Photovoltaikanlagen und Balkonkraftwerke waren noch nie so erschwinglich wie heute. Während Eigenheimbesitzer vor 20 Jahren für eine 10-Kilowattpeak-Anlage noch gut 50.000 Euro oder mehr auf den Tisch legen mussten, liegt der Durchschnittspreis aktuell nur noch bei 15.000 bis 20.000 Euro. Der massive Boom bei PV- und Mini-Anlagen in den vergangenen Jahren hat die Preise immer weiter in den Keller getrieben – vor allem dank günstiger Solarmodule aus China.

Trotz Rekordzahl der installierten BKWs in Deutschland könnte diese Phase schon bald vorbei sein. Experten erwarten für 2026 erstmals seit langer Zeit wieder deutlich steigende Preise. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle: China streicht schrittweise wichtige Exportrabatte, und gleichzeitig ziehen die Preise für entscheidende Rohstoffe spürbar an.

Solaranlagen-Preise steigen erstmals wieder  China streicht Exportvergünstigungen

Der chinesische Staat hat jahrelang seine Solarindustrie massiv subventioniert und durch Exportvergünstigungen beim Export unterstützt. Diese Zeiten gehen nun zu Ende. Bereits im Dezember 2024 senkte Peking die Mehrwertsteuer-Exportrückerstattungen für Photovoltaik-Produkte von 13 auf 9 Prozent. Ab April 2026 werden diese Vergünstigungen vollständig gestrichen.

Die Folgen dieser Entscheidung werden auch deutsche Verbraucher zu spüren bekommen. "Allein die Abschaffung der Exportvergünstigungen wird den Modulpreis um rund zehn Prozent steigen lassen", erklärt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer des Energieversorgers 1Komma5°, in einer Pressemitteilung. Marktbeobachter rechnen damit, dass europäische Solarbetriebe deshalb im ersten Quartal 2026 noch größere Mengen bestellen werden, um von den letzten Rabatten zu profitieren. Die höheren Preise dürften dann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte beim Endverbraucher ankommen.

Für Batterieprodukte und Speicher gilt eine Übergangsfrist: Hier sinkt der Exportrabattsatz zwischen dem 1. April und dem 31. Dezember 2026 zunächst von neun auf sechs Prozent, bevor er zum 1. Januar 2027 komplett entfällt.

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Rohstoffpreise explodieren: Silber und Polysilizium werden zum Kostentreiber

Neben den wegfallenden chinesischen Exportrabatten verschärft sich der Kostendruck durch massiv gestiegene Rohstoffpreise. Besonders dramatisch ist die Entwicklung beim Silber: Der internationale Silberpreis überschritt im letzten Jahr die Marke von 70 US-Dollar je Unze und legte im Jahresverlauf um mehr als 130 Prozent zu. Zwar fällt der Silberpreis aktuell wieder drastisch, liegt jedoch immer noch über der 70 Dollar-Marke.  

Für die Solarindustrie ist das ein erhebliches Problem, denn Silber wird in großen Mengen für Silberpasten, Elektroden und Leiterbahnen in Solarzellen benötigt. Mittlerweile entfallen rund 15 Prozent der gesamten Modulkosten auf Silberpaste – mehr als auf Polysilizium. Auch wenn Silber nicht den größten Kostenblock darstellt, zählt es zu den volatilsten und zugleich schwer ersetzbaren Materialien.

Parallel dazu sind auch die Preise für Polysilizium deutlich gestiegen. In China haben mehrere Hersteller ihre Produktion gedrosselt, um ein Überangebot abzubauen. Infolgedessen stieg der Spotpreis im vergangenen Sommer um rund 30 Prozent. Aktuell liegt der Preis bei rund 6,39 Euro pro Kilogramm. Auch Glas und andere Vorprodukte verteuern sich seit September 2025 kontinuierlich. "In Kombination mit steigenden Rohstoffpreisen erwarten wir bei einzelnen Komponenten Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent", wird Jannik Schall zitiert.

Technische Fortschritte könnten Preisexplosion dämpfen

Während die Preise zwar steigen, darf man nicht außer Acht lassen, dass sich die Solartechnik weiterentwickelt. Moderne Solarmodule werden effizienter, widerstandsfähiger und leistungsstärker. Höhere Wirkungsgrade, robuste Glas-Glas-Konstruktionen und verbesserte Hagelschutzklassen prägen die nächste Modulgeneration.

Auch Batteriespeicher werden zunehmend leistungsfähiger und wirtschaftlicher, wodurch sich Solaranlagen und Mini-PVs trotz steigender Anschaffungskosten deutlich schneller amortisieren können. Gerade Balkonkraftwerke amortisieren sich heute binnen weniger Jahre und durch weitere technische Verbesserungen könnten die höheren Kaufpreise mittel- bis langfristig so die Experten ausgeglichen werden

Der Eigenverbrauch ist dabei der wichtigste wirtschaftliche Faktor: Bei aktuellen Strompreisen von rund 39 Cent pro Kilowattstunde aus dem Netz und Kosten von nur etwa 8 bis 12 Cent für selbst erzeugten Solarstrom ergibt sich eine Ersparnis von bis zu 31 Cent pro Kilowattstunde. Auch wenn die Experten optimistisch klingen, sie die Aussagen vorerst eher eine Möglichkeit und keine Garantie. Ob die höhere Leistungsfähigkeit die höheren Kosten ausgleicht, bleibt also abzuwarten.

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Fazit: Jetzt zugreifen, solange die Rekordtiefpreise noch gelten

Die Botschaft für Hausbesitzer und Interessenten ist eindeutig: Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Photovoltaikanlage oder eine Balkon-PV zuzulegen, sollte jetzt handeln. Die Preise befinden sich aktuell noch auf einem historischen Rekordtief, das voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2026 der Vergangenheit angehören wird.

Zwar werden Solaranlagen durch technische Fortschritte effizienter und die Speichertechnik verbessert sich kontinuierlich, doch die angekündigten Preissteigerungen von 10 bis 20 Prozent bei einzelnen Komponenten sind erheblich. Wer jetzt noch die günstigen Konditionen nutzt, spart nicht nur beim Kauf, sondern spart auch massiv in Sachen Stromkosten. So wurden in Deutschland knapp 64 Millionen Euro eingespart alleine durch PV- und Mini PV-Anlagen.

Die goldene Zeit der Rekordpreise für Solaranlagen wird voraussichtlich zu Ende gehen – aber wer schnell ist, kann sich die Vorteile noch sichern und langfristig von sauberer, selbst erzeugter Energie profitieren. Tipp: Nutze den PV-Anbietervergleich auf Solaranlangen-Portal.com*, um kostenlos und unverbindlich bis zu fünf Angebote von geprüften Solarfirmen einzuholen. 

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