• Das klassische Sparbuch wirft kaum noch Zinsen ab und lohnt sich selten
  • Tagesgeld und Festgeld bieten derzeit attraktive Zinsen bei überschaubarem Risiko
  • Wertpapiere wie Aktien und ETFs versprechen langfristig die höchsten Renditen

Wer sein Geld sinnvoll anlegen möchte, steht vor einer großen Auswahl an Möglichkeiten. Vom klassischen Sparbuch über Tagesgeld und Festgeld bis hin zu Wertpapieren gibt es für jeden Anlegertyp das passende Modell. Doch nicht jede Anlageform eignet sich für jeden – Rendite, Risiko und Flexibilität spielen dabei eine entscheidende Rolle. Während das Sparbuch kaum noch Zinsen abwirft, locken Tages- und Festgeldkonten mit attraktiveren Konditionen. Wertpapiere bieten langfristig oft die höchsten Renditen, bergen aber auch ein höheres Risiko.

"Sparen zu konservativ": Deutsche meiden Aktien und ETFs

Insgesamt sparen die Menschen hierzulande wie die Weltmeister: Fast drei Viertel der Befragten legen nach eigenen Angaben regelmäßig (43,7 Prozent) oder unregelmäßig (28,4 Prozent) Geld zur Seite.

Mit Abstand am beliebtesten dabei: Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch. Um Wertpapiere wie Aktien, ETFs, Fonds oder Anleihen macht etwa die Hälfte der Sparer einen Bogen, vor allem deshalb, weil sie sich nach eigener Aussage nicht damit auskennen oder Risiken vermeiden. "Viele Menschen in Deutschland sparen fleißig, aber zu konservativ", sagt Commerzbank-Privatkundenchef Thomas Schaufler.

"Trotz hoher Sparquoten nutzt die Mehrheit renditestärkere Anlageformen wie Wertpapiere zu wenig und verschenkt damit langfristig finanzielles Potenzial." Schaufler weist darauf hin, dass auf zumeist unverzinsten Konten in Deutschland rund drei Billionen Euro liegen. "Nicht nur mit Blick auf die Altersvorsorge ist es wichtiger denn je, liquide Mittel gezielt zu investieren und die Chancen der Kapitalmärkte zu nutzen", sagt der Commerzbank-Privatkundenchef.