1. Frauen
Laut dem Monitor Familienleben sind weniger Frauen als Männer erwerbstätig und vollzeitbeschäftigt. Der Grund für eine solche Differenz liegt nicht bei der geringen Qualifikation der Frauen. Das weibliche Geschlecht hat Männer bereits bei den Bildungsabschlüssen eingeholt und teilweise sogar überholt. Viel mehr können die Unterschiede durch die schlechte Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, die geringe Hilfe bei der Pflege Angehöriger und die wenig flexiblen Arbeitszeiten erklärt werden. Leider sind diese Ursachen meist ein politisches und strukturelles Problem. Trotzdem können Sie als Unternehmen das Potential von Frauen nutzen, indem sie
  • Wiedereinsteigerinnen begünstigen und fördern
  • Alleinerziehende berücksichtigen und
  • Flexiblere Arbeitszeiten einführen
  2. Arbeitnehmer 55 +
Auch diese Zielgruppe wird stark unterschätzt. Arbeitnehmer ab 55+ werden eher weniger bei der Einstellung berücksichtigt. Die Befürchtungen vieler Unternehmer durch ältere Arbeitnehmer weniger produktiv zu sein sind unberechtigt. Zahlreiche Studien belegen, dass ein altersgemischtes Team nicht nur das Arbeitsklima verbessert, sondern auch die Produktivität steigert.

3. Personen mit Behinderung
Auf Grund des demografischen Wandels wird es in Deutschland zunehmend mehr Menschen mit Behinderung geben, da die meisten Beeinträchtigungen erst im Laufe des Lebens entstehen. Lange wurden Personen mit Behinderung zu Unrecht unterschätzt. Studien bestätigen, dass körperlich behinderte Menschen durchschnittlich höhere Qualifikationen aufweisen und meist sehr motiviert sind. Zudem stuft ein Großteil der Kollegen die Zusammenarbeit als höchst positiv ein.

4. Migranten
Leider sind Jugendliche mit Migrationshintergrund in der deutschen Fachkräftewelt stark unterrepräsentiert. Jedoch bergen sie viel Potential. Migranten sprechen häufig fließend mehrere Sprachen und weisen interkulturelle Kompetenzen auf.

5. Junge Menschen
Grundsätzlich ist in Deutschland die Jugendarbeitslosigkeit gering. Trotzdem ist vor allem bei jungen Menschen noch viel Potential herauszuholen. So können vor allem Bewerber und Bewerberinnen gefördert werden, die noch keinen Ausbildungsplatz erhalten haben, obwohl sie vor längerer Zeit erfolgreich die Schule abschlossen. Auch Personen ohne Schulabschluss oder mit besonderem Förderungsbedarf sollten von Unternehmen berücksichtigt werden.
 
Quelle: http://www.fachkraefte-offensive.de