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Corona in Kroatien: Deutschland erklärt zwei weitere Regionen zu Risikogebieten

2020 ist wegen der Pandemie einiges anders - das gilt auch für Reisen nach Kroatien. In unserem Überblick verraten wir, welche Corona-Regeln in dem Balkanland grundsätzlich gelten.
Wegen der Corona-Pandemie gelten mehrere Gegenden Kroatiens offiziell als Risikogebiet - darunter auch die Gespanschaft Split-Dalmatien mit seiner Stadt Trogir an der Adriaküste. Stadt Foto: neufal54/Pixabay

Tourismus in Corona-Zeiten: Was Urlauber bei Reisen nach Kroatien beachten müssen. Laut "Deutschem Ferienhausverband" gehört Kroatien zu den belebtesten Reisezielen der Deutschen. Gefragt ist vor allem ein Sommer-Aufenthalt an der kroatischen Adriaküste. Aber auch wegen der Hauptstadt Zagreb, der Hafenstadt Split im Süden des Landes oder Dubrovnik mit seiner bekannten Altstadt machen sich jedes Jahr Millionen von Urlaubern auf nach Kroatien.

Doch trifft das auch auf dieses Jahr zu? Die Corona-Pandemie hat auch vor Kroatien nicht Halt gemacht. Generell gilt: Reisen in das Land sind möglich - allerdings unter speziellen Auflagen. Wir verraten, welche Corona-Regeln es aktuell zu beachten gilt. 

Update vom 17.09.2020: Deutschland erklärt zwei weitere Regionen Kroatiens zum Corona-Risikogebiet

Das Auswärtige Amt hat am Mittwoch (16. September 2020) seine Reisewarnungen für Kroatien ausgeweitet. Neu hinzugekommen sind die Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina. Zuvor waren bereits fünf weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt worden.

Für folgende kroatische Gespanschaften liegen derzeit Reisewarnungen vonseiten der deutschen Bundesregierung vor:

  • Šibenik-Knin (seit 20. August)
  • Split-Dalmatien (seit 20. August)
  • Zadar (seit 2. September)
  • Dubrovnik-Neretva (seit 9. September)
  • Požega-Slawonien (seit 9. September)
  • Brod-Posavina (seit 16. September)
  • Virovitica-Podravina (seit 16. September)

Für deutsche Urlauber bedeutet die Rückkehr aus einem Risikogebiet einen Corona-Pflichttest und gegebenenfalls auch Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Eine Reisewarnung ist zwar kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben.

Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen für Pauschalreisen kostenlos zu stornieren.

Tagesaktuelle Reise- und Sicherheitshinweise erteilt das Auswärtige Amt auf seiner entsprechenden Webseite.

Update vom 10.09.2020: Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Dubrovnik aus

Das Auswärtige Amt hat am Mittwochabend (9. September 2020) weitere Reisewarnungen für Regionen innerhalb Europas ausgesprochen. Davon betroffen ist neben Genf, Prag oder Korsika auch Dubrovnik. Die Stadt liegt im Süden Kroatiens an der Adria. Dubrovnik ist vor allem für seine Altstadt berühmt. Diese ist komplett von einer massiven, jahrhundertealten Steinmauer umgeben.

Neben der Region Dubrovnik-Neretva gilt inzwischen auch die Gespanschaft Požega-Slawonien als Corona-Risikogebiet. Zuvor waren bereits die Regionen Zadar, Šibenik-Knin und Split-Dalmatien von Reisewarnungen betroffen.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot - eine abschreckende Wirkung ist jedoch durchaus beabsichtigt. Die Warnung ermöglicht es Reisenden zugleich, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Update vom 04.09.2020: Bundesregierung warnt nun vor Reisen in drei kroatische Regionen

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen warnt die Bundesregierung nun vor Reisen in drei kroatische Regionen. Am Mittwoch (2. September 2020) wurde auch der Verwaltungsbezirk (Gespanschaft) Zadar auf die Liste gesetzt - und parallel auf der aktualisierten Liste, die das bundeseigene Robert Koch-Institut am Mittwoch veröffentlichte, als Corona-Risikogebiet geführt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Zuvor galt bereits eine Reisewarnung der Bundesregierung für die beiden südlichen Verwaltungsbezirke, die Gespanschaften Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Eine Reisewarnung geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Der Tourismus ist eine sehr wichtige Branche in Kroatien: Er macht etwa 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Tourismussaison dauert normalerweise bis Oktober. Daher fürchtet das Land eine umfassende Reisewarnung Deutschlands.

