Die Arbeitswelt ist in einem ständigen Wandel, dabei ist besonders der Ausgleich zwischen Privatleben und Beruf heutzutage wichtiger denn je. Zur Unterstützung der Work-Life-Balance wurde ab dem 1. Januar 2019 ein Brückenteilzeitgesetz erlassen. Wir klären für Sie die wichtigsten Fakten zur befristeten Teilzeit.

Was ist Brückenteilzeit?

Die neue Arbeitszeitlösung ermöglicht Berufstätigen eine zeitlich befristete Teilzeitarbeit. Anders als der bei der gewöhnlichen Teilzeit ist es möglich, nach der Brückenteilzeit in die gewohnte Vollzeitstelle zurückzukehren. Während dieser Zeit ist der Arbeitgeber verpflichtet, denselben Stundenlohn zu zahlen. Dennoch verringert sich natürlich das monatliche Einkommen und die verkürzte Arbeitszeit hat Auswirkung auf Ihre Rentenhöhe. Besonders in der Region Franken gibt es viele große Arbeitgeber, die Ihren Arbeitnehmern eine Brückenteilzeit ermöglichen.  Da lohnt sich die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz auf der regionalen Jobbörse jobs.inFranken.de.

Das Brückenteilzeitgesetz zum persönlichen Vorteil nutzen

Dieses Modell bietet Arbeitnehmern die Möglichkeit, sich dank weniger Arbeitszeit mehr auf das Privatleben und die persönlichen Ziele zu konzentrieren. Ohne Angst, die Vollzeitstelle verlieren zu müssen, wird die Lebensqualität des Beschäftigten durch mehr freie Zeit verbessert. Angestellte nutzen diese berufliche Chance meist, um sich weiterzubilden, die eigenen Kinder zu versorgen oder pflegebedürftige Familienmitglieder zu unterstützen. 

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Brückenteilzeit - den Antrag für befristete Teilzeitarbeit stellen

In jedem Alter ist es Berufstätigen gestattet, diese Teilzeit zu beantragen. Die Antragstellung in Textform entspricht im weitesten Sinne den Regelungen für die unbegrenzte Teilzeit. Hierbei sollten Sie einige Merkmale beachten, um keine offenen Fragen bei Ihrem Arbeitgeber zu hinterlassen.

- Reichen Sie Ihre Anfrage mindestens 3 Monate vor Beginn der Teilzeitarbeit ein.

- Benennen Sie die genaue Zeitspanne, in der Sie das Modell in Anspruch nehmen wollen. Diese muss bei mindestens 1 Jahr und maximal 5 Jahren liegen.

- Geben Sie an, um wie viele Stunden oder Tage pro Woche Sie Ihre Arbeitszeit verringern wollen.

- Einen triftigen Grund, wieso Sie das Arbeitszeitmodell beantragen wollen, müssen Sie nicht nennen.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet diese Situation mit dem Arbeitnehmer zu erörtern. Hierbei sollten Sie immer sachlich und formell gegenüber Ihrem Vorgesetzten bleiben, um zu einer festen Vereinbarung zu kommen.

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Wann darf man einen Antrag auf Brückenteilzeit stellen?

Grundsätzlich hat jeder Erwerbstätige das Recht, das Brückenteilzeitgesetz ohne bestimmten Grund in Anspruch nehmen. Dennoch müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden: 

- Sie sind seit mindestens 6 Monaten in Ihrem Unternehmen tätig.

- Das Modell nehmen Sie mindestens 1 bis maximal 5 Jahre in Anspruch.

- Ihr Arbeitgeber beschäftigt mehr als 45 Mitarbeiter.

Obwohl das Gesetz für jeden gilt, der die oben genannten Anforderungen erfüllt,  betriebliche Gründe, in denen ein Arbeitgeber den Antrag ablehnen darf. 

- Die Gefahr einer wesentlichen Beeinträchtigung der Sicherheit im Betrieb.

- Die Verursachung unverhältnismäßiger Kosten.

- Untragbare Beeinflussung der Organisation oder des Arbeitsablaufes.

- "Zumutbarkeitsgrenze": Unternehmen mit 46 bis 200 Arbeitnehmern müssen pro 15 Angestellten nur jeweils einem Arbeiter dieses Arbeitsmodell genehmigen.

Außerdem ist es von Bedeutung zu wissen, dass Sie während  der laufenden Brückenteilzeit kein Anrecht auf einen einseitigen Antrag auf Rückkehr in die Vollzeitstelle oder eine Veränderung der Arbeitszeit haben. Darüber hinaus besteht nach dem Ende der befristeten Teilzeitarbeit eine Sperrfrist von 12 Monaten bevor Sie das Modell erneut in Anspruch nehmen können.