In lauen Sommernächten laden die Terasse, der Balkon oder der Garten zum Verweilen ein. Dabei kann ein saisonales Phänomen beobachtet werden: Im Juni und Juli des Jahres ist nämlich Glühwürmchen-Zeit. 

Für die Insekten ist in diesen Monaten Paarungszeit: Das grüne Licht, das sie ausstrahlen, ist dabei ein Erkennungszeichen und soll potenzielle Sexualpartner anziehen. Die Leuchtstoffe produzieren sie im Hinterleib. Dank einer chemischen Reaktion wird Energie in Form von Licht frei. 

Glühwürmchen: Im Juni und Juli besonders aktiv

In Deutschland gibt es drei Arten von Leuchtkäfern:

  • den "kleinen Leuchtkäfer"
  • den "großen Leuchtkäfer"
  • den "Kurzflügel-Leuchtkäfer"

Je nach Art können sie zwischen sieben und 20 Zentimeter groß werden. Anhand der Namen ist auch schon zu erkennen, dass Glühwürmchen im Grunde keine Würmer sind, sondern Käfer. Die weitläufig bekannte Bezeichnung "Glühwürmchen" leitet sich davon ab, dass die Weibchen optisch einem Wurm ähneln. Da am 23. Juni Johannistag ist, werden Glühwürmchen oft auch "Johanniswürmchen" genannt.

Die Glühwürmchen-Weibchen können im Übrigen alle leuchten, aber nicht fliege. In der Luft sind also immer nur die Männchen zu sehen. Die Weibchen thronen auf Büschen, Grashalmen oder Steinen, bis ein Männchen auf sie aufmerksam wird. Bei den männlichen Exemplaren sind es hingegen nur die "kleinen Leuchtkäfer", die Licht abgeben. 

So schön es für den Betrachter in der Nacht auch aussehen mag, das Licht deutet gleichzeitig auch schon das Ende der Lebenszeit der Käfer an. Das berichtet der "WWF". Die Männchen sterben nach der Paarung, die Weibchen haben noch etwas mehr Zeit: Sie legen ihre 60 bis 90 Eier noch im Waldboden ab, aus denen im August etwa neue Larven schlüpfen.