Der Wind pfeift eisig über frostige Landschaften. Ein Wetter, bei dem, wie es so schön heißt, selbst ein Hund nicht vor die Tür gesetzt wird. Lebensfeindlich. Das Auge findet kein Halt zwischen Bäumen, die, weil sie ihr Kleid jahreszeitlich bedingt abgegeben haben, wie verirrte dicke Halme wirken. Selbst das Schreien und Toben der Kinder fehlt. Zu wenig Schnee wie so oft in diesen Tagen, um sich mit Rodelvergnügen abzulenken. Schade. Also Rückzug auf breiter Front in die eigenen vier Wände. Dort hat die Natur zumindest in Teilen Einzug gehalten - Tannenzweige hier und dort und der Adventskranz bringen kräftiges Grün in die Zimmer und auch schon der Weihnachtsbaum wartet auf dem Balkon darauf, eingelassen und geschmückt zu werden. Das tut gut, wenn die Augen auf dem Grün ruhen. Feine Nasen nehmen außerdem noch Gerüche des Waldes wahr.


Kreative Stimmung im Büro schaffen

Wer sich mit Pflanzen und leuchtenden Farben umgibt, lebt leichter in diesen dunklen Tagen. Es macht sich eine heitere Stimmung breit, die wie ein Schirm die Schatten abwehrt, die diese Zeit nun einmal mit sich bringt. Der Effekt stellt sich übrigens nicht nur zuhause zur Weihnachtszeit ein. Das Grün der Pflanzen entfaltet seine stimulierende Wirkung auch andernorts. Übertragen wir das Bild von frostigen, lebensfeindlichen Landschaften auf den Arbeitsplatz. Das ist gar nicht so weit hergeholt. Das Etikett "atmosphärisch dunkel" passt leider hier und dort - wobei beileibe nicht nur Produktionsstandorte gemeint sind, in denen Funktionalität dominiert, sondern auch Bürolandschaften, in denen sich das Grau der Gesichter in der Ausstattung widerspiegelt. Hier soll produktiv gearbeitet werden, Kreativität sich entfalten können? Nur schlecht. Die Chance, dass sich die Gedanken der Arbeitenden hauptsächlich darum drehen, wie sie schnellstmöglich den Tag hinter sich bringen, ist groß. Mit Pflanzen und Grün geht's viel besser. Untersuchungen haben gezeigt, dass an Arbeitsplätzen mit Grüßen aus der Natur die Effektivität spürbar zunimmt.