In Deutschland wird konstant gespart - vor allem fürs Alter. Das zeigt das aktuelle Anlegerbarometer von Union Investment, das einen Einblick in das Sparverhalten der Deutschen in den vergangenen 25 Jahren erlaubt. Die private Altersvorsorge ist über den gesamten Zeitraum fast durchgängig Sparziel Nummer 1 und erreichte im zweiten Quartal 2025 mit 87 Prozent einen Rekordwert, aktuell sind es 84 Prozent. Allerdings gaben in einer YouGov-Umfrage für die Postbank im vergangenen Jahr auch viele Befragte an, dass sie aufgrund der hohen Preise keinen Notgroschen mehr ansparen können.

Auf Platz zwei und drei folgen Notfallrücklage sowie das Sparen für Unabhängigkeit und Flexibilität, die im Zeitverlauf an Bedeutung gewonnen haben. Mit der jüngeren Generation verändert sich die Art der Vorsorge jedoch. Früher dominierten Versicherungen, heute setzen viele auf Investmentfonds. 46 Prozent sehen Fonds als beste Form der Altersvorsorge, bei den 20- bis 29-Jährigen sind es 58 Prozent (2001: 18 Prozent insgesamt). Parallel verliert das Sparbuch an Gewicht: Der Besitz sank von 86 Prozent (2001) auf 60 Prozent, während Fonds von 50 auf 66 Prozent zulegten. Der Aktienbesitz erreichte mit 35 Prozent einen Höchststand.

Viele Deutsche setzen beim Sparen heute auf Investmentfonds

"Das Bewusstsein dafür, dass private Altersvorsorge essenziell ist, um den eigenen Lebensstandard im Alter zu halten, steigt. Damit rücken Renditechancen stärker in den Fokus", sagt Kerstin Knoefel, Segmentleiterin Privatkunden bei Union Investment. 

Rund ein Drittel der Befragten verfolgt inzwischen das Ziel, mit dem Ersparten Chancen an den Kapitalmärkten zu nutzen – Tendenz steigend, besonders bei Jüngeren. Gleichzeitig bleiben Grundhaltungen stabil: hohe Sparbereitschaft, Sicherheitsorientierung und ein nüchterner Umgang mit Krisen. Selbst in der Finanzmarktkrise hielten die meisten Anleger an ihren Strategien fest.

Beim Blick nach vorn sind viele Sparer derzeit so optimistisch wie selten: 29 Prozent erwarten eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation in den nächsten zwölf Monaten. Deutlich pessimistischer fällt dagegen die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage aus, die in Krisenzeiten – etwa mit Beginn des Ukraine-Kriegs – starke Ausschläge nach unten zeigte.

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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