• Medizinische Gründe können gegen Impfung sprechen
  • Neben Vorerkrankungen gibt es weitere Gründe nicht geimpft zu werden
  • Ärzte dürfen Impfatteste ausstellen

Nicht alle Menschen sollen sich aktuell impfen lassen. Vorerkrankungen und bestimmte andere Kriterien sprechen dagegen. Wer gehört dazu? 

Wie viele Menschen sind gegen Corona geimpft?

In Deutschland sind aktuell 61,7 Millionen Menschen gegen Corona geimpft, das macht rund 74,1 Prozent der Bevölkerung aus (Stand: 04.02.2022). Rund 53,9 Prozent der Menschen haben sich zudem bereits einer Auffrischungsimpfung unterzogen.

Der Impffortschritt hat dabei in den letzten Wochen und Monaten rapide abgenommen, es kommen immer weniger neue Impfungen hinzu.

Doch nicht mit in der Statistik einberechnet sind die Personen, die aufgrund medizinischer Gründe gar nicht geimpft werden müssen oder dürfen. Das kann viele Ursachen haben. 

Wer kann sich nicht impfen lassen aufgrund medizinischer Gründe?

In einer Liste hat das Robert Koch-Institut (RKI) zusammengefasst, wer sich nicht gegen Corona impfen lassen kann. Zuallererst sind das Menschen, die allergisch auf Bestandteile der Covid-19-Impfstoffe reagieren.

Bestimmten Menschen wird von einer Impfung abgeraten.
CC0 / Pixabay / ronstik

Das kann unter anderem aufgrund einer Allergie gegen Polyethylenglykol sein, das vor allem in mRNA-Impfstoffen enthalten ist. In der Regel können diese Menschen jedoch trotzdem mit einem Vektor-Impfstoff geimpft werden.

Ebenso dürfen sich Menschen mit einem bestehenden Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) oder einem Kapillarlecksyndrom nicht impfen lassen. Vor allem auf AstraZeneca sollte hier verzichtet werden. Ein mRNA-Impfstoff kann dagegen genutzt werden.

Weitere Gründe, die eine Impfung ausschließen

Das RKI empfiehlt ebenso keine Impfung für Kinder unter 12 Jahren, außer es liegt eine Vorerkrankung vor oder Personen im näheren Umfeld sind Risikopatienten. Zwischen 5 und 12 Jahren kann jedoch trotzdem nach individuellem Wunsch geimpft werden.

Keine Impfung notwendig: Ein Attest verhindert die Spritze.
CC0 / Pixabay / MasterTux

Vorübergehend nicht geimpft werden können Menschen mit Infektionen und bei über 38 Grad Körpertemperatur. Klingt das Fieber ab, ist eine Impfung jedoch wieder möglich.

Auch für Schwangere gibt es Einschränkungen. Das RKI empfiehlt die Impfung erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Auch wenn die Erstimpfung vor Beginn der Schwangerschaft stattgefunden hat, sollte mit der zweiten Impfung bis zum Beginn des zweiten Drittels gewartet werden. 

Wer legt fest, wer geimpft werden kann und wer nicht?

Die Bundesregierung, das RKI und weitere offizielle Stellen geben Empfehlungen raus, welche Personen sich nicht impfen lassen sollten.

Am Ende obliegt es jedoch den betroffenen Personen und den behandelnden Ärzten, ob wirklich auf eine Impfung verzichtet wird. Schließlich gilt es natürlich, die individuelle Situation zu beurteilen.

Allgemein sollte man jedoch dem Rat von offizieller Seite aus folgen und in bestimmten Fällen auf die Impfung verzichten. Das hat keine negativen Auswirkungen auf das soziale Leben, da du in diesem Fall ein Attest ausgestellt bekommst. 

Wer bekommt wann ein Attest?

Ungeimpfte Personen haben immer weniger Möglichkeiten, am sozialen Leben teilzunehmen. In der Bahn, beim Einkaufen oder im Restaurant: Größtenteils sind nur noch geimpfte und genesene Menschen zugelassen.

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Wer sich jedoch nicht impfen lassen kann, dem wird vom Arzt ein Attest ausgestellt. Diese Bescheinigung nimmt Betroffene von der 2G-Regel aus, neben dem Attest muss jedoch trotzdem ein Antigen- oder PCR-Test vorgelegt werden. Diesen braucht man mittlerweile in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, sodass es trotz Attest sehr mühsam ist, dem sozialen Leben nachzugehen. 

Wichtig ist, dass sich aus dem Attest nachvollziehbar eine Diagnose ergibt, weshalb man nicht geimpft werden kann. Die Arztpraxen können sich dafür eine Vorlage herunterladen und das sogenannte Kontraindikation-Attest anschließend ausfüllen. 

Was passiert bei willkürlich ausgestellten Attesten? Gibt es Strafen?

Immer öfter häufen sich die Nachrichten falscher oder willkürlich ausgestellter Impfatteste. Einige Ärzte stellen solche Atteste ohne Untersuchung aus, aufgrund einer Antihaltung gegen die Maßnahmen oder fehlerhaft skeptischer Gedanken.

Ein solches Handeln kann hohe Strafen zur Folge haben.

Alleine in Niedersachsen ermittelt die Ärztekammer gegen 50 Mediziner*innen, welchen Falschaussagen rund um die Pandemie vorgeworfen werden. Einige haben falsche Atteste ausgestellt, weshalb nun rechtliche Schritte geprüft werden. Liegt kein nachvollziehbarer und überprüfter Grund vor, dann darf natürlich auch kein Attest ausgestellt werden. 

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