Nach der närrischen Faschingszeit beginnt für viele gläubige Christen am Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit. Diese endet an Ostern, dem Fest der Auferstehung Jesu Christi.

Weil die evangelische Kirche keinen Aschermittwoch begeht, fängt deren Fastenzeit erst mit dem Sonntag nach dem Aschermittwoch an. Im Jahr 2019 beginnt die Fastenzeit am Mittwoch, 6. März, und endet am Donnerstag, 18. April.


Auf das verzichten die Christen in der Fastenzeit

Strenggläubige Katholiken verzichten 40 Tage auf Alkohol und Fleisch. Nur Fisch ist erlaubt.
In unserer modernen Welt beschränkt sich der Verzicht nicht nur auf Essen. Viele versuchen auch öfter, das Handy beiseite zu legen oder weniger fernzusehen.

Im Mittelalter durften die Menschen während der Fastenzeit nur drei Bissen Brot und drei Schluck Bier oder Wasser zu sich nehmen.


Welche Ausnahmen gibt es beim Fasten?

Nicht fasten müssen Kinder und Jugendliche, alte, kranke und schwer arbeitende Menschen. Für Protestanten ist Fasten keine Pflicht.


Woher kommt der Brauch?

Im 4. Jahrhundert legte die römisch-katholische Kirche den Ostertermin fest - den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond - und schrieb eine 40-tägige Fastenzeit vor.
Die Zahl 40 kommt in der Bibel häufig vor: Das Volk Israels verbrachte 40 Jahre in der Wüste. Der Prophet Elia wanderte 40 Tage durch die Wüste. Mose verbrachte 40 Tage auf dem Berg Sinai.