Die Beiträge der Krankenkassen sind im Jahr 2026 weiter gestiegen. Über 40 gesetzliche Kassen haben zu Jahresbeginn erhöht, bei den privaten Krankenversicherungen ging es zum 1. Januar im Schnitt um etwa 13 Prozent hoch, wobei rund 60 Prozent der Versicherten betroffen sind.
Doch zumindest wer privat versichert oder freiwillig gesetzlich versichert ist, kann sich mit einem Steuertrick tausende Euro sparen. Entscheidend hierfür ist das Einkommensteuergesetz (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG).
Für die Vorauszahlung bei der Krankenversicherung gilt es eine Frist zu beachten
Folgt man den Angaben der Lohnsteuerhilfe Bayern (lohi), dann lassen sich bis zu 5.000 Euro Steuervorteil herausholen. Dem Einkommensteuergesetz zufolge sind laut Lohnsteuerhilfe Vorauszahlungen der Krankenversicherungsbeiträge bis zum dreifachen Jahresbetrag möglich.
- Wichtig: Laut den Steuer-Experten sollten Vorauszahlungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) zur Steueroptimierung spätestens bis zum 15. Dezember, sicherheitshalber jedoch bis spätestens 21. Dezember des laufenden Jahres auf dem Konto des Versicherers eingegangen sein.
Zwei Effekte bei der Steuer durch Krankenversicherungs Zahlungen
Lohnsteuerhilfe Bayern sieht gleich zwei Steuereffekte durch die Vorauszahlung:
- Die erste Steuerersparnis ergibt sich für das Jahr der Vorauszahlung, indem die Krankenversicherungsbeiträge gebündelt werden. Sie hat demnach "einen erheblichen Steuereffekt, da die Beiträge in unbegrenzter Höhe abgesetzt werden können".
- Der zweite Vorteil: Hier geht es um die Folgejahre, "indem zusätzliche personenbezogene Versicherungsbeiträge, die ansonsten steuerlich unter den Tisch fallen würden, bis zur steuerlichen Höchstgrenze geltend gemacht werden können." Die lohi erklärt, dass sich dadurch "Versicherungsbeiträge optimal absetzen und zweistellige Renditen erzielen" lassen. Lohnsteuerhilfe: "Wie groß die Steuerersparnis ausfällt, hängt vom persönlichen Steuersatz, der Veranlagungsart und dem Beitragsmodell bei der PKV ab."
Wie sieht der Vorauszahlungs-Effekt genau aus?
Doch wie funktioniert der Vorauszahlungs-Effekt jetzt genau? Schaut man sich die Ausführungen der Lohnsteuerhilfe Bayern genau an, dann passieren folgende Schritte:
- Für das Jahr, in dem die Vorauszahlung geleistet wird, kann man die gesamten Beiträge als Sonderausgaben geltend machen.
- Für die Kranken- und Pflegeversicherung ist laut Gesetz die Basisabsicherung unbegrenzt absetzbar.
- Mit diesem Schritt sinkt das zu versteuernde Einkommen im Zahlungsjahr spürbar.
- Für die folgenden Jahre, für die die Beiträge bereits im Voraus bezahlt wurden, fallen keine laufenden Kosten mehr in der Krankenversicherung an.
- Die Folge: Der steuerliche Höchstbetrag für Sonderausgaben ist nicht davon blockiert.
- Damit entsteht die Möglichkeit, andere Versicherungen steuerlich wirksam abzusetzen.
- Dazu zählen die Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung oder auch die Haftpflichtversicherung sowie die Pflegezusatz-, Zahnzusatz-, Krankenzusatz- oder Risikolebensversicherung.
Besonders geeignet ist ein solcher Spareffekt laut der Lohnsteuerhilfe Bayern für "Ledige oder Verheiratete, bei denen beide Ehepartner PKV-versichert sind". Und weiter heißt es: "Damit es vollständig umgesetzt werden kann, müssen beide Ehegatten von der Möglichkeit der Vorauszahlung Gebrauch machen. Es rentiert sich besonders in Jahren, in denen der Grenzsteuersatz hoch ist, zum Beispiel ausgelöst durch eine Abfindung oder Sonderzahlung."