- Kann man sich von nassen Haaren erkälten?
- Was passiert mit den Haaren?
- Was solltest du beachten?
- Fazit: Mit nassen Haaren schlafen sollte die Ausnahme bleiben
Kommst du nach einem anstrengenden, arbeitsreichen und langen Tag nach Hause oder ist es am Wochenende mal wieder später geworden, wünschst du dir wahrscheinlich nichts sehnlicher, als kurz unter die Dusche zu springen und dich dann direkt ins Bett fallen zu lassen. Mit Föhnen möchtest du dabei keine Zeit mehr verschwenden, sondern einfach nur noch eine große Mütze Schlaf sammeln. So verlockend das klingen mag, bringt das Schlafen mit nassen Haaren jedoch nicht nur Vorteile, sondern kann auch negative Konsequenzen nach sich ziehen.
Kann man sich von nassen Haaren erkälten?
Vielleicht hat dich deine Oma als Kind auch dazu ermahnt, deine Haare vor dem Schlafengehen immer ordentlich und gründlich trocken zu föhnen, da andernfalls eine Erkältung droht. Schließlich kannst du so schneller anfangen zu frieren. Dieser sich eisern haltende Mythos ist jedoch nicht ganz korrekt.
Der Arzt Dr. Chirag Shah erklärt gegenüber der Internetplattform Healthline, dass Erkältungen nämlich nicht dadurch entstehen, dass Menschen frieren oder Kälte empfinden. Erkältungen entwickeln sich nur dann, wenn eine Ansteckung mit einem Erkältungsvirus erfolgt. Dieses Virus verbreitet sich über Tröpfchen in der Luft, durch Niesen, Husten oder Sprechen einer infizierten Person.
Dennoch kann durch das nasse Haar ein anderes gesundheitliches Risiko entstehen. Und zwar eine Pilzinfektion auf der Kopfhaut. Die nasse Kopfhaut in Verbindung mit dem nassen Kopfkissen stellt einen idealen Nährboden für Pilze dar. Von Natur aus können sich Pilze, wie Malassezia, auf deiner Kopfhaut befinden. Dieser Pilz kann zu Dermatitis, einer Hauterkrankung, und zu Schuppen führen. Allerdings können sich auch andere Pilze auf deiner Kopfhaut tummeln, die bei Personen mit geschwächtem Immunsystem schwere Infektionen verursachen können. Aus diesem Grund empfiehlt der Arzt Dr. Chirag Shah möglichst immer mit trockenen Haaren zu schlafen.
Was passiert mit den Haaren?
Laut Focus kann es beim Schlafengehen mit nassen Haaren dazu kommen, dass sich an deinen Haaren Spliss und Haarbruch bildet. Gleiches berichtet auch das Internetportal Utopia. Gerade wenn du sehr feines Haar hast, ist ein entsprechendes Risiko durchaus gegeben.
Haare schneller trocknen: Jetzt Haar-Turban aus Mikrofaser bei Amazon ansehenErklärbar ist dies durch einen einfachen Umstand: Unser Haar ist im nassen Zustand am schwächsten. Darauf weist der Dermatologe Dr. Adarsh Vijay Mudgil auch gegenüber Healthline hin. Durch das lebhafte Träumen und nächtliche Herumwälzen im Bett entsteht eine Reibung der nassen Haare auf und an deinem Kopfkissen. Diese Reibung kann die Schuppenschicht deiner Haare öffnen, was wiederum Haarbruch und Spliss zur Folge haben kann.
Natürlich führt einmaliges Schlafen mit nassen Haaren noch nicht zu kaputten Haaren. Vielmehr hängt die Beanspruchung deines Haares davon ab, wie oft du dich direkt, ohne zum Föhn zu greifen, zum Schlafen in dein Bett legst. Hinzu kommt, dass jedes Haar hinsichtlich seiner Struktur unterschiedlich ist und auch Stärke und Elastizität der Haare nicht von Mensch zu Mensch gleich sind. Laut der Internetseite der Sleep Foundation hast du vor allem bei chemisch behandeltem Haar, also zum Beispiel im Fall von blondiertem Haar, ein hohes Risiko für Haarbruch.
Was solltest du beachten?
Vermeide es, wenn möglich, dich mit tropfend nassen Haaren in dein Bett zu legen. Besser ist es laut Utopia, deine Haare bereits mit einiger Zeit Abstand zum Schlafengehen zu waschen. Dies erhöht die Möglichkeit, dass deine Haare bis dahin bereits etwas an der Luft trocknen können. Hier ist es sicherlich auch sinnvoll, deine Haare direkt nach dem Waschen in ein Handtuch einzuwickeln und die Feuchtigkeit so zeitnah zu reduzieren. Ein frisches, trockenes Handtuch auf dem Kopfkissen kann ebenfalls vermeiden, dass dein Kopfkissen durch die nassen Haare feucht wird und bringt beim Schlafen ein angenehmeres Gefühl.
Das Verwenden einer Haarmaske oder eines Conditioners ist ebenfalls sehr förderlich für die Haargesundheit. Gerade beim Schlafen mit nassen Haaren kann ein Conditioner helfen, die Schuppenschicht deines Haares zu schließen. Haarbruch kann hierdurch vorgebeugt werden.
Das Internetportal T-Online rät Personen mit langen Haaren außerdem, ein Zopfband zu benutzen. Am nächsten Morgen in alle Himmelsrichtungen stehende Haare können damit unter Umständen vermieden werden. Hierbei solltest du jedoch darauf achten, die Haare nicht zu stramm zu binden oder zu fest zu flechten. Andernfalls kann es erst recht zu Haarbruch kommen, da das Haar im nassen Zustand zu stark gedehnt wird. Gleichzeitig kann es auch auf deiner Kopfhaut durch starkes Spannen der Haare unangenehm ziehen.
Fazit: Nasse Haare im Bett besser vermeiden
Grundsätzlich gilt, dass du das Schlafen mit nassen Haaren aus verschiedenen Gründen eher vermeiden solltest. Natürlich stellt ein einmaliges Schlafen mit nassen Haaren in der Regel noch kein Risiko für deine Gesundheit bzw. deine Haargesundheit dar. Dennoch solltest du versuchen, die Feuchtigkeit deiner Haare vor dem Schlafengehen etwas zu reduzieren oder beispielsweise auf Conditioner zurückgreifen, um Haarbruch oder Spliss zu vermeiden.
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