Die Kerosin-Krise erreicht Anfang April eine neue Eskalationsstufe: Während der Preis für Flugbenzin in Nordwesteuropa auf Rekordwerte von knapp 239 Dollar pro Barrel klettert, beginnen erste Flughäfen mit der Rationierung des knappen Treibstoffs. Was Anfang März noch als vorübergehende Preisexplosion galt, entwickelt sich zunehmend zu einer Versorgungskatastrophe für die europäische Luftfahrt. Die faktisch gesperrte Straße von Hormuz – Nadelöhr für 40 Prozent des weltweiten Kerosin-Transports – lässt Airlines, Flughäfen und Millionen Reisende gleichermaßen zittern. Vollgetankt schluckt ein Jumbo-Jet mehr als 200.000 Liter Kerosin, zum aktuellen Krisenpreis kostet das über 230.000 Euro – 130.000 Euro mehr als vor dem Iran-Krieg.
Die Folgen sind dramatisch und reichen weit über steigende Ticketpreise hinaus: Lufthansa prüft die Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen, SAS hat angekündigt, im April rund 1.000 Flüge zu streichen, selbst der gut abgesicherte Billigflieger Ryanair spricht inzwischen von möglichen Kapazitätskürzungen. Flüge nach Bangkok, die vor dem Konflikt für 1.000 Euro zu haben waren, kosten mittlerweile bis zu 3.200 Euro – und ein Ende der Preissteigerungen ist nicht in Sicht. Airlines wie United Airlines kündigen Preiserhöhungen von 15 bis 20 Prozent an, die Lufthansa Group verlangt auf manchen Langstrecken bis zu 2.600 Euro Treibstoffzuschlag. Während westeuropäische Sonnenziele wie Mallorca einen unerwarteten Boom erleben, bricht der Fernverkehr nach Asien zusammen. Die nächste Welle steigender Ticketpreise ist nicht mehr aufzuhalten.
Kerosin-Knappheit: Europäischen Flughäfen geht der Treibstoff aus
Die Situation spitzt sich dramatisch zu: Laut DiePresse.com haben erste Flughäfen in Europa in den vergangenen Tagen damit begonnen, Kerosin zu rationieren. Der Kerosinpreis variiert regional stark: Laut IATA-Daten liegt er im Durchschnitt bei rund 209 Dollar pro Barrel, in Nordwesteuropa wurden sogar Rekordwerte von knapp 239 Dollar je Barrel erreicht, wie airliners.de berichtet. In Asien kletterten die Preise auf annähernd 200 Dollar. Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis bei etwa 85 bis 90 Dollar pro Barrel – eine Verdreifachung innerhalb weniger Wochen.
Die Ursache bleibt unverändert die faktisch gesperrte Straße von Hormuz. Wie Kettner Edelmetalle berichtet, erreichte der Preis für eine Tonne Kerosin in den vergangenen Tagen fast 1.800 Dollar – mehr als das Doppelte des Preises von Ende Februar. Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch warnt laut ZEIT, dass Europa bisher der wichtigste Abnehmer von Kerosin aus der Golfregion gewesen sei. Weil diese Mengen absehbar wegfielen, müssten die Preise weiter nach oben angepasst werden: "Es gibt in der EU nicht ausreichend Raffineriekapazitäten, um den Ausfall zu kompensieren."
Lufthansa-Chef Carsten Spohr bereitet sich auf das Worst-Case-Szenario vor und lässt intern prüfen, ob vorübergehend 20 oder sogar 40 Flugzeuge geerdet werden müssten. Wie Business Insider berichtet, erklärte Spohr bei einer Pressekonferenz am 6. April, dass sich Ticketpreise bereits um 30 bis 40 Prozent erhöht hätten. Der Kerosinpreis sei von rund 80 Euro vor dem Krieg auf 173 Euro pro Barrel gestiegen – das entspricht etwa 188 Dollar pro Barrel. Selbst Ryanair-Chef Michael O'Leary, dessen Airline nach eigenen Angaben 80 Prozent ihrer Treibstoffkosten bis März 2027 bei einem Preis von 67 Dollar pro Barrel abgesichert hat, spricht inzwischen von möglichen Flugstreichungen, wie BILD berichtet.
