Theorie und Praxis sind in allen Ausbildungen zu finden, manchmal im Block-Schema – oder eben begleitend ein paar Mal in der Woche. Dennoch unterscheiden sich die einzelnen Formen. Bei einer betrieblichen Ausbildung ist man – wie der Name schon sagt – über einen Betrieb angestellt und verbringt den Theorieteil begleitend in einer Berufsschule. Vorteil ist, dass man als Auszubildender normalerweise in die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens hineinschauen und somit erste Erfahrungen sammeln kann. Die Abschlussprüfung darf zudem zwei Mal wiederholt werden.

Was bedeutet duale Ausbildung?
Eine duale Ausbildung ist genau die Form, die gerade beschrieben wird, in der der Azubi in einem Betrieb angestellt ist und die Theorie durch begleitenden oder Block-Unterricht an einer Berufsschule erhält.

Die Ausbildung an der Berufsfachschule
Genau andersherum funktioniert die Ausbildung an einer Berufsfachschule: Dort geht man Vollzeit zum Unterricht, hat jedoch auch Praxis-Einheiten in Form von Praktika. Berufe wie Kinder- und Altenpflegerin gehören beispielsweise in diese Sparte. Der Nachteil dieser Ausbildungsform ist die finanzielle Seite: Denn als Schüler verdient man während seiner Ausbildung nichts, manche Berufsschulen sind sogar kostenpflichtig (besonders private Schulen). Wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind, kann man zur Unterstützung jedoch BAföG beantragen. Die Bewerbung für ein Stipendium ist natürlich ebenfalls möglich.
Wer sich für eine Ausbildung an einer Berufsfachschule entscheidet, der sollte Folgendes beachten: Prüfen Sie den Ruf der Schule, besonders wenn diese privat ist. Bei öffentlichen Schulen werden geregelte Inhalte vermittelt und man erhält einen staatlich anerkannten Abschluss. Wird die Schule von einem Bundesland verwaltet, kann es sein, dass das Abschlusszeugnis dann auch nur in diesem Bundesland gültig ist. Deswegen ist es wichtig, sich vorher schon im Klaren darüber zu sein, welche Ausbildung man absolvieren möchte, um bei verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten (also Formen) sich ausreichend informieren zu können.

Ausbildung mit Abitur?
Nicht alle, die sich für eine Ausbildung entscheiden, haben kein Abitur. Auch Abiturienten wählen manchmal eine Ausbildung, manche Ausbildungsberufe dürfen auch nur von Abiturienten belegt werden, wie beispielsweise die zum Fluglotsen. Bei dieser Ausbildung ist auch ein bestandener Eignungstest die Voraussetzung. Daneben gibt es auch noch die Möglichkeit, erst eine Ausbildung zu absolvieren und dann zu studieren. Das nutzen manche zukünftige Studenten, um in einem Fachbereich erst Basiskenntnisse durch die Ausbildung zu erlernen und diese dann während des Studiums zu vertiefen.
Andersherum ist das Ganze jedoch auch möglich, so beispielsweise beim Beruf des Journalisten. Hier wird oftmals erst ein Fach studiert, nach dem Studium dann jedoch noch eine weitere Ausbildung absolviert. Diese nennt man Volontariat, während dessen man noch grundsätzliche Fähigkeiten im journalistischen Bereich vermittelt bekommt und erlernt.
Kann man sehr gute Leistungen oder ein Abitur vorweisen, gibt es meist die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen. Näheres findet ihr hier. Wer nicht nur in Deutschland seine Ausbildung genießen will, der kann auch eine Zeit lang ins Ausland gehen. Hierbei ist allerdings maximal ein Viertel der Ausbildungsdauer erlaubt. Weitere Infos findet ihr hier.