Beim Einkauf von Weihnachtsbäumen kann man den Unterschied zwischen Tannen und Fichten besonders leicht lernen. So sind bei der Fichte die Nadeln spitz und vierkantig. Besonders die Blaufichten stechen sehr. Als Christbäume sind sie daher für Katzenfreunde gut geeignet. Alle Tannenarten aber haben stumpfe und flache Nadeln. Außerdem sind die Zweige viel heller. Bei Tannen liegen, im Gegensatz zu Fichten, keine Zapfen auf dem Waldboden. Die Schuppen fallen einzeln ab oder werden von Vögeln abgebissen. Die Zapfen der Tannen stehen aufrecht, während sie bei allen Fichtenarten hängen und später im Ganzen abfallen. Früher gab es meistens Fichten als Weihnachtsbäume, die man sich in waldreichen Gegenden sogar noch selber schlagen durfte. Aber auch Kiefern waren noch gebräuchlicher als heute. Im Sprachgebrauch werden die Fichten oft Tannen genannt. Jetzt, mit wachsendem Wohlstand, ist man vornehmer geworden und nimmt hauptsächlich die teueren Nordmannstannen, die in extra Kulturen gezüchtet werden. Diese Bäume haben den Vorteil, dass die Nadeln lange halten und zudem nicht stechen.

Mistelzweige sind Tradition

Eine alte Sitte ist es, zu Weihnachten an der Zimmerdecke oder über der Tür, Mistelzweige aufzuhängen. Dahinter steckt der Glaube, das Mistelgrün andauerndes Glück bringt. Paare tauschen gern Küsse unterm Mistelzweig. Angeblich verheißt das Glück in der Liebe. Die immergrüne Farbe gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und des Wachstums. Die Mistel gehört zu den Halbschmarotzern. Sie holt sich nur die Nährsalze und Wasser aus der Wildpflanze. Organische Stoffe erzeugt sie mit ihren immergrünen Blättern selbst.

Duftschalen als Weihnachtsgeschenk

Leicht und schnell lassen sich Duftschalen herstellen, die zu Weihnachten sehr beliebt sich. Auf einen kleinen Teller oder flache Schale werden sternförmig Zweige aus Nadelgehölzen mit dem dickeren Teil nach innen so gelegt, dass ein Nest entsteht. Zum Beschweren der Zweige nimmt man eine oder drei Orangen, die gespickt mit Nelken werden. Obenauf kommt ein Bündel Zimtstangen mit Schleife. Das ganze wird dann überstreut mit Stern-Anis und einigen kleinen Weihnachtskugeln. Eine Duftschale kann man aber auch mit den genannten Zutaten und ohne den Schmuck der Zweige anfertigen.

Vögel im Winter

Im blattlosen Zustand der Bäume und Sträucher lassen sich im Garten wieder interessante Vogelbeobachtungen zu machen. Vor allem ist es rührend anzusehen, wenn Schwärme von bunten Zeisigen, Bergfinken oder Seidenschwänzen plötzlich einfallen und überall nach Nahrung suchen. Gern nehmen sie auch Meisenknödel und Futterglocken an. Besonders aber kommen sie wegen der Wildfrüchte und Samen von Bäumen aus dem hohen Norden von Europa im Winter zu uns, um zu hier überleben. Ein ökologisch wertvoller Garten kann sehr dazu beitragen, der Vogelwelt zu helfen.

Baumwurzeln im Winter

Die oberirdischen Teile der Obstbäume befinden sich nach dem Laubfall in einer Art Winterruhe. Was anders ist dies bei den Wurzeln. Sie sind auch im Winter aktiv, wenn der Boden nicht unter 2 Grad plus absinkt oder gar tief durchfriert. Durch einen warmen Mulchmantel mit Laub oder anderen organischen Stoffen, bleibt das Wurzelwachstum im Boden lang erhalten oder hört in einem milden Winter fast überhaupt nicht auf. Deshalb ist auch eine Pflanzung im Herbst bei robusten Obstarten vorzuziehen. Es bilden sich im Spätherbst und Winter noch viele Saugwurzeln, so dass der neue Baum im Frühjahr zügig an- und durchwachsen kann. Dazu wird auch entsprechend viel Feuchtigkeit benötigt. Diese ist heuer aber noch nicht in reichlicher Menge vorhanden. Es fehlt den Bäumen die nötige Grundfeuchte, um genügend Nährstoffe aufzunehmen und viele Wurzeln zu bilden. Auch für die Wälder würde ein weiterer Niederschlag jetzt ein Segen sein.

Die beste Zeit zum Bäume fällen

Während der Wintersonnenwende ist die beste Zeit Nutzholz einzuschlagen. Dann nämlich haben die Bäume die geringste Feuchtigkeit. Das in dieser Zeit geschlagene Holz ist besonders langlebig und von hoher Qualität. Darauf wurde beim Häuserbau in früheren Zeiten großer Wert gelegt. Im ausgehenden Winter steigt nämlich der Saft aus dem Boden langsam wieder in die Bäume. Das Holz bekommt dann zunehmend auch einen geringeren Heizwert.

Geschenke für Hobbygärtner

Oft weiß man nicht, was man einem Hobbygärtner zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken kann. Wie wäre es den einmal mit einem Zubehör zur Wetterbeobachtung, wie z.B. Regenmesser, Wetterhahn oder einem schönen Thermometer. Besondere Freude kann man aber mit einer kleinen Wetterstation schenken. Vielleicht kann der Beschenkte sogar seine Ermittlungen an die zuständige Wetterwarte weitergeben und mit dieser zusammenarbeiten. Somit ist ein neues Hobby entstanden. Durch Beobachtungen wird eine andere Beziehung zur Umwelt aufgebaut. Vielleicht lernt man auch so die Zeichen am Himmel besser zu verstehen.