Für mach einen stehen in ein paar Wochen die Abschlussprüfungen an. Einige Auszubildende werden bereits schon in den Vorbereitungen dafür sein, andere können sich noch nicht richtig motivieren. Wie lernt man eigentlich richtig? – Eine einzige richtige Methode gibt es hierfür nicht, jeder muss die für sich passende finden. Trotzdem gibt es ein paar Tipps, die bei den Vorbereitungen helfen.

Wie lernen?
Bevor man sich für eine Lernmethode entscheidet, sollte man das Material sichten und gegebenenfalls ordnen. Hierzu zählt nicht nur ein allgemeiner Überblick, sondern auch das Markieren von wichtigen Passagen. Damit man weiß, worum es geht, sollte man sich den gesamten Stoff einmal komplett durchlesen.
Beim Lesen wird man nicht lernen, da zu wenig bis nichts hängenbleibt und man sich zudem nicht näher mit Fragestellungen auseinandersetzt. Was merken Sie sich besser? Gehörtes, Geschriebenes oder Gesagtes? Je nachdem kann man sich Lernstoff auf Dateien sprechen und anhören oder sich den Lernstoff selbst laut erklären. Auch gibt es die Möglichkeit, Lernstoff zu visualisieren, indem man Mindmaps oder Bilder und Grafiken zeichnet.
Das Karteikasten-System hilft beim Lernen von Definitionen oder Vorgängen. Auf die Vorderseite der Karteikarte kann so eine Frage oder ein Begriff geschrieben werden, auf die Rückseite die Antwort beziehungsweise die Definition. Da ein Karteikasten aus mehreren Fächern besteht, muss der Lernstoff automatisch öfter wiederholt werden, wodurch er sich auch besser einprägt.
Eselsbrücken können ebenfalls helfen, sich beispielsweise mehrere Begriffe zu merken. Je komischer und surrealer die Eselsbrücke, desto besser merkt man sich diese.
Außerdem gibt es zur Vorbereitung eventuell bestimmte Lernprogramme, die auf die Ausbildung zugeschnitten sind. Dazu erkundigt man sich am besten beim schulischen Ausbilder. Alte Prüfungsaufgaben sind ebenfalls sinnvoll, denn so kann man abschätzen, welchen Schwierigkeitsgrad die Aufgaben haben werden und wie umfangreich die Prüfung ausfallen wird. Zudem kann man alte Prüfungen daheim unter Klausurbedingungen versuchen zu lösen. So mindert man die Aufregung vor dem eigentlichen Prüfungstag.
Zusammenfassungen sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um den Stoff durchzugehen. Dabei sollten diese jedoch selbst verfasst worden sein, da man sich so schon während des Prozesses mit dem Material auseinandersetzt. Genauso sinnvoll ist es, sich eigene Prüfungsfragen auszudenken. Dadurch befasst man sich mit Themen intensiver und deckt noch bestehende Ungereimtheiten auf oder Bereiche, die man selbst nicht richtig verstanden hat.
Nicht nur komplizierte Themengebiete sollten Sie öfter wiederholen. Um kurz vor der Prüfung nicht in Zeitmangel und unnötigen Stress zu geraten, ist zudem ein Lernplan sinnvoll.

Abschlussprüfung: wie lange lernen?
Grundsätzlich sollten Sie rechtzeitig mit der Wiederholung beginnen und auch genügend Pausen in Ihren Tagesablauf integrieren. Frische Luft und viel Flüssigkeit sind ebenso wichtig wie ausreichend Schlaf. Eine gesunde Ernährung tut ihr Übriges.
Wann Sie am besten lernen, hängt ganz vom Typ ab. Sind Sie eine Eule oder eine Lerche? Arbeiten Sie lieber spät oder früh? Je nachdem gibt es gewisse Zeitspannen, die sich optimal zur Vorbereitung eignen. Genauso ist ein Lernen in der Gruppe möglich. Hier kann man sich über die verschiedenen Themengebiete gut austauschen und sich gegenseitig verschiedene Aufgabenstellungen erklären.

Was ist sonst noch zu beachten?
Sollten Sie auch eine mündliche Prüfung ablegen müssen, dann üben Sie schon zuvor das Präsentieren und Sprechen. Flüssig, deutlich und mit den entsprechenden Fachbegriffen versehen – so sollte Ihr Vortrag sein. Achten Sie am Prüfungstag auch auf ein passendes Outfit. Denn auch ein gepflegtes Äußeres gehört zu einer guten Präsentation.
Oftmals geht die Motivation verloren, wenn man sich über einen längeren Zeitraum für eine Prüfung vorbereiten muss. Da hilft nicht nur ein Lernplan, sondern auch ein eigenes Belohnungssystem. Ob es sich dabei um ein materielles Geschenk oder um freie Zeit handelt, ist Ihnen überlassen. Wichtig ist es anzufangen. Nehmen Sie sich eine Stunde und lernen Sie in dieser konzentriert. Dies können Sie jedoch nur, wenn auch die Lernumgebung stimmt.
Die eigenen vier Wände oder die Bibliothek – es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Wichtig ist nur, dass Sie sich wohlfühlen und nicht ablenken lassen. Das bedeutet, dass ihr Schreibtisch (und das Zimmer) möglichst aufgeräumt sein sollten. Smartphone und Internet sollten – soweit nicht zur Vorbereitung wichtig – ausgeschaltet und weggeräumt werden. Dann heißt es nur noch: Ordner auf und los geht`s!