Die Periode ist für viele Menschen noch immer ein Tabu-Thema. Das möchten die Gründerinnen von "The Female Company" ändern und setzen sich mit ihren Bio-Tampons für die Enttabuisierung ein. Die Tampons sind einhundert Prozent Fair Trade, werden in Spanien aus Bio-Baumwolle hergestellt und kommen ganz ohne Plastik und Duftstoffe aus. Der Vorteil: Juckreiz und Rötungen, die bei herkömmlichen Tampons mitunter auftreten können, bleiben aus.

Chemie in herkömmlichen Tampons

Für die Herstellung von herkömmlichen Tampons werden Zellwolle, Viskose und/oder Baumwolle verwendet. Die Hülle, welche den Zellstoff zusammenhält, besteht aus synthetischen Stoffen wie Polyester, Polyethylen und/oder Polypropylen.

Mit den synthetischen Inhaltsstoffen von Tampons wird auch das sogenannte Toxische Schocksyndrom (TSS) in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektion, welche unter anderem durch Tampons ausgelöst werden und tödlich enden kann.

Um Tampons für ein reines, sauberes Aussehen zu bleichen, verwenden die Hersteller zudem Chemikalien. Diese Stoffe stehen im Verdacht, krebserregend sein, und können unter Umständen zu Pilzinfektionen führen. Und: Studien haben in über 85 Prozent der untersuchten Damenhygieneartikel ebenfalls potenziell krebserregendes Glyphosat gefunden. Dieses wird im Herbizid "Round up" beim Anbau der Baumwolle verwendet. Durch die empfindlichen Schleimhäute der Vagina gelangen solche Stoffe besonders leicht in den Körper.

Bio-Tampons werden frei von synthetischen oder chemischen Stoffen hergestellt und chlorfrei gebleicht. Da auf die Silk-Oberfläche für einfacheres Einführen verzichtet wird, enthalten Bio-Tampons folglich auch nicht die oben genannten giftigen Stoffe in der Hülle.

Bio-Tampons: Großer Preisunterschied zu herkömmlichen Tampons

Während es herkömmliche Tampons im Drogeriehandel schon für 3 bis 4 Euro pro 64-er Packung gibt, sind die Bio-Tampons deutlich teurer. Bei "The Female Company" ist es nur möglich ein monatlichen Abo zu buchen, bei dem man beispielsweise 42 Bio-Tampons alle drei Monate bekommt. Das Abo kostet dann einmalig 12,50 Euro inklusive Versandkosten und dann 9,90 Euro alle drei Monate.

Zusätzlich dazu ist man verpflichtet, beim ersten Kauf eine der Aufbewahrungsboxen für 10 Euro mitzubestellen, außer man schreibt vorher eine Email an die Gründerinnen. Der Aufwand und Preis der Bio-Tampons ist also deutlich höher als der von herkömmlichen Drogerie-Tampons. Hier muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, ob sich der zusätzliche Aufwand lohnt oder eben nicht.


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Stellungnahme des Pressebüros des o.b.-Herstellers

Das Pressebüro von Johnson & Johnson und der Marke o.b. hat uns nach Veröffentlichung dieses Artikels kontaktiert und darauf hingewiesen, dass einige Ausführungen im Artikel "nicht ganz korrekt" seien. o.b.-Tampons seien frei von Glyphosat. "Öko-Test" habe im Jahr 2017 Tampons getestet und den "o.b. Pro-Comfort normal"-Tampons die Bestnote "sehr gut" verliehen. Bei der Herstellung der o.b.-Wattefasern würden ausschließlich chlorfreie Bleichprozesse eingesetzt. Die Erkrankung "Toxische Schock-Syndrom" sei nicht auf menstruierende Frauen beschränkt. Für das gehäufte Auftreten von (Pilz-)Infektionen, Entzündungen oder Scheidentrockenheit bei Tamponverwenderinnen gebe es keine wissenschaftlichen Nachweise. Anbei die Stellungnahme in voller Länge:

Uns ist als Marktführer daran gelegen, dass Verbraucher wissen, dass unsere Tampons kein Glyphosat aufweisen. Tampons der Marke o.b. sowie der meisten anderen deutschen Tampons bestehen aus Viskose, welche aus natürlicher Cellulose hergestellt wird (welche aus Holzfasern gewonnen wird). Dieser Rohstoff hat sich über Jahrzehnte bewährt und entspricht den Reinheitsanforderungen für Verbandwatte, die im europäischen Arzneibuch (EAB) festgehalten sind. Ohne Baumwolle ist der Einsatz oder Nachweis von Glyphosat folglich ausgeschlossen.

Die hohe Qualität unserer Tampons wurde von zwei renommierten Test-Instanzen bestätigt. So hat der ÖKO-Test aus November 2017 15 Tampons und 6 Menstruationstassen getestet und den Produkten o.b. Original normal und o.b. Pro-Comfort normal die Bestnote "sehr gut" verliehen. Der Test bestätigt, dass in unseren Tampons keine kritischen Stoffe wie Formaldehyd,optische Aufheller, Chlor oder Pestizidenachgewiesen werden konnten. Erst vor Kurzem wurden außerdem alle o.b. Tampons von nach dem STANDARD 100 by OEKO-TEX® zertifiziert. Sie erfüllen deren höchste Sicherheitsanforderungen nach Klasse 1, wie sie auch für Textilprodukte, die in Kontakt mit (Baby-)Haut kommen, gelten. Die Zertifizierung basiert auf der Prüfung aller o.b. Materialien auf Schadstoffe, unter Verwendung der ÖKO-TEX Kriterien für (Baby-)Textilien.

Bei der Herstellung der o.b.® Wattefasern werden ausschließlich total chlorfreie Bleichprozesse eingesetzt. Elementares Chlor, das eventuell zur Dioxinbildung während des Bleichens führen könnte, wird in der Tamponproduktion schon seit Jahrzehnten nicht mehr verwendet. Zudem befinden sich Dioxine fast überall in unserer Umgebung, und geringe Spuren können in der Erde, im Wasser, in der Luft und in vielen alltäglichen Gegenständen gefunden werden. Die wesentliche Aufnahme von Dioxinen in den Körper erfolgt über Lebensmittel. Basierend auf wissenschaftlichen Beurteilungen und verfügbaren Informationen gibt es kein Sicherheitsrisiko durch Dioxinspuren in Verbindung mit (o.b.®) Tampons.

Zudem greifen Sie auch das Thema TSS (Toxisches Schocksyndrom) auf, welches im Zusammenhang mit der Verwendung von Tampons häufig zu Verunsicherung führt. Was viele Menschen aber gar nicht wissen: Die Erkrankung ist nicht auf menstruierende Frauen beschränkt. Männer, Kinder und nicht menstruierende Frauen können ebenfalls an TSS erkranken, z.B. nach Operationen. Und auch Frauen, die keine Tampons verwenden, können während ihrer Tage an TSS erkranken. TSS ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung. Es wird von den Toxinen des Bakteriums Staphylococcus aureus verursacht, das häufig - und ganz natürlich - in und auf dem menschlichen Körper vorkommt, auch in der Vagina. Die meisten Menschen bilden Antikörper dagegen. Ist das jedoch nicht der Fall, wird dies als einer der maßgeblichen Faktoren für die Entwicklung von TSS eingestuft. Zwar ist TSS unter anderem im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Tampons beschrieben worden, aber nicht ausschließlich.

Auch das Thema Infektionen nehmen Sie auf. Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise für das gehäufte Auftreten von (Pilz-)Infektionen, Entzündungen oder Scheidentrockenheit bei Tamponverwenderinnen.


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