Kerosinpreise explodieren – so teuer ist Fliegen geworden
Laut dem internationalen Airline-Dachverband IATA hat sich der Preis für ein Barrel Kerosin seit Ende Februar im Schnitt etwa verdoppelt. Die IATA hatte bereits Anfang März vor weltweiten Preissteigerungen und Kapazitätskürzungen gewarnt – eine Einschätzung, die Luftfahrtexperte Cord Schellenberg gegenüber tagesschau.de teilt: "Kerosin ist ein besonderes Produkt, das nicht in unendlicher Menge hergestellt wird. Es hat gleichzeitig auch einen kleinen Abnehmerkreis. Das führt sicherlich dazu, dass diese Schwankungen extrem sind."
Kein Rohstoff hat den Iran-Krieg so schnell gespürt wie Jet-Kerosin. Von rund 85 Dollar pro Barrel vor Kriegsbeginn kletterte der Preis innerhalb weniger Wochen auf bis zu 200 Dollar – ein Anstieg von mehr als 129 Prozent. Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Kerosin-Prognose für 2026 bereits um 37 Prozent nach oben korrigiert, auf 2,67 Dollar pro Gallone. Für Airlines, die täglich Hunderte von Flügen operieren, bedeutet das eine nie dagewesene Kostenexplosion.
- Frankfurt-Singapur (Boeing 777, ca. 70.000 Liter direkt): Treibstoffkosten vor dem Krieg rund 35.000 Euro – heute bereits 81.000 Euro. Weil der direkte Weg über den Persischen Golf gesperrt ist und Umwege von bis zu 30 Prozent mehr Strecke nötig sind, steigen die reinen Spritkosten auf bis zu 105.000 Euro pro Flug.
- München-Bangkok (Boeing 787, ca. 60.000 Liter direkt): Kerosinkosten vor dem Krieg rund 30.000 Euro – aktuell bereits 69.000 Euro auf direktem Weg. Der erzwungene Umweg treibt die Spritrechnung auf bis zu 90.000 Euro pro Flug.
Fuel Hedging schützt nur noch kurz – die Absicherung läuft aus
Berechnungsgrundlage: Kerosinpreise laut IATA und BR24 (85-90 Dollar pro Barrel vor Kriegsbeginn, bis zu 200 Dollar pro Barrel aktuell); Kerosinverbrauch nach Herstellerangaben Boeing (777 bzw. 787); Wechselkurs 1 USD = 0,92 EUR; Umweg-Mehrverbrauch +30 Prozent gemäß Experteneinschätzung (Großbongardt/dpa). Alle Werte sind gerundet.
Bei mehreren Dutzend Langstreckenflügen täglich summieren sich diese Mehrkosten bei einer einzigen Großairline schnell auf mehrere Millionen Euro pro Tag. Kein Wunder, dass die Branche die gestiegenen Kosten zunehmend an die Passagiere weitergibt – über Kerosinzuschläge, höhere Grundtarife und den gezielten Abbau unrentabler Verbindungen.
Zur Osterreisewelle beruhigten die meisten europäischen Fluggesellschaften ihre Kunden noch mit Verweis auf bestehende Terminkontrakte. Beim sogenannten "Fuel Hedging" sichern sich Airlines im Voraus feste Kaufpreise für Treibstoff – ein in ruhigen Zeiten bewährtes Instrument, das in der aktuellen Krise jedoch nur vorübergehend Schutz bietet. Ryanair etwa teilte der dpa mit: "Wir sind für die nächsten 12 Monate bei einem Preis von 67 Dollar pro Barrel gut abgesichert, sodass sich dies weder auf unsere Kosten noch auf unsere günstigen Flugpreise auswirken wird." Lufthansa-Chef Carsten Spohr blieb in einem CNN-Interview dagegen deutlich nüchterner: Ein Anstieg der Kraftstoffpreise in dieser Größenordnung werde sich in höheren Ticketpreisen niederschlagen – daran führe kein Weg vorbei.
