Klarna bietet seinen Nutzern ab sofort die Möglichkeit, Geld direkt an andere Menschen zu überweisen. Über die App können nun Zahlungen an Freunde, Verwandte oder Kollegen gesendet werden. Mit diesem Angebot tritt der schwedische Zahlungsdienst stärker in Konkurrenz zu etablierten Anbietern wie PayPal und dem europäischen Unternehmen Wero. Die Funktion ist zunächst in 13 europäischen Ländern freigeschaltet, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
Um Geld zu senden, wählen Nutzer einen Empfänger per Telefonnummer, E-Mail-Adresse, QR-Code oder gespeicherten Kontakt. Nach Bestätigung des Betrags führt Klarna eine Betrugs- und Berechtigungsprüfung durch, erst danach wird die Zahlung ausgeführt. Zum Start sind Überweisungen nur zwischen Klarna-Nutzern möglich; bald sollen Zahlungen an Nicht-Klarna-Kunden und grenzüberschreitende Transfers folgen.
Klarna will PayPal Konkurrenz machen - Wero hinkt hinterher
"Die Kunden haben genug von der Komplexität und den Gebühren des traditionellen Bankwesens", erklärte Sebastian Siemiatkowski, Mitbegründer und CEO von Klarna.
Klarna, bekannt durch sein "Buy Now, Pay Later"-Modell, hat sein Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Die neue Peer-to-Peer-Funktion ist direkt in die Klarna-App integriert und soll Überweisungen zwischen Nutzern so einfach machen wie bei PayPal. Grundlage ist die wachsende Nutzung der Klarna-Debitkarte, die wenige Monate nach ihrer Einführung bereits millionenfach beantragt wurde.
Während Klarna seine neue Funktion in 13 Ländern anbietet, bleibt Wero auf wenige Märkte beschränkt. Das von Sparkassen und anderen Banken getragene europäische Zahlungssystem ist derzeit nur in Deutschland, Frankreich und Belgien aktiv. Es soll eine unabhängige Alternative zu US-Diensten wie PayPal und Visa schaffen. Doch der Ausbau stockt: Zahlungen im stationären Handel sind erst ab Sommer 2026 vorgesehen, bislang konzentriert sich Wero weitgehend auf Online-Transaktionen.