Die ersten Tage in einem neuen Job sind meist spannend und unangenehm zugleich. Man freut sich auf alles Neue, das auf einen erwartet, fühlt sich aber zugleich zwischen all den unbekannten Gesichtern und Aufgaben unsicher. Dennoch ist es mit ein paar kleinen Tricks gar nicht so schwer, den Start im neuen Job zu einem Erfolg zu machen.

Dass man sich vor Antritt einer neuen Stelle über die wichtigsten Formalitäten informiert, ist selbstverständlich. Natürlich muss man genau wissen, wo und wann man sich am ersten Tag einzufinden hat und wer der Ansprechpartner ist. Zu spät kommen ist ein absolutes No-Go, deshalb sollte genügend Zeit für den Arbeitsweg eingeplant und wenn möglich sogar vorab schon die Strecke zum Büro getestet werden.

Außerdem sollte man sich über den Dresscode informieren. In der Regel hat man das Unternehmen schon im Rahmen des Vorstellungsgespräches kennengelernt und konnte sich ein Bild verschaffen. Auch die Branche verrät bereits einiges über den Dresscode. Während es in einer Bank sehr förmlich zugeht, sind die Mitarbeiter in Start-ups oft eher casual gekleidet. Grundsätzlich gilt: lieber overdressed statt underdressed. Dennoch wäre es unangenehm, wenn man förmlicher gekleidet als die Geschäftsführung zum ersten Arbeitstag erscheinen würde.

Eventuell ist es auch möglich, vorab Informationen und Material zur neuen Tätigkeit zu erhalten. Dies sollte man unbedingt nutzen, um am ersten Tag schon einmal einen groben Überblick zu haben.

Das richtige Maß finden

Im neuen Job ist zu Beginn natürlich alles neu. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an viel zuzuhören, zu beobachten und von den anderen zu lernen. Man muss zunächst die sozialen Strukturen und seinen Verantwortungsbereich ganz genau kennenlernen. Als neues Teammitglied direkt große Veränderungen anbringen zu wollen, ist in der Regel unpassend. Falls einem negative Dinge auffallen, kann man diese natürlich im Kopf behalten, sollte sie jedoch erst nach einer gewissen Zeit äußern.

Nichtsdestotrotz sollte in manchen Bereichen auch proaktiv gehandelt werden. Falls einem Arbeitsgeräte oder wichtige Zugänge fehlen, sollte man nicht darauf warten, dass das anderen Personen auffällt, sondern direkt nachfragen. Genauso sollte man keine Scheu haben, Fragen zu stellen, wenn Dinge unklar sind. In der Regel ist es auch nie von Nachteil, wenn man auf die Kollegen zugeht und aktiv Interesse zeigt.

Leistungswille zeigen

Besonders zu Beginn ist es wichtig, die einem übertragenen Aufgaben bestmöglich zu erledigen und stets Engagement zu zeigen. Sollte man dabei einmal schneller fertig sein als erwartet, so sollte man nicht Däumchen drehen, sondern proaktiv nach neuen Aufgaben fragen. Trotz aller Euphorie sollte jedoch gerade in den ersten Wochen ein Arbeitstempo an den Tag gelegt werden, das man auch auf lange Zeit durchhalten kann. Wer in der ersten Zeit stets am längsten im Unternehmen ist und übermäßig viel schafft, wird sicher keinen guten Eindruck hinterlassen, wenn er nach wenigen Wochen damit aufhört. Es ist wichtig, die Balance zu finden.

Sich beliebt machen

Vorweg: Schleimer mag niemand. Dennoch ist es natürlich hilfreich, sich Freunde zu machen. So simpel es klingen mag, aber wer beispielsweise nach seiner ersten Woche Donuts für alle mitbringt und sich für den herzlichen Empfang der Kollegen bedankt, wird sich damit einen kleinen Bonuspunkt sichern.

Der vielleicht wichtigste Hinweis kommt zum Schluss: Authentizität wahren! Trotz aller Bemühungen, es allen recht zu machen, einen guten Eindruck zu hinterlassen und schnellstmöglich einen Überblick über alles zu gewinnen, muss man sich selbst immer treu bleiben. Es bringt nichts, wenn man sich dauerhaft verstellen muss, um erfolgreich zu sein, da man eine solche Fassade nur schwer auf Dauer aufrechterhalten kann und auf diesem Wege auch selbst nicht glücklich werden würde.

Anna Traut