Beim Matratzentest der Stiftung Warentest schnitten 2018 gerade günstige Varianten besonders gut ab. Den Testsieger gab es beim Discounter. Auch 2019 hat Stiftung Warentest wieder verschiedenste Matratzen getestet. Es gibt zwei neue Top-Favoriten - dieses Jahr sind sie jedoch etwas preisintensiver.

Matratzen Testsieger 2019: Leicht erhöhte Preise bei Gewinnern

18 Kaltschaummatratzen, die laut Anbietern für alle Körpertypen geeignet sind, wurden dieses Jahr neu getestet. Zwei von ihnen schnitten mit einer Bewertung von 1,7 sehr gut ab und konnten zu neuen Testsiegern gekrönt werden.

Die Anbieter Dunlopillo und Emma konnten mit ihren Modellen "Elements" und "One" überzeugen. Beide Matratzen wiesen gute Liegeeigenschaften für alle Körpertypen auf, wurden als "hart" vom Hersteller deklariert und auch im Labor nachgewiesen. Die Modelle sind sehr gut waschbar und reagierten weiterhin sehr gut auf den Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit.

Preislich liegen beide Testsieger etwas über dem vorherigen Gewinner. Dunlopillo's Modell "Elements" kostet aktuell 400 Euro, Emma's Modell "One" können Sie sich für 299 Euro schnappen.

Auf dem zweiten Platz steht dieses Jahr die "Essential Mattress" von Casper. Sie schnitt mit 2,2 gut ab und kostet 300 Euro. Den dritten Platz belegt die "Bodyguard Weich" mit einer guten Bewertung von 2,3 und einem Preis von 199 Euro.

Wer waren die Testsieger 2018 bei Stiftung Warentest?

Testsieger unter den Viskoschaum-Matratzen war das Modell Novitesse Memolux 90 A von Aldi Nord. Das Besondere laut den Testern: sie eignet sich für verschiedenste Körpertypen sehr gut. 2017 wurde die Matratze für 100 Euro als Sonderangebot verkauft. Ab dem 22. Februar sollte sie für 130 Euro wieder ins Sortiment aufgenommen werden.

Die etwas langlebigere aber mit 500 Euro auch teurere Daluna Comfortmaxx Vilax von Dormando war die zweitbeste Viskoseschaum-Matratze. Als dritte folgte die Vita Visco Medium von MFO.

Bei den Latexmatratzen lagen die L4 Latexmatratze von Selecta und die Morgedal Latexmatratze von Ikea vorn.


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Der Testsieger seit 2015, die Anti-Kartell-Matratze Bodyguard, war auch in diesem Jahr Spitzenreiter in der Kategorie "gut in allen Punkten". Im Kommentar dazu hieß es, die Matratze verforme sich nicht durch Schweiß und Gewicht und sei gesundheitlich unbedenklich.


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Der Matratzentest hat bei der Stiftung Warentest Tradition. Alle paar Monate werden gruppenweise neue Modelle einem Liege- und Belastungstest unterzogen - was aber häufig auf Kritik stößt. Die Hersteller betonen, dass jeder Mensch eine individuell auf seinen Körper abgestimmte Matratze brauche und es keine für alle Menschen gültigen Testergebnisse geben könne.

Was Verbraucher zu dem Test und zu Matratzen wissen sollten:

Gibt es die eine Matratze für alle?

Die Stiftung Warentest nutzt als Probelieger vier Körpertypen, die rund zwei Drittel der Bevölkerung repräsentieren sollen. Und sie hat Matratzen ausgemacht, die für immerhin viele Schläfer geeignet sind. In der aktuellen Stichprobe von Matratzen, die sowohl von klassischen Herstellern als auch von einem Discounter stammen, fand sich jeweils ein solches Modell. Laut der Stiftung können die meisten Menschen in Rücken- und Seitenlage gut darauf schlafen. Das Fazit der Tester: "Ein solches Ergebnis schafften bisher nur wenige Matratzen."

Auch in einem Test von 2016 fand sich ein noch erhältliches Modell eines Onlineanbieters, das für viele Schläfer geeignet ist. Zugleich betonte Warentest-Experte Stephan Scherfenberg kürzlich: "Aber die meisten erfüllen den Anspruch, eine für alle zu sein, eher nicht."

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Matratzen sehen weitgehend gleich aus, aber ihr Innenleben ist unterschiedlich. Welches Modell infrage kommt, ist daher in aller Regel abhängig von Körpergröße, Körperbau und Gewicht. "Sie muss fest genug sein, um den Körper zu stützen. Aber sie darf auch nicht zu hart sein", erklärt Matratzenexperte Leifeld. "Und sie muss wärmen, ohne starkes Schwitzen zu verursachen."

Welche Informationen muss ich dem Verkäufer über mich geben?

Sind harte Matratzen rückenfreundlicher als weiche?

"Das ist ein Mythos", sagt Tanja Cordes von der Aktion Gesunder Rücken. Was dem Rücken gut tut, sei von Mensch zu Mensch individuell verschieden. Allgemein gilt, dass die Matratze weicher sein sollte, wenn die Person leicht ist, und härter für schwerere Körper.

Brauchen Paare verschiedene Matratzen?

"Ab etwa 15 Kilogramm Gewichtsunterschied brauchen Partner auf jeden Fall verschiedene Matratzen", erklärt Leifeld. Denn eine zierliche Frau hat ganz andere Liegeeigenschaften als ein Mann mit einer Körpergröße von 1,80 Metern und entsprechendem Gewicht. "Manche Hersteller bieten an, zwei Einzelmatratzen mit einem Reißverschluss zu verbinden oder sie mit einem durchgehenden Bezug zu umhüllen."

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