Mallorca boomt, Zypern storniert – der Mittelmeerraum spaltet sich
Indessen zeichnet sich in den Buchungszahlen ein klares Muster ab. Westeuropäische Sonnenziele erleben einen unerwarteten Boom, der Osten des Mittelmeerraums schwächelt. Die britische Billigfluggesellschaft easyJet spricht von einer "vorübergehend gedämpften Nachfrage" – betroffen seien vor allem Destinationen im östlichen Mittelmeerraum, während Spanien von einer deutlich gestiegenen Buchungsaktivität profitiere. Treibstoff macht bei easyJet bis zu 30 Prozent der gesamten Betriebsausgaben aus; im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zählte die Airline dennoch 22,7 Millionen Passagiere bei einer Auslastung von 90 Prozent, wie ad-hoc-news.de berichtet.
Ähnlich äußert sich der Reiseriese TUI. Dem offiziellen TUI-Newsroom zufolge verzeichnet das Unternehmen derzeit ein "deutlich gestiegenes Interesse an Urlaub in Spanien und Griechenland" – und reagierte prompt mit einer kurzfristigen Kapazitätserweiterung im April:
- 68 Zusatzflüge nach Mallorca, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Kreta und Rhodos
- 10.000 zusätzliche Sitzplätze ab Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt und München
- Buchungsanteil Europa für Sommer 2026 bei knapp 75 Prozent – erneut gestiegen
Golfdrehkreuze lahmgelegt – Fernstrecken werden zum Luxusgut
"Viele setzen aktuell bewusst auf vertraute Sonnenziele in Spanien und Griechenland", erklärte Benjamin Jacobi, Vorsitzender der TUI Deutschland Geschäftsführung. Spanien bleibe der Spitzenreiter mit über 220 wöchentlichen TUI-fly-Flügen, 80 davon allein nach Mallorca. Auch Eurowings meldete nach verhaltenem Buchungsstart einen überraschenden Mallorca-Boom zu Ostern – freie Plätze waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Dass die Buchungssituation in Griechenland und auf Zypern von Stornierungen geprägt ist, zeigt, wie gespalten die Lage im Mittelmeerraum ist.
Nicht alle Carrier können mit dieser Wendigkeit reagieren. Die skandinavische SAS etwa hat angekündigt, allein im April wegen des teuren Kerosins mindestens 1.000 Flüge zu streichen. Die lettische Air Baltic ringt mit kaum abgemilderten Treibstoffkosten – und steht stellvertretend für zahlreiche kleinere Gesellschaften ohne ausreichende Absicherungsmechanismen. Wie tief der Konflikt bereits in die Breite der Wirtschaft eindringt, dokumentiert inFranken.de in einem ausführlichen Bericht.
Am härtesten trifft die Krise den Langstreckenverkehr. Raketenangriffe in der Nahost-Region im März haben die globalen Luftfahrtknotenpunkte Doha, Abu Dhabi und Dubai auf unabsehbare Zeit lahmgelegt. Carrier wie Qatar Airways oder Gulf Air parken ihre Maschinen auf dem spanischen Wüstenflughafen Teruel – einem Standort, der zuletzt in der Coronapandemie als Abstellfläche diente. Um die gesperrten Drehkreuze zu umgehen, hat Lufthansa zahlreiche Extraflüge insbesondere nach Asien und Afrika ins Programm aufgenommen: vier Sonderverbindungen von München nach Singapur sowie zwei Direktflüge von Frankfurt nach Kapstadt. Austrian Airlines stockt die Verbindungen von Wien nach Bangkok auf, wie BR24 berichtet. Welche Reisewarnungen für Dubai, Israel und weitere Länder in der Region inzwischen gelten, fasst inFranken.de in einer Übersicht zusammen.
