Für den 11.11. ist der Beginn der Faschingssaison hinterlegt. Aber sind wir mal ehrlich: Abgesehen von ein paar Faschingshochburgen, wo tatsächlich die Prinzengarde eine Kostprobe ihres Könnens abgibt, herrscht in punkto Feierreigen Einbahnstraße. Die Weihnachtsfeier, das Highlight des Jahres, wirft mächtige Schatten, die umso länger sind, je kürzer sich das Tageslicht einstellt. Dabei ist es wie mit den Einkäufen: Sie will gut vorbereitet sein. Wer auf die Gastronomie setzt, sollte sich im Klaren sein, dass spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen ist für die Buchung.
In Franken wird in der Gastronomie gerne gemeinsam gefeiert, sei es im Freundes- und Familienkreis oder vereinsintern. Zu Weihnachten läuft das Gastgewerbe zur Hochform auf, die Anforderungen an Qualität der Speisen und Dekoration sind hoch wie selten im Jahr.

 


Kein Spielraum

Erfahrung, Kreativität und Fingerspitzengefühl kommen hier zum Tragen, um die stimmungsvolle Weihnachtsfeier Wirklichkeit werden zu lassen. Keinen Spielraum gibt es beim Platzangebot. Gerade größere Gesellschaften, etwa im Rahmen einer betrieblichen Weihnachtsfeier, stoßen hier schnell an Grenzen, wenn zum Beispiel ein Nebenzimmer oder ein ganzer Saal gebucht werden soll.
Apropos betriebliche Weihnachtsfeier: Dem ein oder anderen mag es als Mühsal erscheinen, sich Jahr für Jahr dieser Prozedur zu unterwerfen. Dabei sind sich Etikette-Experten einig: Arbeitnehmer sollten es sich zweimal überlegen, ob sie nicht zur Weihnachtsfeier gehen. Erscheinen ist eigentlich Pflicht, sagt etwa Etikette-Trainerin Agnes Jarosch.

 

"Das zeigt dem Chef, dass man auch bereit ist, einen Teil seiner Freizeit in die Firma zu investieren." Wer es tatsächlich nicht einrichten kann, sollte rechtzeitig absagen und einen Grund nennen.


Weihnachtsfeier als Chance

Die betriebliche Weihnachtsfeier ist auch als Chance zu begreifen. Einmal die Lieblingskollegen, mit denen man regelmäßigen Austausch pflegt, hintanstellen und stattdessen den Kontakt suchen zu denjenigen, mit denen es eher selten Berührungspunkte gibt, das kann durchaus bereichernd sein.
Sicher ist: Adventszeit, Weihnachts- und Silvesterfeiern sind ein wichtiges Standbein der Gastronomie und helfen, die verhältnismäßig ruhige Zeit Anfang des neuen Jahres auszugleichen. Bei aller Bedeutung und Anspruch: Wenn es um die Speisen geht, neigt der Gast zu Klassikern und eher nicht zu Experimentellem. Die Weihnachtsfeier-Hitliste des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) führt die Gans an, gefolgt von Wild, Rind und Ente. geb/dpa-mag