Eine Umfrage hat ergeben, dass die Hälfte aller befragten Schüler schon einmal Nachhilfe bekommen hat oder aktuell erhält. Um den betroffenen Schülern und Eltern Orientierung bei der Wahl der passenden Nachhilfeeinrichtung zu geben, hat der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V. (VNN) die wichtigsten Kriterien für die Wahl der passenden Nachhilfeeinrichtung zusammengestellt.
Die dem VNN angeschlossenen inhabergeführten Nachhilfeeinrichtungen orientieren sich bei ihren Angeboten an den Bedürfnissen der Schüler und deren Eltern. Daher steht am Anfang der Zusammenarbeit eine individuelle Beratung. In dieser werden der Lern- und Leistungsstand sowie die Lernziele des Schülers diagnostiziert, um einen individuellen Lernplan zu entwickeln. Sowohl die Anzahl der Förderstunden als auch die Laufzeit der Förderung orientieren sich am Bedarf des Schülers.
Da die dem VNN angeschlossenen Nachhilfeeinrichtungen eng mit den öffentlichen Schulen vor Ort kooperieren, kennen sie den Lehrplan und können den Nachhilfeunterricht hieran ausrichten. Sie stimmen zudem die Förderung der Nachhilfeschüler mit dem Fachlehrer der öffentlichen Schule ab, wenn Schüler und Eltern damit einverstanden sind. "So greifen die schulische und die außerschulische Förderung optimal und zum Besten des Schülers ineinander", betont Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzende des VNN.
Regelmäßige Lernstandskontrollen und Rücksprachen mit den Eltern tragen dazu bei, dass Lehrer, Schüler und Eltern konstant über die Lernfortschritte informiert sind.
"Nachhilfe ist ein fester Teil des Bildungssystems. Nachhilfeeinrichtungen übernehmen die individuelle Förderung, die von den öffentlichen Schulen nicht geleistet werden kann. Damit geht eine große Verantwortung einher. Diese Aufgabe
erfüllen wir mit großem Erfolg, wie zahlreiche Studien belegen", erklärt Sussieck.


Zehn Kriterien

Schülern und Eltern auf der Suche nach der passenden Nachhilfeeinrichtung empfiehlt Sussieck, auf diese zehn Punkte zu achten: Individuelle Beratung, Erarbeitung eines individuellen Förderplans, fachlich und pädagogisch qualifizierte und kompetente Nachhilfelehrer, Probestunden, kurze Vertragslaufzeiten, Dokumentation des Unterrichts, Austausch mit den Fachlehrern der öffentlichen Schule, regelmäßige Elterngespräche, Verpflichtung zur Einhaltung der VNN-Qualitätsstandards, RAL-Gütezeichen oder TÜV-Zertifikat.