sie eine Vielzahl an kritischen Inhaltsstoffe enthalten, so unter anderem MOAH, PEG-Verbindungen, problematische UV-Filter und künstliche Duftstoffe. Diese Stoffe stehen zum Teil im Verdacht, krebserregend zu sein, zum Teil werden künstliche Stoffe im Körper angereichert oder Allergien ausgelöst.

Den kompletten Artikel findest du kostenpflichtig auf der offiziellen Website von Öko-Test.

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