Aldi Süd verkleinert derzeit sein Sortiment radikal. Der Discounter will rund zahlreiche Artikel aus seinen Regalen werfen - vor allem aus dem Bereich Eigenmarken und regionale Produkte. Davon berichtete die Lebensmittelzeitung (LZ) am Freitag. Übrigens gibt es einen guten Grund, warum es Aldi Süd und Aldi Nord gibt.

Laut dem Branchenmedium sind allein in den Bereichen Molkereiprodukte, Wurstwaren und Käse rund 50 Produkte betroffen. Der LZ zufolge will der Discounter das Sortiment verstärkt zentral steuern und so Komplexität und Kosten reduzieren. Der Schritt folgt demnach auf eine längere Phase, in der das Sortiment insgesamt massiv aufgestockt wurde.

Bestimmte Marken verschwinden bei Aldi - Discounter will zu alten Tugenden zurück

Bei den Eigenmarken soll die Konkurrenz zwischen den Nur Nur Natur und Bio angefasst werden. Auch das Segment hochwertiger Wurst- und Käseartikel soll ausgedünnt werden - dabei geht es um die sogenannte Frischetheke, die in Weidekörbchen präsentiert wird. Bei den regionalen Artikeln verzichtet Aldi auf bestimmte Marken - unter anderem Frankenland oder Schwälbchen. Aldi hat übrigens erst kürzlich eine juristische Schlappe erlitten und muss eine beliebte Schokolade aus dem Verkehr ziehen.

Abgesehen davon streicht Aldi laut der LZ die Stammplätze für bekannte Marken wie Zott, Ehrmann oder Rana. Diese waren bisher vor allem in Aktion zu haben - nun sollen sie nur noch in Promotions vermarktet werden. Branchenexperten gehen gegenüber der LZ davon aus, dass durch die hohen Aktionsanteile bei Markenprodukten das Regalgeschäft keine Bedeutung mehr habe. 

Dem LZ-Bericht zufolge kehrt Aldi mit dem Schritt zu alten Discounter-Traditionen zurück. Denn zu viele Artikel im Sortiment würden die Profitabilität drücken.