Im Internet veröffentlichen zahlreiche Menschen ihre privaten Fotos. Diese Bildergalerien können Kriminelle für ihre Zwecke missbrauchen. Sie manipulieren Fotos und versenden diese beispielsweise, um vermeintliche Entführungen zu inszenieren. Sie gehen hier so vor, dass sie ihre Opfer hohem Druck aussetzen und darauf drängen, dass ihre Forderungen nach Geld eingelöst werden.
Als Beweis versenden sie Bilder oder Videos ihres Opfers. Nur, wenn du dir diese Dateien genau anschaust, werden dir Bildfehler auffallen. Beispielsweise können solche manipulierten Fotos falsche Körperproportionen aufweisen oder einen künstlichen Hintergrund. Doch wenn du als Angehöriger oder Freund über eine Entführung informiert wirst, wirst du wohl kaum einen klaren Kopf bewahren können. Und genau diese Stresssituation nutzen die Kriminellen aus.
Warum haben Kriminelle leichtes Spiel?
Von dieser Masche hat das FBI Kenntnis und macht darauf aufmerksam. Die aktuellen technischen Entwicklungen begünstigen diese Betrugsmasche.
Um KI zu benutzen, musst du keine großartigen Vorkenntnisse haben. Es kostet dich nur ein paar Klicks und ein paar Minuten deiner Zeit, um ein Foto täuschend echt aussehen zu lassen. Je leichter eine KI-Anwendung zu bedienen ist, desto geringer ist das Hemmnis für Verbrecher.
Wenn dir jemand die Information zukommen lässt, dass ein Familienmitglied angeblich entführt worden ist, so solltest du unbedingt versuchen, nicht gleich zu eskalieren. Versuche, das Familienmitglied anzurufen, um herauszufinden, ob dieses wirklich Opfer einer Entführung geworden ist. Wenn du das mögliche Opfer nicht erreichst, solltest du bei weiteren Angehörigen nachfragen, um die Situation abzuklären, und dich bei der Polizei melden.
Wie kannst du dich schützen?
Damit du nicht anfällig für diese Betrugsmasche bist, solltest du dein Verhalten in sozialen Netzwerken anpassen und Fotos nur privat und nicht öffentlich posten. Zudem könntet ihr in der Familie ein Codewort festlegen, das ihr in einer solchen Situation untereinander verwendet.
Wenn du schon Opfer dieser Masche geworden bist und möglicherweise auch Geld gezahlt und weitere persönliche Informationen an die Kriminellen weitergeleitet hast, solltest du den kompletten Fall dokumentieren und in jedem Fall die Polizei einschalten.
Du kannst auch versuchen, dein Geld zurückzuholen, indem du mit deiner Bank oder dem Kundenservice des Zahlungsdienstleisters, den du zur Zahlung in Anspruch genommen hast, sprichst. Auf keinen Fall solltest du untätig bleiben, weil du dich schämst, dass du Opfer einer Betrugsmasche geworden bist. Denn nur durch Bekanntmachung können die Täter zur Strecke gebracht werden.