Rabatte spielen für deutsche Verbraucher eine zentrale Rolle beim Einkauf. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 sind Preisaktionen für 79 Prozent der Konsumenten in Deutschland ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung. Ein Edeka-Markt hat deshalb mit einem respektlosen Verhalten von Kunden zu kämpfen.

Doch welche Produkte werden überhaupt rabattiert? Eine neue Untersuchung der Angebotsprospekte von Aldi, Lidl, Kaufland und Edeka über einen Zeitraum von drei Wochen bringt nun Licht ins Dunkel. Die Analyse, die vom Unternehmen Cerascreen durchgeführt wurde, zeigt ein klares Bild: Bestimmte Produktkategorien werden deutlich häufiger rabattiert als andere.

Die Top 5 der am häufigsten reduzierten Lebensmittelkategorien

  • Getränke: 330 Angebote, durchschnittlich 29 Prozent Rabatt
    • Softdrinks und Limonaden: 50 Angebote
    • Spirituosen: 45 Angebote
  • Milchprodukte und Käse: 187 Angebote, durchschnittlich 34 Prozent Rabatt
  • Süßwaren und Snacks: 161 Angebote, durchschnittlich 31 Prozent Rabatt
    • Klassische Schokolade: 55 Angebote
  • Fleisch, Wurst und Geflügel: 152 Angebote, durchschnittlich 27 Prozent Rabatt
    • Verarbeitetes Fleisch: 110 Aktionen
  • Obst und Gemüse: 149 Angebote, durchschnittlich 28 Prozent Rabatt

Weitere Kategorien mit nennenswerten Rabattaktionen:

  • Tiefkühlprodukte: 76 Angebote, durchschnittlich 34 Prozent Rabatt
  • Backwaren und Brot: 52 Angebote, durchschnittlich 26 Prozent Rabatt
  • Konserven und haltbare Lebensmittel: 47 Angebote, durchschnittlich 27 Prozent Rabatt
  • Fertiggerichte und Instantprodukte: 44 Angebote, durchschnittlich 31 Prozent Rabatt
  • Teigwaren, Reis und Hülsenfrüchte: 38 Angebote, durchschnittlich 24 Prozent Rabatt

Die am seltensten reduzierten Lebensmittel in deutschen Supermärkten

  • Feinkost und Spezialitäten: nur 4 Angebote, durchschnittlich 22 Prozent Rabatt
  • Diät- und Spezialnahrung: 16 Angebote, durchschnittlich 28 Prozent Rabatt
    • davon nur 4 vegane Ersatzprodukte
  • 10 proteinreiche Spezialprodukte
  • Fisch und Meeresfrüchte: 17 Angebote, durchschnittlich 29 Prozent Rabatt
  • Basislebensmittel (Öl, Zucker, Eier, Mehl): 21 Angebote, durchschnittlich 25 Prozent Rabatt
  • Gewürze, Saucen und Würzmittel: 27 Angebote, durchschnittlich 34 Prozent Rabatt
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Wer gezielt nach den höchsten Preisnachlässen sucht, findet diese bei folgenden Produkten:

  • Gewürze und Kräuter: 46 Prozent durchschnittlicher Rabatt
  • Frischkäse und Mascarpone: 41 Prozent durchschnittlicher Rabatt
  • Bonbons und Kaugummis: 41 Prozent durchschnittlicher Rabatt
  • Eis und Desserts: 40 Prozent durchschnittlicher Rabatt
  • Tiefkühlgemüse und Knäckebrot: jeweils 39 Prozent durchschnittlicher Rabatt

Diese Supermärkte haben die meisten Rabatt-Angebote 

  • Kaufland: 498 Angebote
  • Edeka: 436 Angebote
  • Lidl: 243 Angebote
  • Aldi: 178 Angebote

Insgesamt wurden laut dem Unternehmen 1355 Rabattaktionen im Untersuchungszeitraum erfasst. Für die Analyse wurden die Angebotsprospekte von Lidl, Aldi und Edeka im Zeitraum vom 29. September bis 18. Oktober 2025 ausgewertet. Bei Kaufland wurden die Prospekte vom 25. September bis 15. Oktober 2025 untersucht. Bonusangebote wie Lidl-Plus oder themenspezifische Aktionswochen blieben unberücksichtigt, heißt es. Verbraucherschützer warnen schon seit Längerem vor falschen Erwartungen an diese Apps. 

Lebensmittel-Rabatte: Das sind die Auswirkungen auf Ernährungsverhalten und Gesundheit

"Unsere Analyse zeigt, dass Preisnachlässe vor allem bei Genussmitteln, Snacks und stark verarbeiteten Produkten auftreten, während gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Fisch seltener reduziert werden. Das hat direkte Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten: Verbraucher*innen werden durch die Angebote stärker zu ungesunden Entscheidungen verleitet, auch wenn sie bewusst auf ihre Ernährung achten möchten", wird Olaf Schneider, Cerascreen-Geschäftsführer, zitiert. 

Schneider weist auf die gesundheitlichen Folgen hin. "Wer sich ausgewogen ernähren möchte, sollte daher nicht nur auf Rabatte setzen, sondern seine Einkaufsstrategie gezielt planen und Angebote kritisch prüfen. Langfristig kann der vermehrte Konsum stark verarbeiteter und zuckerreicher Produkte das Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere ernährungsbedingte Krankheiten erhöhen", erläutert er.

Auf der anderen Seite fehlten durch solche Produkte oft wichtige Nährstoffe. Vitaminreiches Gemüse und Fisch mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren waren demnach seltener Teil der Rabattaktionen. "Rabatte beeinflussen somit nicht nur den Geldbeutel, sondern potenziell auch die Gesundheit der Verbraucher*innen", warnt er. Die Untersuchung wurde von Cerascreen durchgeführt, einem Health-Tech-Unternehmen mit Sitz in Hamburg und Schwerin, das Gesundheitstests entwickelt und vertreibt sowie Nahrungsergänzungsmittel und weitere Gesundheitsprodukte anbietet.

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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