Erstmeldung vom 21.08.2020: Kroatien-Urlaub 2020: Was ist für Reisende erlaubt?

Das Corona-Infektionsgeschehen in Kroatien war in den vergangenen Wochen und Monaten von einer niedrigen Ansteckungsrate und wenigen "Sars-CoV-2"-Infektionen geprägt. In den letzten Tagen stiegen die Zahl der Betroffenen hingegen stark an, wie das "Auswärtige Amt" mitteilt. Besonders schwer betroffen sind das Umland von Zagreb, Slawonien und Gespanschaft Split-Dalmatien. Für die Nachbarländer Bosnien-Herzegowina und Serbien wurden bereits Reisewarnungen ausgesprochen. Deshalb ist Vorsicht geboten. Nun hat das "Robert-Koch-Institut" auch zwei Regionen in Kroatien als Risikogebiete eingestuft: die Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien. 

Die besten Reiseziele an der kroatischen Adria - Info & Buchung

inFranken.de fasst die Corona-Regeln, die in Kroatien gelten, kompakt zusammen: 

      • Ist eine Reise durch Österreich und Slowenien möglich?
        Ja. In Österreich existieren keinerlei Corona-Beschränkungen für Reisende. In Slowenien ist die Sachlage ähnlich. Allerdings sollte die Durchreise nicht später als zwölf Stunden nach der Einreise nach Slowenien erfolgen. Zwischenstopps in Slowenien sind nicht erwünscht. 

      • Wie läuft die Einreise nach Kroatien ab?
        Kroatien hatte im März 2020 die Grenzen geschlossen. Diese sind mittlerweile wieder offen, da das Land auf einen Touristenzustrom hofft, um die Wirtschaft zu stärken. Bei der Einreise müssen Urlauber allerdings ihre Kontaktdaten angeben, um die Verfolgbarkeit zu gewährleisten, falls es vor Ort zu einer Corona-Infektion kommt.

        Um lange Wartezeiten an der kroatischen Grenze zu vermeiden, können die persönlichen Angaben schon im Vorfeld des Urlaubs hinterlegt werden.

      • Muss ich in Kroatien in Quarantäne gehen?
        Nein. Für Touristen aus Deutschland und anderen EU-Staaten gilt keine Quarantäne. Diese gilt hingegen für Staatsangehörige aus Bosnien-Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien oder dem Kosovo.

Lesen Sie auch:

      • Ist es möglich vom kroatischen Festland auf die Inseln zu reisen?
        Der Fährbetrieb zu den Inseln ist aktuell eingeschränkt. Informationen seitens der Fährbetreiber finden Sie hier

        Wichtig: Es ist möglich, dass im Falle von hohen Infektionszahlen auf den Inseln, der Fährverkehr wieder eingestellt wird. Das könnte problematisch werden, falls sich Touristen auf einer der Inseln befinden und nicht mehr zurück auf das Festland kommen können.

         

        Lesen Sie auch:

      • Sind Restaurants, Cafés und Museen geöffnet?
        Ja, Restaurants, Museen, Bars, Hotels und Geschäfte haben offen. Für einen Besuch gelten jedoch Infektionsschutz.- und Hygienestandards. . 

      • Haben Strände geöffnet?
        Ja. Dort gelten aber Abstandsregeln von 1,5 Metern - im Wasser und am Strand. 15 Personen dürfen sich auf 100 Quadratmetern aufhalten. 

      • Müssen Urlaubsrückkehrer aus Kroatien getestet werden?
        Jein. Wer Urlaub in den Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien gemacht hat, muss sich bei der Rückkehr nach Deutschland einem Corona-Test unterziehen. Ist dieser positiv, sind Quarantäne-Maßnahmen erforderlich. 

Weitere Informationen zum Sommerurlaub in Kroatien 2020 in der Corona-Krise finden Sie unter anderem beim "Auswärtigen Amt", der kroatischen Staatsregierung (auf Englisch) und beim "ADAC"

Urlaub in Deutschland liegt 2020 mehr im Trend denn je - hier finden Sie die schönsten Reiseziele in Bayern.

Der Balkan entwickelt sich entgegen aller Tourismus-Hoffnungen der Länder zum neuen Corona-Hot-Spot: Woran das liegt und warum die Infektionszahlen in neue Höhen schnellen. 

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