Husten ist eines der häufigsten Symptome bei einer Infektion mit Covid-19. Deshalb erließen die Regelhüter des International Football Association Board diese neue Regel. Das absichtliche Vergehen wurde nun auf eine Ebene mit mündlichen oder gestenreichen Beleidigungen gestellt.

Die neue Richtlinie wurde zum Schutz vor Corona in das Regelwerk aufgenommen. Jede Bestrafung liegt aber im Ermessen des Schiedsrichters. Bei zufälligem Husten oder bei einem großen Abstand zwischen den Spielern solle der Schiedsrichter keine Maßnahmen ergreifen.

Ausspucken nicht gerne gesehen

„Wäre es eindeutig ein Versehen, dann würde der Schiedsrichter nicht eingreifen, gerade wenn das Husten mit einem großen Abstand zwischen den Spielern stattfände“, präzisierte das Ifab die Maßnahme: „Wenn er jedoch nahe genug ist und eindeutig offensiv wird, kann der Schiedsrichter eingreifen.“

Das bei Fußballern so beliebte Ausspucken und Nase frei rotzen ist seit einigen Monaten ebenfalls nicht mehr gerne gesehen, wird aber nicht geahndet. Es muss eine eindeutige Handlung vorliegen.

Die Fußball-Bundesliga hatte nach einer 65-tägigen Coronapause den Spielbetrieb Mitte Mai fortgesetzt. Das Husten-Verbot ist nicht die einzige Regel, die im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt wurde. Die Spieler mussten nach dem Hygiene-Konzept der DFL auf Torjubel verzichten. Um die Spieler vor einer Überlastung zu Schützen wurden ebenfalls fünf statt drei Auswechslungen erlaubt. Diese Regel soll auch in der kommenden Saison weiterhin gültig sein. Umarmungen und Abklatschen sind untersagt, Ellbogen- und Fußkontakt hingegen erlaubt. Auch das Tragen eines Mundschutzes wurde für Trainer und Spieler verpflichtend. Jedoch darf dieser während des Coachens, beziehungsweise während eines Matches abgenommen werden.