Geld verdienen ohne Arbeit – ein passives Einkommen macht den Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit möglich. Voraussetzung ist, dass du ausreichend Kapital für ein passives Einkommen angelegt hast. Aktuelle Renditen aus Zinsen, Dividenden oder Mieten machen ein Leben ohne tägliche Arbeit machbar – aber es erfordert Planung.
Finanzielle Freiheit: Wie funktioniert passives Einkommen?
Passives Einkommen entsteht durch Erträge aus Kapital, ohne dass du aktiv arbeitest – typisch sind Zinsen aus Festgeld, Dividenden aus Aktien oder ETFs sowie passive Mieteinnahmen aus Immobilien. Anfang 2026 liegen sichere Zinsen bei etwa 2,5 Prozent pro Jahr, Dividendenrenditen bei 3 bis 5 Prozent und Mietrenditen bei 4 bis 6 Prozent netto.
Diese Quellen zahlen regelmäßig aus, solange das Kapital erhalten bleibt. So profitierst du vom Zinseszinseffekt: Bei konstanter Wiedereinlage wächst dein Portfolio exponentiell, was langfristig die Entnahmerate stabilisiert.
Doch wie viel Kapitel ist nötig? Um monatlich 2000 Euro passiv zu verdienen, brauchst du je nach Rendite 480.000 bis 800.000 Euro. Die 4-Prozent-Regel aus der FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early) empfiehlt bei 24.000 Euro Jahresbedarf 600.000 Euro Kapital (4 Prozent Entnahme). Für 1000 Euro monatlich reichen bei 3 Prozent Rendite ca. 400.000 Euro. Das sollte dein (Mindest-)Kontostand für finanzielle Unabhängigkeit sein.
Passives Einkommen berechnen: Wie berechnest du Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen?
Für diese Strategie ist es wichtig zu wissen, wie du Zinsen, dein Einkommen aus Dividenden und Mieteinnahmen berechnest.
- Zinsen: Bei 2,5 Prozent auf 480.000 Euro erzielst du 12.000 Euro brutto jährlich (minus Abgeltungsteuer).
- Dividenden: 4 Prozent auf 300.000 Euro in ETFs bringen 12.000 Euro.
- Miete: Bei 5 Prozent Bruttorendite auf 500.000 Euro Immobilienwert fließen netto ca. 20.000 Euro in dein Vermögen.
Die Formel "Jährliche Einnahme = Kapital × Rendite" ist das grundlegende mathematische Prinzip, um passives Einkommen einfach zu berechnen. Kapital steht für den Betrag, den du investiert hast (z. B. 500.000 Euro), und Rendite für die prozentuale Ertragshöhe pro Jahr (z. B. 4 Prozent oder 0,04 als Dezimalzahl). Das Ergebnis gibt dir die erwartete Brutto-Einnahme vor Steuern und Kosten.
Gibt es beim passiven Einkommen Risiken und Steuern?
Beachte die Risiken und steuerlichen Aspekte beim passiven Einkommen. Risiken umfassen Marktschwankungen bei Aktien, die Kursschwankungen von 20 bis 50 Prozent in volatilen Jahren nach sich ziehen können. Auch Zinsänderungen durch fallende Leitzinsen schmälern deine Erträge. Leerstand oder Instandhaltungskosten bei Immobilien, die Mieteinnahmen um 10 bis 20 Prozent drücken, gehören ebenfalls zu den Risiken.
Inflation mindert zudem die Kaufkraft deines Kapitals langfristig – ziele daher auf eine reale Rendite von 3 bis 4 Prozent nach Inflation, um deinen Lebensstandard zu halten. Die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag (ca. 5,5 Prozent darauf) und ggf. Kirchensteuer beträgt effektiv um 26,4 Prozent. Tipp: Ein Freistellungsauftrag bis 1000 Euro (2.000 Euro für Paare) hält einen Teil der Erträge steuerfrei.
Diversifiziere dein Portfolio über Anlageklassen (z. B. 40 Prozent Aktien/ETFs, 30 Prozent Festgeld, 30 Prozent Immobilienfonds), Regionen und Laufzeiten, um Verluste auszugleichen. So reduzierst du das Gesamtrisiko und stabilisierst Auszahlungen auch in Krisenjahren.