• In Deutschland gibt es aktuell mehr als 8,5 Millionen Menschen mit Diabetes
  • Prädiabetes bekämpfen: Der Vorstufe einer Diabetes-Erkrankung entgegenzuwirken ist wichtig
  • Die Ernährung ist ausschlaggebend, um ganz natürlich den Blutzuckerspiegel zu senken
  • Zimt - Wunderheiler für den Blutzucker oder lieber Finger weg?

Die Krankheit Diabetes führt dazu, dass die Menschen kein oder nicht genug eigenes Insulin produzieren. Das ist dafür da, den Zucker aus der Nahrung in die Zellen zu bringen. Auch wenn die Insulin-Medikation gut abgestimmt ist, können die Erkrankten unter einem zu hohen Blutzuckerspiegel leiden. Das zeigt sich durch Symptome wie Abgeschlagenheit, Unkonzentriertheit und Müdigkeit. Dem Prädiabetes, also der Vorstufe von Diabetes, wurde hingegen vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt – zu Unrecht, wie die Forschenden des Deutschen Diabetes-Zentrums in einer Übersichtarbeit zeigen. Denn Prädiabetes an sich scheint bereits ein Risikofaktor für schwere Folgekrankheiten zu sein. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, chronische Nierenerkrankung, Demenz sowie Krebs können die Folge sein. Neben den Medikamenten kann auch die Ernährung dabei helfen, Blutzuckerspitzen zu vermeiden.

Prädiabetes und Diabetes: Durch Lebensmittel den Blutzuckerspiegel senken

Bestimmte Lebensmittel können dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel auf eine natürliche Art zu senken. Zwar wird die Medikation dadurch nicht ersetzt, aber Erkrankte können einen natürlichen Beitrag zur eigenen Gesundheit leisten. 

Grundsätzlich gilt hier: Lass dich von deinem Arzt oder deiner Ärztin individuell beraten. Er/sie kann dir einen genauen Ernährungsplan erstellen, der auf deine Erkrankung abgestimmt ist. Daneben sind Diätassistenten für diese Arbeit ausgebildet. 

Für den Anfang kannst du aber bereits jetzt auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten und einige Lebensmittel in deinen täglichen Speiseplan integrieren

Gewürze, Öle, Gemüsesorten: Diese 5 Lebensmittel gehören auf den Speiseplan

Mit einer diabetesgerechten Ernährung legst du nicht nur die Grundlage für eine erfolgreiche Diabetes-Behandlung, sondern verhinderst auch langfristige Folgeerkrankungen, wie verstopfte Arterien

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Für Diabetiker ist es deshalb wichtig, bisherige Strukturen und Gewohnheiten rund ums Essen zu überdenken und durch ein neues, gesundes Essverhalten zu ersetzen. Die Empfehlungen für Menschen mit Diabetes ähneln dabei sehr den Ernährungsempfehlungen einer gesunden Ernährung ohne Diabetes.

Am einfachsten klappt das mit den folgenden fünf Lebensmitteln:

1. Grünes Blattgemüse - wenig Kohlehydrate, also wenig Zucker

Spinat, Grünkohl, Mangold und Salat sind reich an gesundem Vitamin C, Magnesium, Calcium und Ballaststoffen. Dazu haben sie wenig Kohlenhydrate und Kalorien und liefern dem Blut somit wenig Zucker. Zudem erzeugen sei eine sättigende Wirkung, da die Pflanzenfasern nur schwer verdaulich sind.

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Allgemein gilt bei Gemüse: generell gibt es keine Mengen-Beschränkungen, da Gemüse und Salate einen geringen Anteil an Zucker besitzen. Nach einer Auflistung der AOK haben die folgenden Gemüsesorten pro 100 Gramm am meisten Zucker:

Rote Beete (8,4g), Dosenmais (7g), Süßkartoffel (5,7g), frische Erbsen (5,5g) und rote Paprika (4,2g). Zum Vergleich: Ein Apfel enthält 10 Gramm Zucker. 

2. Fisch - Eiweiß und Aminosäuren gegen Herzleiden

Fisch lässt den Blutzucker nur leicht ansteigen und sorgt durch den hohen Eiweißgehalt und die Aminosäuren dafür, dass er lange satt macht. Ideal sind Meeresfische wie Lachs, Hering und Makrele, aber auch magere Fischsorten wie Forelle und Kabeljau. Fettreicher Fisch soll zudem Diabetes und Herzleiden vorbeugen. Aber Vorsicht: Auf die Panade um das Meerestier sollte lieber verzichtet werden.

3. Knoblauch - senkt Cholesterin und damit das Risiko fürs Herz 

Knoblauch senkt das schlechte sogenannte LDL-Cholesterin und kann somit das Risiko für Herzkrankheiten verringern. Zudem wirkt Knoblauch entzündungshemmend - und zählt zu den am besten Blutzucker senkenden Lebensmitteln überhaupt.

4. Olivenöl - das beste unter den Speiseölen für Diabetiker und für Prädiabetes

Das Öl besteht zu rund 70 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren und enthält auch noch viele Antioxidantien. Wie Knoblauch trägt Olivenöl zu einer Senkung des schädlichen LDL-Cholesterins bei. Eine Studie hat zudem gezeigt, dass das Pflanzenöl dafür sorgt, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen weniger stark ansteigt.

Faktencheck Prädiabetes und Diabetes: Zimt - verfeinert, süßt und senkt den Blutzuckerspiegel?

Zimt soll den Zellen dabei helfen, den Zucker schneller aufzunehmen und so den Blutzuckerspiegel zu senken. Professor H.P.T. Ammon, der sich damit in einer Arbeit befasste, schreibt dort: "Den Patienten zu suggerieren, sie könnten damit [Zimt] zumindest als Adjuvans ihre Stoffwechselsituation verbessern, wird dem heutigen Standard der Diabetestherapie nicht gerecht." Es verleite die Patient*innen dazu, die Krankheit und auch die Vorstufe - die Prädiabetes - nicht ernst zu nehmen und sich daher nicht in ärztliche Beratung zu begeben. 

Dadurch erhöhten sie ihr Risiko für Folgeerkrankungen. "Unter diesen Gesichtspunkten raten sowohl die Deutsche Diabetes Gesellschaft als auch die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft in einem gemeinsamen Statement von Zimtprodukten ab [...]. Auch einige Gerichte haben sich diesem Standpunkt angeschlossen"

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Außerdem: Mit diesen Lebensmitteln reinigst du deine Arterien ganz natürlich. 

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