Wer schon mal in Nordirland war, weiß um die Schönheit des Landes. Dank der Fernsehserie "Game of Thrones" wissen es auch immer mehr Menschen, die selbst noch nicht dort gewesen, nun aber neugierig geworden sind. Und so erfreuen sich der Giant's Causeway, Cliffs of Slieve League und andere Sehenswürdigkeiten immer größerer Beliebtheit.
Rund 184 Millionen Euro soll laut der Agentur North Ireland Screen seit Drehbeginn von "Game of Thrones" in die nordirische Wirtschaft geflossen sowie 2800 Arbeitsplätze geschaffen worden sein. Das Fantasy-Epos zieht zahlreiche Serienfans an, da die Landschaft als Kulisse für die "Eiseninseln" dient. Die "Burg Winterfell" ist in Wahrheit das Schloss Ward und die "Wälder des Königlichen Traktes" die Buchenallee Dark Hedges.


Unberührte Natur

Wer die Schönheit des kleinen Landes erleben will, nimmt am besten die Causeway Coastal Route. Auf 193 Kilometern führt sie von Belfast nach Londonderry entlang unterschiedlichster Sehenswürdigkeiten und wilder Natur. Man sollte sich Zeit nehmen, Belfast zu erkunden und das Titanic Museum zu besuchen, bevor es entlang der Küste in dünner besiedelte Gegenden geht. Erst mal unterwegs, hält die Hängebrücke zur Insel Carrick-a-Rede in 30 Meter Höhe ein bisschen Nervenkitzel bereit.
Nur wenige Kilometer weiter wartet mit dem Giant's Causeway ("Damm der Riesen") ein beeindruckendes Naturschauspiel. Die Unesco-Welterbestätte besteht aus etwa 40 000, zum größten Teil sechseckigen Basaltsäulen, die bis zu zwölf Meter hoch sind. Der Legende nach hat ein Riese sie aus den Felsen gerissen, um einen Damm zu bauen. Laut Geologen sind sie jedoch vor 60 Millionen Jahren durch die Abkühlung heißer Lava entstanden.
Wenn die Küstenstraße gen Westen aufhört, beginnt auch schon der Wild Atlantic Way, für viele eine der schönsten Panoramastraßen der Welt. Sie führt beispielsweise zu Achill Island, die größte Insel Irlands. Mit dem Keem Bay gibt es hier den wohl schönsten Strand der Insel.