Weltweite Kettenreaktion – immer mehr Airlines erhöhen die Preise
"Die Gesellschaften am Golf haben rund die Hälfte des Gesamtverkehrs zwischen Europa und Asien abgezogen", beschreibt Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt die Lage, so die dpa. Tourismus-Professor Harald Zeiss von der Hochschule Harz fasste es in der Tagesschau nüchtern zusammen: "Verbindungen nach Bangkok, Mumbai und Singapur sind um das Zwei- bis Fünffache teurer geworden, weil der kürzere Weg über den Persischen Golf nicht mehr möglich ist und die Umwege erhebliche Mehrkosten verursachen." Zeiss rechnet laut inatour.de damit, dass sich die Preissteigerungen auf breiter Front erst im Herbst oder Winter vollumfänglich bemerkbar machen werden.
Zu den weltweit betroffenen Fluggesellschaften zählen inzwischen immer mehr Namen. Wie inFranken.de berichtet, sind die Kerosinkosten von 85 auf bis zu 200 Dollar explodiert. Airlines wie Thai Airways, Cathay Pacific und Air New Zealand erhöhen bereits massiv die Ticketpreise, und die Lufthansa Group verlangt auf manchen Strecken bis zu 2.600 Euro Treibstoffzuschlag.
- United Airlines streicht fünf Prozent der für 2026 geplanten Kapazitäten – Konzernchef Scott Kirby kündigt Preiserhöhungen von 15 bis 20 Prozent an
- Thai Airways hebt Ticketpreise um 10 bis 15 Prozent an
- Qantas und Air New Zealand melden Treibstoffpreise von 150 bis 200 Dollar pro Barrel – vor dem Konflikt lagen sie bei 85 bis 90 Dollar, wie BR24 berichtet
- Hong Kong Airlines hebt Treibstoffzuschläge um bis zu 35 Prozent an
- Vietnam Airlines reagiert auf die besonders angespannte Kerosinlage in der Region
- Die US-Energiebehörde EIA korrigiert ihre Kerosin-Prognose für 2026 um 37 Prozent nach oben – auf 2,67 Dollar pro Gallone
Kerosinzuschläge, Kurzarbeit, Preisanstieg – was Reisende jetzt zahlen
Selbst der gut abgesicherte Lufthansa-Konzern – der seinen Treibstoffbedarf nach eigenen Angaben zu bis zu 80 Prozent gehedgt hat – bereitet sich auf düstere Szenarien vor. Dem Handelsblatt zufolge lässt Lufthansa-Chef Carsten Spohr intern prüfen, ob vorübergehend 20 oder sogar 40 Flugzeuge geerdet werden könnten. Erste Kandidaten wären spritintensive Modelle kurz vor der Ausmusterung. Auf der Streichliste stünden demnach Europastrecken, auf denen kaum noch Gewinne zu erzielen sind. Vorsorglich bereitet er die Belegschaft bereits auf mögliche Kurzarbeit vor.
Hinzu kommt das altbekannte Instrument der Kerosinzuschläge, das die Branche erneut aus dem Werkzeugkasten holt. Bei den Lufthansa-Group-Airlines firmieren diese unter dem Posten "International Surcharge". Ein Economy-Rückflugticket nach New York kostet laut dem Portal Meilenoptimieren.com nun einen Aufschlag von 258 Euro – rund 50 Euro mehr als noch vor der Krise. In höheren Buchungsklassen auf Langstrecken kommen schnell mehrere hundert Euro zusätzlich zusammen – bei First-Class-Returnflügen auf der Nordamerika-Route verlangt die Lufthansa Group sogar bis zu 2.600 Euro Treibstoffzuschlag. easyJet plant Preiserhöhungen von 5 bis 10 Prozent auf europäischen Strecken, so ad-hoc-news.de. Luftfahrtexperte Karsten Benz von der Hochschule Worms mahnte gegenüber der Rheinischen Post: "Ich erwarte weitere Preissteigerungen, denn das Versorgungsrisiko bei den Öllieferungen ist noch nicht eingedämmt." In den nächsten vier bis acht Wochen dürften die Preise "richtig teuer" werden.
