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Sind Sie Burnout-gefährdet? Das sind die 5 typischen Symptome

Tausende sind betroffen, Millionen gefährdet – Burnout ist längst zur Volkskrankheit geworden. Zu den Hauptursachen zählen Termindruck, Stress oder ein schlechtes Arbeitsklima.
Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich von Burnout bedroht. Wichtig ist es, frühzeitig auf typische Symptome zu achten. Foto: Oliver Berg/dpa

Laut einer Umfrage der pronova BKK fühlt sich jeder zweite Bundesbürger von einem möglichen Burnout bedroht und klagte über entsprechende Symptome wie Erschöpfung, Nervosität und Rückenschmerzen.

 

"Diagnose" Burnout

Ausgebrannt ist, wer sich über einen längeren Zeitraum emotional und körperlich entkräftet und überfordert fühlt. Doch die medizinische Diagnose Burnout gibt es im eigentlichen Sinne nicht. Burnout gilt als Zusatzdiagnose vor allem zur Depression. Viele Krankheitsanzeichen überschneiden sich.

Jeder sechste Burnout-Patient leidet an einer Depression. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass weltweit mehr als 300 Millionen Menschen mit einer Depression leben. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens daran zu erkranken, wird auf 11 bis 15 Prozent geschätzt.

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Woran erkennt man ein Burnout?

Die Beschwerden können individuell verschieden sein. Zu den fünf häufigsten Symptomen zählen etwa Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung. Betroffene können ihre täglichen Aufgaben oft nicht mehr bewältigen. Sie brauchen häufiger Ruhepausen, können aber selbst dann nicht richtig abschalten.

Hand in Hand damit geht eine nachlassende Leistungsfähigkeit, die durch Konzentrationsstörungen und Nervosität hervorgerufen wird. Entscheidungen fallen schwer.

Meist ziehen sich Burnout-Patienten immer mehr zurück. Sie gehen ihren Hobbies nicht mehr nach. Partner und Freunde werden vernachlässigt.

Schließlich verspüren Betroffene einen starken Sinnverlust, ein Gefühl der Leere, keine Freude mehr. Manche empfinden Gleichgültigkeit, andere tiefe Traurigkeit. Viele fühlen sich innerlich unruhig und getrieben und leiden unter Ängsten und Hoffnungslosigkeit.

Dazu kommen sogenannte psychosomatische Symptome. Das sind körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen sowie Schlafstörungen.

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Laut Umfrage: Viele Arbeitnehmer klagen über mögliche Symptome

Fast neun von zehn Deutschen fühlen sich von ihrer Arbeit gestresst. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer leidet zumindest hin und wieder unter Rückenschmerzen, anhaltender Müdigkeit, innerer Anspannung, Lustlosigkeit oder Schlafstörungen. Je 61 Prozent der Menschen in Deutschland klagen über Rückenschmerzen oder Erschöpfung - 23 Prozent jeweils sogar häufig. 59 Prozent fühlen sich manchmal innerlich angespannt.


Hohes Burnout-Risiko

"Das sind alles mögliche Symptome eines Burnouts", sagte Gerd Herold, Beratungsarzt der Krankenkasse. Der Studie zufolge sehen 50 Prozent der Beschäftigten daher auch für sich ein mäßiges bis hohes Burnout-Risiko. Jeder siebte sieht bei sich selbst die Gefahr, vollkommen auszubrennen.

Zu den Hauptgründen für das Gefühl völliger Erschöpfung zählen laut der Umfrage ständiger Termindruck (34 Prozent), emotionaler Stress durch Kunden oder Patienten (30 Prozent), Überstunden und schlechtes Arbeitsklima (je 29 Prozent).

Wird eine depressive Erkrankung früh erkannt, ist sie meist gut behandelbar. Es gibt psychotherapeutische wie auch medikamentöse Therapien.