Im Normalfall ist die Zucchini ein leckeres Gemüse, das sich zudem leicht im eigenen Garten anbauen lässt. Egal ob gekocht, gebraten, gebacken oder gegrillt - die Zucchini lässt sich vielseitig zubereiten. Aber kann man Zucchini auch roh essen?

Das grüne Gemüse zählt zu der Familie der Kürbisgewächse. Neben den grünen Zucchini gibt es sie in gelb oder weiß. Vor allem die gelben Früchte haben einen sehr guten und milden Geschmack. Je kleiner die Zucchini geerntet werden, umso wertvoller sind sie. In Eintöpfen, Aufläufen oder als Zucchini-Nudeln - die leckere Gemüsebeilage ist vielseitig einsetzbar. Ein Rezept für leckere Zucchinipuffer, die sowohl warm als auch kalt schmecken, finden Sie hier.

Zucchini roh essen: Vitamine und Nährstoffe bleiben erhalten

Will man die, in der Zucchini enthaltenen, Nährstoffe und Vitamine so gut es geht erhalten, kann man die Zucchini grundsätzlich roh essen, wie Öko-Test berichtet. So sind sie besonders gesund. Die Zucchinischale enthält dabei die meisten Vitamine. Deshalb ist es ratsam, zur Bio-Zucchini zu greifen. Dort sind garantiert keine synthetischen Pestizidrückstände auf der Schale und sie kann ohne Bedenken mitgegessen werden.

Doch wenn die Zucchini bitter schmeckt, sollten sie die Finger davon lassen! Experten raten, die Zucchini zu entsorgen, sobald auch nur ein leichter Bittergeschmack vorhanden ist: Denn das ist ein klares Anzeichen, dass die Zucchini giftig ist. Das Problem des bitteren Geschmacks ist, dass er auf in der Zucchini enthaltene Cucurbitacine hindeutet. Diese Bitterstoffe sind nicht nur extrem giftig, sondern auch hitzebeständig. Das heißt, auch durch Kochen oder Braten bleiben sie in der Frucht enthalten.

Bei Cucurbitacinen handelt es sich um pflanzeneigene Schutzstoffe, die bei den heutigen Gartensorten der Zucchini weggezüchtet worden sind. Allerdings können die Pflanzen trotzdem Bitterstoffe produzieren, vor allem dann, wenn sie Hitze oder Trockenheit ausgesetzt sind. Die extrem giftigen Cucurbitacine verursachen in kleinen Mengen Beschwerden wie Brechreiz, Durchfall oder Magenverstimmungen. Größere Mengen können jedoch bis zum Tod führen. Auch interessant: Solanin in keimenden Kartoffeln: Wann wird der Verzehr gefährlich?

Cucurbitacine als Schutz gegen Fressfeinde 

Bei den wild wachsenden Arten der Zucchini und ihren nahen Verwandten wie den Kürbissen, Gurken oder Melonen sind die Cucurbitacine als Schutz gegen Fressfeinde enthalten. Das Saatgut, das im Handel erhältlich ist, ist dagegen ungefährlich, da bei diesen Arten die Bitterstoffe weggezüchtet wurden, wie Experten von "mein schöner Garten" erklären. Lediglich bei Zierkürbissen findet sich noch eine höhere Konzentration der giftigen Stoffe. Deshalb sollten diese auf keinen Fall gegessen werden. Lesen Sie auch: Köstliche Krebserreger: Diese Lebensmittel sind so schädlich wie Rauchen.

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Doch auch wenn Sie Saatgut aus dem Handel verwenden, um im Garten eigene Zucchini heran zu ziehen, muss man einige Dinge beachten. Wichtig ist einerseits, dass die Zucchini nicht neben Zierkürbissen angebaut werden, da es so zu Kreuzungen kommen kann. Verwenden Sie die entstandenen Samen der Früchte dann zum Anpflanzen im nächsten Jahr könnten diese Kreuzungen Folgen haben. Möglicherweise besitzen dann nämlich auch die Zucchini wieder das gen, dass die Pflanzen die Bitterstoffe bilden lässt. Deshalb ist es ratsam, jedes Jahr neues Saatgut aus dem Handel zu kaufen und damit die neuen Zucchini zu pflanzen.