Wenn es draußen eisig kalt ist, Lichterketten die Stadt schmücken und ein Hauch von Zimt und Lebkuchen in der Luft liegt, dann ist Weihnachtszeit. Während die einen sich mit einem Weihnachtsmarktbesuch auf die Festtage einstimmen, kuscheln sich andere zuhause zwischen Kissen und Decken auf die Couch. Mit Tee, Christstollen und Plätzchen kann dann der weihnachtliche Filme-Marathon beginnen.

Weihnachtszeit ist Märchenzeit

Das tschechisch-ostdeutsche Märchen "Drei Nüsse für Aschenbrödel" mit dem Originaltitel "Tri orísky pro Popelku" gehört wohl zu den bekanntesten Weihnachtsklassikern.

Auf dem Bauernhof ihres verstorbenen Vaters muss Aschenbrödel für ihre böse Stiefmutter und ihre hinterhältige Stiefschwester schwere und sinnlose Arbeiten verrichten. Nur ihr Pferd Nikolaus, ihr Hund Kasperl und ihre Eule Rosalie spenden ihr Trost. Als die junge Frau den Sohn des Königs im Wald durch einen gekonnten Schneeballwurf vom Erlegen eines Rehs abhält, ist sein Interesse an ihr geweckt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf: Vom Knecht bekommt Aschenbrödel drei Nüsse geschenkt, die dem Mädchen zunächst ein Jagdgewand, dann ein Ballkleid zaubern. Geheimnisvolle Begegnungen mit Aschenbrödel lassen den Königssohn ratlos über die Identität der jungen Unbekannten. Auf Drängen seines Vaters, eine Braut zu wählen, errät der Prinz schließlich doch noch, wer die Unbekannte war und so bescheren die Nüsse Aschenbrödel schließlich ein Brautkleid für die Hochzeit mit dem Prinzen. Stiefmutter und Schwester dagegen gehen leer aus.

Der Märchenklassiker mit den tschechischen Schauspielern Libuše Šafránková und Pavel Trávnícek in den Hauptrollen wurde 1973 in Deutschland und Tschechien gedreht.

Eine Familienkomödie ohne Familie

"Kevin - Allein zu Haus" ist der erste von zwei Teilen, in denen es um den kleinen Kevin McAllister, gespielt von Macaulay Culkin, geht. Durch einen dummen Zufall wird er von seinen Eltern im Weihnachtstrubel zu Hause vergessen, während der Rest der Familie nach Frankreich reist. Alleine zu Hause, genießt der Sprössling seine neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen. Unglücklicherweise haben es die beiden Gauner Harry (Joe Pesci) und Marv (Daniel Stern) auf das Haus der McAllisters abgesehen. Die "Feuchten Banditen", wie sich das Duo nennt, rechnen allerdings nicht mit der Wehrhaftigkeit des kleinen Jungen. Kevin verwandelt sein Zuhause in eine wahre Festung, was schmerzhafte Folgen für die Einbrecher hat.

Regisseur Chris Columbus hat mit seiner amerikanischen Familienkomödie, welche Anfang der 1990er Jahre erschienen ist, zweifelsfrei einen Klassiker der Vorweihnachtszeit geschaffen.

Der kleine Lord

Das Drama "Der kleine Lord" aus dem Jahr 1980, welches in Großbritannien spielt, erzählt die Geschichte des siebenjährigen Cedric "Ceddie" Errol (Ricky Schroder), der mit seiner amerikanischen Mutter (Connie Booth) in New York City lebt. Sein Großvater, der Earl of Dorincourt (Alec Guinness), hat sich nach der Beziehung seines Sohnes mit einer Amerikanerin von diesem abgewandt. Als eines Tages ein Gesandter des Earls nach New York kommt, um Ceddie für eine standesgemäße Erziehung als Erbfolger auf Schloss Dorincourt zu holen, willigt seine Mutter unter einer Bedingung ein: Ihr Sohn soll nicht erfahren, welche Abneigung der Earl gegen sie empfindet. Für Ceddie, nun Lord Fauntleroy, ist der verbitterte alte Earl, der kaum Gefühle zulässt, der beste Großvater der Welt. Mit der Zeit gewinnt auch der Earl of Dorincourt den Jungen lieb und ist umso schockierter, als eine Frau auftaucht und behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe des Titels.

Eine schöne Bescherung

"Santa Clause - Eine schöne Bescherung" ist der erste Teil einer Trilogie. Bei der fantastischen Komödie aus dem Jahr 1994 handelt es sich um eine amerikanische Produktion, in der Tim Allen und Eric Lloyd kleinen und insbesondere großen Skeptikern zeigen, dass es nie zu spät ist, an den Weihnachtsmann zu glauben.

Scott Calvin (Tim Allen) ist geschiedener Vater, Workaholic und sarkastischer Einzelgänger. Als er an Weihnachten seinen Sohn Charlie (Eric Lloyd) zu Besuch hat, versucht der ungeliebte Vater, sein Bestes zu geben. Mitten in der Nacht werden die beiden von Gepolter geweckt. Die Ursache: ein Mann im Weihnachtsmannkostüm auf dem Dach des Hauses. Als Scott den Unbekannten anspricht, fällt dieser vom Dach. Zurück bleiben nur das Weihnachtsmannkostüm und eine Visitenkarte, auf der steht: "Sollte mir etwas zustoßen, ziehe mein Kostüm an. Die Rentiere wissen, was zu tun ist." Tatsächlich finden Scott und Charlie einen achtspännigen Rentierschlitten auf dem Dach vor. Auf Drängen seines Sohnes zieht Scott das Kostüm an und mit einer Schlittenfahrt zum Nordpol beginnt sein neues Leben als Weihnachtsmann.

Wundervolle Weihnachtszeit

Ebenfalls eine amerikanische Produktion aus dem Jahr 1994 ist die Neuverfilmung des weihnachtlichen Dramas "Das Wunder von Manhattan", oder im Original "Miracle on 34th Street", aus dem Jahr 1947.

Verkleidet als Weihnachtsmann hört sich Kris Kringle (Richard Attenborough) in einem New Yorker Kaufhaus die Weihnachtswünsche der Kinder an. Nicht nur die Kinder halten ihn für den echten Weihnachtsmann, auch er selbst ist überzeugt, der einzig wirkliche Santa Claus zu sein. Nur die sechsjährige Tochter Susan (Mara Wilson) der Kaufhaus-Angestellten Dorey (Elizabeth Perkins) zweifelt an der Echtheit des Gabenbringers. Mit drei Wünschen, die nur der Weihnachtsmann erfüllen könnte, stellt Susan Mr. Kringle auf die Probe. Johanna Reinl