Preisvergleichsportale verzeichnen laut dpa bereits deutlich angezogene Tarife, vor allem auf Strecken nach Asien und Australien. München-Bangkok etwa, das vor dem Krieg für rund 1.000 Euro zu haben war, kostet mittlerweile bis zu 3.200 Euro. Wer die Buchung weiter hinauszögert, riskiert, im kommenden Jahr noch tiefer in die Tasche greifen zu müssen.
Rechtliche Lage, Reisewarnungen, Alternativen – der Ratgeber im Überblick
Die Lage ist ernst – doch wer rasch und überlegt handelt, kann noch Schlimmeres abwenden. Viele Airlines bieten sogenannte Flex-Tarife an, die eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung erlauben. Reiseveranstalter bieten – so auch gegenüber der dpa dokumentiert – gebührenfreie Umbuchungen auf gleichwertige Reisen an, ein Modell, das die Branche zunehmend als Standard etabliert.
Rechtliche Lage bei Pauschalreisen kennen. Wer eine Pauschalreise gebucht hat oder plant, genießt gesetzlichen Schutz – aber mit Grenzen. Veranstalter dürfen bis 20 Tage vor Abreise wegen höherer Kerosinkosten den Preis um bis zu acht Prozent anheben. Verlangt der Veranstalter mehr als acht Prozent, hat der Reisende das Recht, kostenlos vom Vertrag zurückzutreten, wie BR24 berichtet.
Bei reinen Flugtickets auf die Beförderungsbedingungen achten. Fluggesellschaften dürfen nachträglich höhere Kerosinzuschläge verlangen – ob das zulässig ist, hängt von den jeweiligen allgemeinen Beförderungsbestimmungen ab. Wer sein Ticket bereits gebucht hat, sollte diese Klauseln genau prüfen oder sich bei der Verbraucherzentrale beraten lassen.
Westeuropa als Alternative – und was Experten für den Herbst erwarten
Reisewarnungen des Auswärtigen Amts im Blick behalten. Das Auswärtige Amt hat inzwischen für eine Reihe von Ländern in der Region Reisewarnungen ausgesprochen – diese sind nicht nur sicherheitsrelevant, sondern können auch Stornierungen ohne finanzielle Einbußen ermöglichen. Welche Mittelmeer-Ziele als sicher gelten, hat inFranken.de im Überblick zusammengefasst. Bundesaußenminister Johann Wadephul räumte gegenüber der dpa inzwischen ein, dass die Reisewarnung für Teile der Region möglicherweise zu spät ausgesprochen worden sei – ein Eingeständnis, das für viele betroffene Urlauber bitter klingt.
Alternativen in Westeuropa ernsthaft in Betracht ziehen. Mallorca, Fuerteventura, Kreta, Rhodos – diese Ziele sind deutlich weniger von den Kriegsfolgen betroffen und bleiben gut erreichbar. TUI, easyJet und Eurowings haben die Kapazitäten auf diesen Strecken massiv ausgebaut. Wer offen für eine Umplanung ist, sollte sich aber beeilen: Die Nachfrage ist hoch, die Kontingente schmelzen schnell. Wer hingegen auf ein risikoarmes Reisejahr setzt, findet in dieser inFranken-Übersicht zu Risiko-Reisezielen 2026 eine nützliche Orientierung.
Tourismus-Professor Zeiss, laut tagesschau.de einer der gefragtesten Experten in dieser Krise, rät: Wer eine Fernreise für den Herbst oder Winter 2026 plane, solle mit noch höheren Preisen rechnen als heute – und solle, wenn möglich, bereits jetzt einen Tarif mit Umbuchungsoption sichern. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Sobald sich die Lage am Golf normalisiere, werde sich die Konkurrenz durch arabische Carrier mit starken Angeboten zurückmelden – und die europäischen Anbieter erneut unter Druck setzen. Die Entspannung könnte kürzer ausfallen als erhofft, so Cord Schellenberg laut tagesschau.de. Für Reisende bleibt die Botschaft klar: Wer jetzt klug plant, spart – wer wartet, zahlt. sl/mit dpa