Online-Plattformen wie Kleinanzeigen bieten die Gelegenheit, gebrauchte Dinge unkompliziert zu verkaufen. Doch es gibt klare Regeln, was nicht angeboten werden darf. Drogen, Waffen und gefälschte Markenartikel sind ebenso untersagt wie lebende Tiere, bestimmte Pflanzen oder offizielle Dokumente. Wer diese Vorgaben missachtet, riskiert nicht nur eine Kontosperrung, sondern auch rechtliche Konsequenzen. Die wichtigsten Verbote sind in den Richtlinien der Plattform genau festgehalten.
Warum gibt es kein Parfüm, Bier und keine Shishas auf Kleinanzeigen?
Manchmal liegt es auch nahe, statt eine alte Sache noch zu einem kleinen Preis anzubieten, eine Gegenleistung einzufordern. Beispielsweise eine alte Couch gegen einen Bierkasten einzulösen. Doch ein solches Angebot wird nicht lange auf Kleinanzeigen zu sehen sein. Recht schnell wird Kleinanzeigen die Annonce löschen.
Was steckt dahinter? Ganz einfach: Die Annonce verstößt gegen die Grundsätze von Kleinanzeigen. Unter anderem ist es nämlich verboten, mit Alkohol zu handeln oder diesen als Gegenleistung einzufordern. Dasselbe trifft auf Parfüm zu. Nur leere Flaschen dürfen verkauft werden.
Wenn du gerne Shisha rauchst, wirst du ebenfalls bei Kleinanzeigen nicht das finden, wonach du suchst, und enttäuscht werden. Denn Kleinanzeigen ist auch in diesem Bereich Spielverderber: keine Tabakwaren, keine Wasserpfeifen oder Zubehör.
Welche weiteren Dinge sind nicht bei Kleinanzeigen erhältlich?
Stehst du auf gruselige Horrorfilme, in denen das Blut spritzt, oder Ballerspiele? Weder auf Ebay noch auf Kleinanzeigen ist die Erlaubnis erteilt, solche Filme oder Spiele anzubieten, wenn sie nicht jugendfrei sind. Medien, die für jede Altersklasse geeignet sind, sind dagegen unbedenklich.
Ebenfalls auf der Liste der verbotenen Gegenstände stehen Schuss-, Hieb- und Stichwaffen, die auch per Waffengesetz nicht legal sind, sofern man nicht einen entsprechenden Waffenschein besitzt. Das schließt auch entsprechende Munition und Zubehör ein.
Pressesprecher Pierre Du Bois wird von Techbook folgendermaßen zitiert: "Wenn wir Kenntnis von strafrechtlich relevanten Angeboten erhalten, erstatten wir durchaus selbst Anzeige. Wir arbeiten auch bei den weiteren Ermittlungen eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen."
Was passiert, wenn du dich nicht an die Grundsätze hältst?
Solltest du dennoch versuchen, eine Anzeige aufzugeben, die nicht den Vorgaben entspricht, muss dir bewusst sein, dass sie nach kurzer Zeit deaktiviert oder gar nicht erst veröffentlicht wird. Jede Anzeige durchläuft vor der Freischaltung eine Überprüfung.
Manchmal werden aber auch Anzeigen gelöscht, in denen Dinge angeboten oder gesucht werden, die zwar nicht auf der Liste der verbotenen Gegenstände stehen, die aber bedenklich sind. Beispielsweise wirst du vermutlich mit dem Versuch scheitern, ein Konzert-Ticket anzubieten oder zu suchen. Laut Kleinanzeigen wird sich vorbehalten, Anzeigen, die ein Risiko für die User aufweisen, zu deaktivieren. Bei Konzert-Tickets sind Betrügereien häufig.
Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, weil deine Anzeige gelöscht wurde, hast du die Möglichkeit, dich an den Kundenservice zu wenden. Diesen erreichst du am einfachsten per Mail. Solltest du öfter gegen die Grundsätze verstoßen, kann Kleinanzeigen dein Profil vorübergehend oder dauerhaft sperren.